Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

ummer  20.

######eisnt  ges.

7½-Freitag,

  5.  Febrnäk  791#5

 

so  daß  sich  dieser  angesichts  der  Unmöglichkeit.
von  Berlin  aus  Anweisungen  zu  erhalten,  in
die  Notwendigkeit  versetzt  sah,  selbständig  vorzugehen.
  (3.)

#Vem  —  Aepsschamist.
Russische  Willkür.

Verlin,  3.  Febr.  Unsere  Feinde  sind  bis
jehzt  nicht  besonders.  schonend  mit  dem  Völkerrecht
  umgegangen  und  so  darf  es  cigentlich
nickt  verwundern,  wieder  einen  neuen  Fall  zu
vernehmen.  Aus  Petersburg  wird  den  „Times“
telegraphiert:  In  Uebereinstimmung  mit  dem
Geist  der  internatkonalen  Verträge,  in  denen
die  Regeln  der  Kriegführung  niedergelegt  sind,
hat  Rußland  beschlossen,  die  Beschießung  einer
unbefestigten  Stadt  als  eine  Tat  des  Raubes
zu  betrachten  und  Personen,  die  an  einer  derarligen
  Tat  beteiligt  sind,  wie  Räuber  zu  behandeln,
  die  keinen  Anspruch  machen  önne
auf  die  Eigenschaft  ron  Kriegführenden.  Die
Besatzung  des  bei  Libau  heruntergeschofsenen
Parsevals  habe  daher  die  Mitteilung  erhalten.
daß  sie  wie  gewöhnliche  Verbrecher  behandelt
und  verurteilt  werden  würde.  (3.)  abei
isr  Libau  ein  russischer  Kriegshafen!

Von  ben  Ollerr.  Rcegsschanpläten.

Neue  Erfolge  gegen  die  Russen.

WITIB.  Wien,  3.  Febr.  Amtlich  wird  gemeldet:
  In  den  Ostbesliden  wurden  neue,  sehr
heftige  Angriffe,  die  auch  nachts  andauerten,
wieder  unter  schweren  Verlusien  der  Russen  zurückgeschlagen.
  Die  Kämpfe  im  mittleren  Waldgebirge
  nahmen  einen  günstigen  Verlauf.  Die
verbündeten  Truppen,  die  gestern  vom  Feind
hartnäckig  verteidigte  Höhenstellungen  eroberlen,
  machten  1000  Gefangene  und  erbeuteten
mehrere  Maschinengemehre.  In  Polen  und
Westgalizien  ist  die  Situalion  unverändert.  Es
berrscht  größtenteilo  Ruhe.

Die  Kämpfe  in  den  Karpathen.

Budapest,  J.  Febr.  Die  Blätter  melden
aus  Ungvar:  Größere  Gefechte  sanden  im
Zempliner  Komitat  statt.  Die  Russen  machten
verzweiselte  Veriuche,  den  Lupkower  Paß  wieder
  zu  nehmen,  die  aber  an  dem  Widerstand
der  Gebirgsartillerie  scheiterten,  die  unter  den
Russen  kürchterliche  Verheerungen  anrichtete.

——

Falien.

Bleibt  Italien  neutral?

Köln,  3.  Febr.  Die  „K.  Ztg.“  meldet:
Italienische  Meldungen  besagen,  es  herrsche  in
Rom  allgemein  die  Meinung,  daß  Giolitti  mit
jeinem  Briefe  dirett  seine  Kandidatur  für  das
Ministerium  aufgestellt  habe.  Bei  der  Eröff.
nung  der  Kammer  sei  eine  Kabinettskrise  unvermeidlich,
  wenn  Salandra  nicht  offen  erkläre,
die  Neutralität  wahren  zu  wollen.  Salandra
müise  jetzt  die  Entscheidung  treffen,  entweder
den  Krieg  erklären  und  die  Kammer  vertagen,
oder  sich  für  die  neutrale  Haltung  Jtaliens
verbürgen  und  zurückireten.  In  politischen  Kreijen
  Roms  sei  die  Stimmung  eher  für  den
Krieg,  während  man  in  den  Militärkreisen  noch
nicht  entschlossen  zu  sein  scheint.  Die  „Stampa“
ertlärt  es  für  gewiß,  daß  es  bei  der  Eröffnung
  der  Kammer  zu  einer  Aussprache  über  die
Politil  des  Kabinelts  in  der  Haltung  Jtaliens
tommen  werde.  Die  Erklärungen  Giolittis  wür-.

  So  haven  Sir  sich  an  ihn  gewandt

„Ja,  ich  schrieb  ihm  en  paar  Zeilen  und

—  sie  lächelte  leicht  —  „er  hat  mich  ziemlich
lange  auf  Antwort  warten  lasen.  dann  aber  gab
#mir  eine  möglichst  genaue  Auslunst.“

„Da  ist  ja  alles  llar.  Aber  warum  haben
Eie  nur  nicht  geschrieben,  ich  hätte  Ihnen  mit
Kroßem  Vergnügen  die  beschwerliche  Reise  hierher
erspark,  hätte  Sie  gern  in  Partensiein  aufnesucht.“


„Nein,  ich  wollie  Sic  nicht  bemühen,  es  lag
mir  auch  daran,  Sie  nicht  von  Ihrem  Freunde
zu  trennen,  Sie  nicht  allzu  weit  von  Ihren
Bequemlichleiten  zu  entsernen.“

Was  sollte  das  heißen?  Sie  wollte  ihn  nicht
von  seinem  Freunde  trennen,  ahnte  sie,  was  ihn
bedrohte  und  sorgte  sie  sich  um  ihn?  Das  etwas
zuruckgetretene  Gefühl  warmer  Zuneigung  flammte
plöplich  in  ihm  empor,  er  ergriff  ihre  Hand,  die
sie  ihm  errötend  ließ,  und  zog  sie  an  die  Lippen.

Ich  danle  Ihnen.  mein  Znädiges  Fräulein,
eurrse  ich  habe  so  viel  Fürsorge  wirklich  nicht  verie


„Wie  durste  ich  Ihnen  Unbequemlichleiten
nachen,  “  antwortete  Hertha  einlenkend.  „ist  es
nicht  aufdringlich  genug,  wenn  ich  -  in
Zhre  Sommerfrische  folge,  um  mich  Ihres  Rat
ön  bedienen?  Aber
Sie  konnte  den  Sagz  nicht  vollenden,  denn

n  diesem  Augenblick  trat  die  Wirtin  ein  und
kate  ein  Glas  Milch  und  etwas  Brot,  es  war
das  einzi  ,  was  sie  dem  vornehmen  Gast  bieten
lonnte.  Sie  erllärte,  indem  sic  ein  weißes  Linnenluch
  über  den  Tisch  deckte  und  die  Erfrischungen
darauf  Hchten.  daß  die  Dame  über  Nacht  bleiben
lonne.  d  ie  sich  aber  bee#uuch  des  Essens

 

 

 

weichft  eS.  giden  müsse,  da  sie  nichts  im  Hause
bãti  8  a  Haus  selbit  lieserte.  Hauf

Die  Kämpfe  im  Argonnerwald.

Unser  Bild  veranschaulicht  die  Kämpfe  in  und  Gegenangriff  Fwischen  den  Räumen  des
einem  frnsichen  Schützengraben  im  AnariisfAngennenraldes.

 

 

 

den  die  Unterlagen  bilden,  um  uber  die  Haltung
  der  Regierung  al  ustimmen  und  die  Ver
trauensfrage  zu  siellen.

Die  ballauslaalen.

Die  Haltung  Rumäniens.

Köln,  3.  Febr.  Der  „Köln.  Ztg.“  zufolge
versichert  der  „Corriere  della  Sera“  neuerdings
  in  einer  Privatnachricht  aus  Rom,  es
scheine  tatsächlich  die  Gefahr  zu  bestehen,  daß
Bulgarien  zugunften  Deutschlands  und  Ocesterreic-Ungarns
  in  den  Krieg  eingreife.  (3Z.)

(Geuf,  3.  Febr.  Nack  einer  „Temps“-Meldung
  aus  Petersburg  joll  die  rumänische  Regierung
  den  österreichisch  ungarischen  Gesandten
in  Bukarest  nach  dem  Grund  der  österreichischen
Truppenkonzentration  an  der  rumänischen
Grenze  gefragt  haben.  Der  Minister  antwortete,
dies  geschehe,  um  das  Vordringen  der  Russen
in  der  Bukowina  aufzuhalten.  (3.)

Ein  russischer  Protest  gegen  Rumänien.



Wien,  J.  Febr.  Der  russische  Gesandte  in
Bukarest  erhob  Beschwerde,  daß  vier  russische,
mit  Kriegsmaterial  beladene  Schiffe,  die  auf
der  Donau  nach  Serbien  fuhren  und  vor  dem
Sturm  in  Sulina  Zuflucht  suchten,  diesen  Hasen
  nach  24  Stunden  verlassen  mußten.  Der
Ministerpräsident  erwiderte,  die  Behörden  von
Sulina  hätten  seinen  Weisungen  und  den  Geboten
  der  Neutralität  entspreckend  gehandelt.

England  erbittet  Hilfe  von
Griechenland.

Wien,  3.  Febr.  Die  „Politische  Korresponden
  gibt  eine  Athener  Blättermeldung
wieder,  wonack  sich  England  neuerdings  an
Griechenland  um  Entiendung  eines  griechischen
Hilfskorps  von  30  000  Mann  (statt  wie  früher
70½000  Mann)  nach  Aegypten  gewendet  habe.
England  versprach  dafür  die  Abtretung  von
Cypern  nach  dem  Krieg  und  verbürgte  sich  für
die  Vereinigung  von  Chios  und  Mgytilene  mit
Griechenland.  Die  griechische  Regierung  habe
mit  dem  Hinweis  auf  die  mazedonische  Frag:
abgelehnt.  ().3.)

 

Die  „aueeischen  Verlaflesten.
Verlustliste  Nr.  149.
Ins.-Agt.  München:  Inf.  Florian  Sedllauer
  aus  Egmating,  leicht  verwundet.
Inf.-Agt.  Metz:  8  oebann  Hol:grandl
aus  Kleting,  leicht  verwu
15.  Juf.-Rgt.  Nenknge  a.  D.:  Rei.  Johann
Ekmuc  aus  Aus  leicht  verwundet.

7.  f.  Rgt.  Germersheim:  Gefr.  Georg
Huber  *  Nußdori,  gefallen.
Rei.  Inj.-Rgt.  Nr.  2:  Wehrmann  Simon

Pesl  aus  Eisenhofen,  gefallen.

Rej.-Inf.-Rgt.  Nr.  20:  Inf.  Johann  Birk
aus  Holzried,  gefallen.

Im  übrigen  enthält  diese  Liste  noch  zahlkeiche
  Berichtigungen  zu  früheren  Listen,  bei
denen  jedech  Ortsangaben  sehlen.

Bareckches  Oberlank

Stesanskirchen,  4.  Febr.  In  Hgering
sarb  heute  nacht  die  Maierbauerin  Frau  Thekesia
  Spiel.  Sie  isr  60  Jahre  alt  geworden
und  verschied  nach  nur  dreitägigem  Leiden.  Sie
ruhe  in  Frieden!

Bad  Aibling,  3.  Febr.  Am  21.  d.  M.,
nachmittags  2  Uhr,  findet  im  großen  Schuhbrau#saale
  eine  landwirtschaftliche  Versammlung
n#att,  in  welcker  der  Vorstand  der  Winterschule
Traunseein  einen  Vortrag  über  Maßnahmen,
die  der  Krieg  mit  sich  bringt,  halten  wird.

Berharting,  3.  Febr.  Dem  Vernehmen
nach  joll  das  Krankenhaus  Beyharting  aufgehoben
  werden.

Fasching  und  §s  arkbier.

Das  Generallommando  gibt  bekannt:

Fasckinge  treiben  und  Starkbierausschank  in
der  im  Frieden  üblichen  Weije  passen  nicht  in
unsere  Zeit.  Ich  bestimme  deshalb  auf  Grund
des  Kriegszustandsgesetzes:

1.  Faschingstreiben:  Während  des  diesjährigen
  Fasckings  ist  Faschingstreiben  jeder  Arr.
jowie  der  Verkauf  von  Karnevalsartikeln  auf
offendlichen  Straßen  und  Plätzen  und  in  Wirlschaften,
  Kaffechaäusern  usw.  untersagt.

2.  Startbierausichan!:  Der  bisher  übliche
Sonderaussckank  von  Starkbier  ist  verb#e#ten.

 

 

Storlbier  darf  nur  im  gewöhnlichen  Schanl
betrieb  und  in  den  diesem  Betrieb  dienenden
Räumen  ausgeschenkt  werden.  Konzerte,  Volksgeäe
  und  sonftrige  Belustigungen  sowie  der

erkauf  von  Scher#artikeln  sind  hiebei  verboten.
München,  den  2.  Februar  1915.

Der  Kommandierende  General:
von  der  Tann.

Die  Spiel-  und  Sportplobzfrage
in  Rosenheim.

 

Rosenheim.  4.  Febr.
Der  Stadtmagiftrat  ha:t  in  seiner  Zi
vem  29.  Januar  jolgende  Bescklut  gefaßt:

Nach  Kenntnisnahme  der  Enrschließung  des
K.  Staatsministeriums  des  Innern  für  Kirden-
  und  Schulangelegenheiten  vom  8.  Januar
1915,  mit  welcher  die  Anlage  geeigneter
Uebungsplätze  insbesondere  zu  Zwecken  der  militäriscken
  IZugenderziehung  angestrebt  und  die
Urcerlassung  von  Kriegegesangenen  für  die  nölipen
  Eine  bnungsarbeiten  in  Aussicht  gestellt
ist,  wird  beschlofsen,  die  wegen  des  Krieges  zur
  #gestellten  Verhandlungen  über  Schaffung  einez
  Sportoplatzes  beim  Haustätlergut  umgehend
wieder  aufzunehmen  und  die  Kommission  zur
gutachtlichen  Antragstellung  mu  veranlassen.  Den
be:  beiligten  Korporationen  wird  vorerst  die  Lo
re2wiese  und  der  Spielplauz  im  Salinenpark
zur  Verfügung  gesiellt.

tHegen  das  vom  K.  Berrksami  Rosenheim
unterm  14.  Januar  1315  übermittelte  Geĩuch
des  Maurerpaliers  Johann  Straßer  um  die
Genehmigung  zur  Errichtung  eines  Rũcgebã
de:  für  Celonomie  auf  Plan  Nr.  354  reuer
gemeinde  Rcsenh#eim  mird  Einipruch  erhoben
und  beanrragt,  vor  Erteilung  der  Baugeneh
migung  auf  Grund  des  §  1  Ab'ay  II  und  1
und  §  61  Aksatz  I1  der  Bauordnung  im  öffentlichen
  Interesse  Baulinien  festzusetzen  und
Betanungsrorsckriften  3  zu  erlassen.

Die  Stadtgemeinde  Rcsenheim  hat  seit  länger
  als  Jahresfrin  die  Errichtung  eines  Sportund
  Rennplatzes  auf  dem  ihr  gehörigen  Haustanergut
  und  den  anstoßenden  Privatgründen,
  zu  welch  letzteren  auch  das  Grundstück  des
Baugesucktelllers  Straßer  gehönt,  ernstlich  in
Jnstruktion  genommen.  Die  Grunderwerbunge.
verhandlungen  sind  zum  größten  leil  bereite
durchgeführt.

Der  Sportplat  soll  in  erster  Linie  der  Jugend
als  Spiel=  und  „Uetungsplas  zur  Verfügung
gestellt  werden.  Den  Schulern  der  drei  hiesigen
gut  beiuchten  Mittelschulen  (Gymnasium.  Reaiund
  Präparandenschule),  den  Volksschülern  und
Jugendverein?  gungen  mangelt  ein  binreichender

Spielplatz.  Ohne  diesen  können  die  Zwece  insbesondere
  der  militäriscken  Jugenderziehung
nicht  gefördert  werden.  Der  Magistrat  weist
nach  dieser  Richtung  auf  die  erst  jungst  ergan-9
  ie  Ministerial.  o  vom  8.  Januar

515  Nr.  33552  h

Zur  Hebung  der  ferdezucti  joll  weiler  auf
dem  Platze  auch  eine  Rennbahn  Zeschaffen  wer
den,  für  welche  sich  bereits  der  Trabe:rsporiver
ein  Plarrkircken,  der  Münchener  Trabrtenn,  und
Zuchtverein,  der  Munchener  Rennrerein  sowie
der  hiesige  Rennverein  interessiert  haben.

Dieses  gemeinnützige,  nur  öffentlichen  Zwek
ken  dienende  Unternehmen  würde  durchk  die  Genehmigung
  des  Straßer'schen  Stallgebaudes  g#
fährdet,  wenn  nicht  unmoglich  gemacht.

Der  Gesuck  steller  Maurerpalier  Straßer  hat
auch  seit  längerer  Zeit  von  dem  Sportolatz
P.  ojelt  gewußk,  sein  bisheriges  Octkonmiean.
weien  veradußert  und  nur  aus  Spekulalion  das

 

„Sur  wollen  hier  übernachten?“

„Ja,  ich  muß,  denn  der  Kutscher  erllärte
mir,  er  werde  nicht  wieder  nach  Oause  sahren.
weil  ihn  dann  das  Tunkel  uberrasche  und  es  im
Dunkeln  im  Spessart  nicht  geheuer  sei.“

Rechenbach  lächelte.

„So  gebt  es  Ihnen  auch,  wie  es  mir  bei
meiner  Anli  ging.  Mein  Kutscher  hat  mich
und  meinen  Freund  eine  halbe  Sinnde  vor  dem
vi  abgesetzt  und  ist  nach  Hause  Kefahren,

diglich  aus  Gespensterfurcht.  Sind  Sie  sehr
ängstlich!=ic
  „O  nein,  vor  Gespenstern  fürchte  ich  mich
nicht.“
„Nun,  auderweite  Gesahr,  glaube  ich,  droht
Ihnen“  hier  laum
e  zuckie  mit  den  Schultern  und  trank
einen  Shlua-  Milck
h  weiß  14  Herr  Staatsanwalt,  ob
die  Grgend.  dic  Sie  sich  zu  Ihrer  Sasec
ausgesucht  haben,  so  außerordentlich  sicher  ist,  S
sollten  doch  nicht  unvorsichlig  sein  und  vor  alen
Dingen  in  der  Dunkelheit  nicht  aur  Sgehen  .
Sie  errötete,  als  sie  bemerkte,  daß  Rnenbaachs
Augen  mit  einem  sorschenden  Ansdruck  auf  ihrem
Angesicn  ruhten,  faßie  sich  aber  schnell  und  sagle:
„Tie  Nacht  ist  doch  leines  Menschen  Freund,
sollten  6  meinen.
rbach  hatte  ein  seines  Gefühl  für  die
leises  n  der  Menschenseele  und  es  war
ihm,  als  ob  diese  allgemeine,  leicht  hingeworsene
Bemerlung  eine  Warnung  für  ihn  bedeuten  sollte.
Aber  was  konnte  dieses  Mädchen  für  einen  Grund
haben  ihn  zu  warnen,  besonders  dann,  wenn  sie
wirllich  jener  Voerbrecherbande  angehörte  ..  Der
Dämon  des  Argwohns  bemächtigte  4%  wieder
seiner.  Vielleicht  war  es  eine  geschickt  gespiclte

 

Komödie,  vielleicht  wollte  ile  ihn  bloß  in  ilelun

Spraleigleit  wiegen.  um  dann  desto  sicherer  die
Mordwasse.  acgen  ihn  er  bei  ren  in  lonnen

Er  Vereant  in  füle-  B##n=  zu#  Heriha
wieder  einen  Schluck  ihur  MWüuch  trank  und  ein
Siuckchen  des  someren  Spessfarter  Schwarzbrotes

  aß.

„Wenn  Sie  doch  bier  uber  Nacht  zu  bleiden
#2  denten.  begann  mergenbach  wicder.  „#%
Ihnen  vielleicht  angenehm,  wenn  ich  Ihnen  die
Herrlich  leiten  unserer  (degend  zeige.  Wir  haben
Ororlichleiten  hier.  besandees  die  alie  Templ  erruine
druben  auf  dem  Berge  bieiet  beim  Seonunen#  niergang
  einen  geradein  ar:  oharligen  Auklick.

„ach  würde  hnen  sehr  danthar  sein.  Herr
Staamanwalt,  aber  gerade  dorthin  mochte  ich
nicht  gehen.  Man  eusit  so  unheimliche  Gejanchten
  von  der  Rume  und  ihrer  ungebung
und  sic  lackelt#e  verlegen  b„  ..

zu  hlauten,

wahr,  es  ist  dumm,  so  etwas
aler

Ich  dachte,  Sie  hätlen  leine  Cespensterfurcht.“


„Nein,  Gespensterfurcht  ist  es  eigentlich  nicht,
en  iii  ein  rigeniumlh#e:  *  Granen.  dar  mich  besalll.,
  kurz,  ich  mochte  beim  schridenden  Tageslulht
nicht  dort  oben  sein.“

„Dann  lonnen  wir  ja  soglvich  aufbrechen  und
unsern  Weg  dorlhin  lenlen,  daun  sind  wir  vor
Anbruch  der  Dunletheit  zurück  und  tönnen  sogar
noch  nach  Partenikein  fahren.“

„Sind  Sie  bewaisnet?“

Eine  seltsame  Frage  für  ein  Mädchen,  die
wieder  den  ganzen  Angwohn  Rechenhachs  erregte.
Und  doch  sagte  er  sich  von  neuem,  die  Frage  war
natüdlich.  Eine  furchtsame  junge  Dame  lonnte
ie  aus  dem  Gesubl  heraus  stellen,  sich  nur  der
Begleitung  eines  Manes  anzuvertrauen,.  der  auch

   

 

in  der  Lage  war,  sie  zu  verteid'gen.  Aber  die
narchistin  lonnte  sie  auch  stelten  mit  der  Absicht,
  zn  eriabren.  ob  er  ve  buidigany=  alig  sei.
co  ihr  Auschlag  die  Moglichtleit  de  Geligens
Iot,  ob  er  leicht  oder  schwer  auremuhren  sel.
Aber  wenn  er  jeyl  auswich  und  min  versuchte,
er  Sache  aui  den  Ginnd  zu  lommen,  so  verlor

z  war  e

ßter  wuderum  §5Kr  it.  Tmum  war
Nusslug  m  Deriha  zu  ½
enduch  einmat  Alre  erhiell.
ciner  anderen  Freage.  Klarben,
der  Einsamleit  des  Hochipeta#n-Klarheit,
  uber  das  muklicke  Verha
Bruder.
Zn  dicser  Abtcht  sante  er:
„Wenn  Sie  wünschen.  mein  anadiges  Fräulein,
können  wir  jent  unseren  Spanternang  antreicn.“
DHertha  stand  bercitwillig  auf.  wenn  auch
von  neuem  das  NRot  der  Verlegenheit  ihr  lieb.
liches  (esicht  überzitterte.  Sie  rrit  dann  jedoch
  ruhig  an  seiner  Seilt  din,  die  i##  die  letzten
Häufer  des  Qaminers  duter  sich  hatten  und  die
volle  Cinsamteit  des  Waldes  sie  umung.  Ta
blieb  sie  plenlich  stehen  und  ichaute  ihm  frei  und
ehrlich  in  die  Angen.
„Verwihen  Sic.  Herr
doch  lierer

„Wie

er  *r*  ensschr  *

damit
Elln  düch  ur

warum  sie  ihn  in

 
   

gnis

Staagtranwalt,  ich  möchte
wieder  umlehren.““

Sie  besehlen.“  antworteie  er  ziemlich
mißmurg.  denn  die  Unterhaltung  war  in  den
leöten  Angenblicken  von  den  düsteren  Gegenständen
abgesprungen  und  hatte  sich  freundlicheren  2  Dingen
zugewandt.  Rechenbach  halte  schon  gehofft,  daß
ces  ihm  gelingen  werde,  auch  dic  ihn  am  meisten
bewegende  Frage  zu  lösen,  ob  Herthas  Her  Fnoch
frei  sei.  CEs  handelte  sich  für  ihn  jetze  nicht  nur
um  eine  Liebe  auf  den  ersten  Blick,  denn  seit  dem

 

Augenblick,  da  sie  in  sein  Lrben  getreten  war,
ne  ihr  Bild  ihn  nicht  mehr  Veilissen-  In