1. Sophie Wieland, geb. Biberach 19. 10.
1768, verh. 18. 5. 1785 ınit dem Prof.
der Philosophie Dr. KarlLeonh.Reinhold
(erst in Jena, dann in Kiel),
dessen Enkel, der Geheime Justizrat
a. D. Dr. jur. Carl Reinhold, noch
86jährig in Weimar lebt. Sophie Wieland
starb in Kiel 1. 9. 1837.*)
2. Caroline Wieland, geb. Erfurt 11. 5.
1770, verh. 28. 9. 1788 mit Diakonus
Schorcht in Jena. Dieser starb 1793,
die Witwe am 14.5. 1851 und hinterliess
2 Töchter. a) Amalie — die
Ehefrau Il. Ehe des Geh. Regierungsrates
Dr. Gustav Emminghaus zu
Weimar; b) Wilhelmine Schorcht.
3. Dorothea Wieland, geb. Erfurt 9. 6.
1771, gest. Weimar 7. 3. 1779.
4. Amalie Wieland, geb. Weimar 14.
April 1773, verheiratet in erster Ehe
mit dem Pfarrer J. A. Liebeskind in
Ossmannstedt, in zweiter Ehe (1801)
mit dem Rendanten FriedrichErlerin
Eckersdorf (Schles.) Sie feierte 1851 die
goldene Hochzeit und starb 26. 2.1858.
Aus der ersten Ehe stammten 1 Sohn
und I Tochter, aus zweiter Ehe 4 Söhne,
zu letzterer Nachkommenschaft gehört
u.a. der Münchener Kunstmaler Fritz
Erler, welcher im Jahre 1906 die
Fresken im Konversationssaale des
neuen Kurhauses in Wiesbaden und
auch ein Porträt des Komponisten
Richard Strauss gemalt hat. (Vergl.
W estermanns Monatshefte Nr.10 1907).
5. Charlotte Wieland, geb. Weimar 21.3.
1776, gest. 29. 12. 1816. Sie war verheiratet
seit 18. 6. 1795 mit dem Buchhändler
und Buchdruckereibesitzer
Heinrich Gessner in Zürich. (Dieser
starb im Dezember 1813.) Die Nachkommen
leben in der Schweiz, zum
179 °—
7. Ludwig Wieland, Schriftsteller, geb.
Weimar 26. 10. 1777, gest. 12. 12.1819
als Redakteur in Jena, unverheiratet.
Lebte in Bern, Wien, Weimar und Jena;
des Dichters Sorgenkind.
8. Carl Friedrich Wieland, Grossherzogl.
Sächs. Rechnungsrat in Weimar, geb.
7.12. 1778 in Weimar, gest. daselbst
9. 6. 1856. Verheiratet mit Johanna
Friederike Wilhelmine Reyher, älteste
Tochter des akademischen Gerichtsdirektors
und Justizrats Dr. jur. Traugott
Reyher in Apolda und dessen
Ehefrau Friederike geb. Hammanın.
Er besuchte das Weimarische Gymnasium
bis zur Reife, wurde dann
Landwirt, um einmal das väterliche
Gut in Ossmannstedt zu übernehmen,
trat aber, als der Dichter Wieland sein
vorgenanntes Rittergut im Februar 1803
verkauft hatte, in den Grossherzogl.
Sächs. Finanzdienst und wurde Febr.
1817 Landschaftskassen-Revisor in
Weimar.
Von seinen 4 Kindern starb Luise
Friederike Caroline Wieland (geb. 4.
1. 1818) bereits im Jahre 1823, ein
Sohn Carl Gustav Martin Wieland
(geb. 13. 12. 1823) als Student in Heidelberg
imletztenSemesterseinesStudiums,
den 22.7.1847 und eine hoffnungsvolle
Tochter Bianca Sophie Amalie
Wieland (geb. 24. 10. 1828) in der
Blüte ihrer Jugend am 5. September
1845, dem Tauftage ihres Grossvaters.
Die zweite Tochter Caroline Wilhelmine
Wieland (geb. 20.2.1820) verheiratete
sich 14. 4. 1842 mit dem am
20. 12. 1811 in Buttstädt geb. Bürgermeister
und Amtsadvokaten Robert
Peucer,*) gest. Weimar 19. 3. 1888
*) Die Familie Peucer lässt sich lückenlos bis
Teil in Newyork und Valparaiso. auf den 1551 in Wittenberg geborenen Stadtphysikus
6. Carl Wieland, geb. Weimar 18.9.1774, | Caspar Peucer »den Jüngeren«, ältesten Sohn
gest. 5. 11. 1774. des Professors der Medizin Geheimrates Dr. Caspar
Peucer »des Aelteren« aus dessen Ehe mit Magda-*)
Ihr Gatte starb 10. 4. 1823 in den Osterferien. | lena Melanchthon, der jüngsten Tochter des
Ein gemeinsames Grabdenkmal deckt ihre und ihres | Reformators Philipp Melanchthon, zurückführen;
Mannes sterblichen Reste auf dem alten Friedhofe | der hochangesehenen Familie gehören namhafte
in Kiel. Juristen, Geistliche und Gelehrte an.