Geschlechtsorgane. 39
Schmerzempfindungen werden vor allem durch die Haut vermittelt und
zwar durch die Nervenendkolben und die Tastkörperchen, welche sich
im äußersten Zellenlager der Haut befinden. Die Fingerspitzen und
die Lippen haben
die feinste Empfindung;
dicke Oberhaut,
durch schwere
Arbeit entstanden,
raubt die feine Empfindungsfähig-
der Hände;
Frauen mit gepflegten
Händen
und großer allgemeiner
Feinfühligkeit
leisten auch
durch das Empfindungsvermögen
ihrer Finger weit
mehr als der derber
angelegte Mann. gig. 21. Durchschnitt der Nase. n- G a
: » -1g.«.»ur-Jner-ae.«aoug.
Si e haben daher 1 Ausbreitung des Riech.rerps. 2 Schädelknochen.
feine leichte Hand- 10, 12, "7 14 Zweige #bon Kopfnerven. 4 u. *5## —i’
3 b ippe. 6 Zahn. 7 Harter Gaumen. 8 Gaumenzäpschen. eicher
arbeiten von jeher Gaumen. 11 Nasenmuscheln.
gepflegt.
Durch die Berührung eines Körpers mit unserer Haut werden wir uns
über seine Wärme, Form, Härte und Oberfläche klar; wir erkennen also durch
den Hautsinn die mechanischen Eigenschaften eines Körpers.
—G
Die Geschlechtsorgane des Mleibes.
Bei Besprechung der Muskeln haben wir als wichtige innere muskulöse
Organe das Herz und die Gebärmutter genannt und letztere noch nicht beschrieben,
weil wir uns diese Aufgabe anläßlich der Besprechung der Geschlechtsorgane
vorbehielten.
Man unterscheidet beim Weibe innere und äußere Geschlechtsorgane.
Im Gegensatz zum Manne, dessen wichtigste Organe außerhalb der
Beckenhöhle befestigt sind, und der durch seine geschlechtliche Tätigkeit gleichsam
nur den Anstoß zur eigentlichen Fortpflanzung gibt, liegen beim Weibe
die Fortpflanzungsorgane in der Beckenhöhle, und es wird allein durch diese