58
von der neuen einzigen Kontribution nicht exemt seyn
sollten. Doch zum Gluͤck von Spanien kam der ganze Plan
nicht zur Vollendung.
So viel man denn also auch von den Erleichterungen
und großen Steuer-Reformen spricht, die besonders unter
Karls III. Regierung, unter der gewiß auch viel für Spanien
geschah, endlich erfolgt sind, so blieb doch immer noch bis
4785 durch die sichersten Berechnungen klar, daß allein die
Steuer der Provinzial-Renten, z. B. in Segovia,
alle Handarbeit um 36 Procente und den rohen Stoff um 18
Procente theurer machen mußte. 7) Auf allen spanischen Fabrikaten
lag also eine Last von 27 Procenten; denn im Durchschnitte
genommen macht bei den Fabrikaten eine Hälfte des
Meises die Handarbeit aus, und die andere Hälste der gebrauchte
rohe Stoff.
Diese Summe an sich mußte schon außerordentlich drückend
seyn, allein noch weit drückender waren manche, höchst wichtige
innere Einrichtungen dieser Steuern. Sie schienen zum
völligen Ruine des armen, zum Ruine des minder wohlhabenden
Mannes recht ausgesonnen zu seyn, indeß sich der
Reiche leicht herauszog. Offenbar war's so mit der Alcavalo,
oder mit den vierzehn Procenten von Allem, was gekauft und
verkauft wurde.
Diese vierzehn Procente mußten so oft erlegt werden, so
oft auch eine und ebendieselbe Waare aus der Hand
eines Besitzers in die Hand eines andern überging. Nun
kauft der Reiche Alles mehr aus der ersten Hand; er erhält
also Alles weit minder beschwert. Er zahlt hoͤchstens einmal
jene vierzehn Procente, und sehr oft selbst nicht einmal.
*) Gallard sagt von Spanien, 1.c. p. 252:
CQuanlos inselices habia duc no probaban en tocdo el anno
la carne, por non poder sulrir su coste?