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das nach den Hainthalern an die Scharffenberger gelangte, ward 1612 durch
Pfalzgraf Johann dem Endres Zennefelß neuerdings Landsassenfreiheit ertheilt.
Später erwarben es die Jesuiten. Die Oerlheimer (vom heutigen Erlheim)
saßen auf dem Roßstein; nach ibnen die Rornstetter und die Puntzinger.
Zwischen dem Roßstein und Ursensollen beherrscht auf der Anhöhe rechts
der Kastl-Amberger Straße Hohenkemnat die ganze Umgegend. Es wäre
schwierig, den verschiedenen Geschlechtern der Kemnater nachzuspüren; doch ist
von den hier seßhaften, die auch ihre Begräbniß da hatten, gewiß, daß noch
1630 Wolf Philipp die Burg seiner Ahnen bewohnte, die nach seinem Tode
auf der Gant durch die Haller erkauft wurde (1652). Südlich hievon an der
Kastler Landgerichtsgränze möge der später mit Hohenkemnat zu einem Patrimonialgerichte
vereinte Edelsitz Zandt, wovon sich die Freiherren Rummel
„von Zandt"“ schreiben, nicht mit dem gleichnamigen Orte (Landg. Kipfenberg),
noch mit der Gleißenthalischen Hofmark Zandt (Gerichts Kötzting), deren Besitzer
häufig urkundlich in unsere Oberpfalz hereinreichen, verwechselt werden.
Die nahe Hofmark Mendorferbuch, ehedem Puch geheißen und Stammort
der gleichnamigen Hohenburger Ministerialen, verdankt ihren heutigen Namen
den zu Ende des 14. Jahrhunderts hieher übergesiedelten Mendorfern.
Iweites Kapitel.
Das Landgericht Anerbach.
siteratur.
Neubig I., Auerbach, die ehem Kreis- u. Ldg.-Stadt S. 141 ff. — Honnmenta Honasterii HMichelfeld.
in der Ober-Pfalz. München, 1839. 8. Giel. —
v. Fink, Beitrag zur Geschichte des ehemaligen
Landgerichtes Auerbach in der Oberpfalz. Verd. d.
bist. Ver. d. Ober-Pfalz. Bd. VI. S. 253 ff. —
Oesterreicher, Besitzungen des vormaligen Fürstenthums
Bamberg in rem alten Herrgthum Batern,
Belden Auerbach u. Kemnat. Geoßs. Arch. Bo. U.
Mon. Boic. Vol. IIV. pag. 93 sqq. — Caspar Brusch,
Monasterlorum Germanicorum praecipunorum Cent. l.
Ingolstat, 155f. Fol. pag. 85. — Weigl, J. B.,
Abt Prechtl (von Michaelfeld), eine biographische
Skizze. Sulzbach, 1833. gr. S. — LKoiscopalss
Bambergensis IHustratus opers et studlo P. Aemiltanl
Uisermann 1801. T)p San-Blaslanls. pag. 317 s66.
Das im Jahre 1803 mit dem Landgerichte Eschenbach vereinte Landrichteramt
Auerbach (auf 5 Quadratmeilen 10,171 Seelen zählend) bestand
aus Gebieten der Aemter Thurndorf, Kirchenthumbach, Eschenbach und aus
den Kl. Michelfeldischen Vogteiämtern Ebersberg und Nasniz, welche wir
am geeigneten Orte in ihren alten Bestandtheilen besprechen werden; das
jetzige Landgericht Auerbach aber wurde am 16. Oktober 1841 aus 23 Gemeinden
des Landgerichts Eschenbach neu formirt, wozu (1857) noch zwei
Gemeinden des Landgerichtes Sulzbach gefügt wurden.))
Gleich Vilseck (S. 440) kam Auerbach, das König Heinrich (1008, 6. Juli)
dem neu gestifteten Bisthum Bamberg geschenkt hatte, als bischöfliche Vogtei
aus der Konradinischen Pfandschaft an Bayern und Herzog Ludwig erhielt
1) Zwei andere hinzugeschlagene fielen wieder weg.