Contents : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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von  der  neuen  einzigen  Kontribution  nicht  exemt  seyn
sollten.  Doch  zum  Gluͤck  von  Spanien  kam  der  ganze  Plan
nicht  zur  Vollendung.

So  viel  man  denn  also  auch  von  den  Erleichterungen
und  großen  Steuer-Reformen  spricht,  die  besonders  unter
Karls  III.  Regierung,  unter  der  gewiß  auch  viel  für  Spanien
geschah,  endlich  erfolgt  sind,  so  blieb  doch  immer  noch  bis
4785  durch  die  sichersten  Berechnungen  klar,  daß  allein  die
Steuer  der  Provinzial-Renten,  z.  B.  in  Segovia,
alle  Handarbeit  um  36  Procente  und  den  rohen  Stoff  um  18
Procente  theurer  machen  mußte.  7)  Auf  allen  spanischen  Fabrikaten
  lag  also  eine  Last  von  27  Procenten;  denn  im  Durchschnitte
  genommen  macht  bei  den  Fabrikaten  eine  Hälfte  des
Meises  die  Handarbeit  aus,  und  die  andere  Hälste  der  gebrauchte
  rohe  Stoff.

Diese  Summe  an  sich  mußte  schon  außerordentlich  drückend
seyn,  allein  noch  weit  drückender  waren  manche,  höchst  wichtige
  innere  Einrichtungen  dieser  Steuern.  Sie  schienen  zum
völligen  Ruine  des  armen,  zum  Ruine  des  minder  wohlhabenden
  Mannes  recht  ausgesonnen  zu  seyn,  indeß  sich  der
Reiche  leicht  herauszog.  Offenbar  war's  so  mit  der  Alcavalo,
oder  mit  den  vierzehn  Procenten  von  Allem,  was  gekauft  und
verkauft  wurde.

Diese  vierzehn  Procente  mußten  so  oft  erlegt  werden,  so
oft  auch  eine  und  ebendieselbe  Waare  aus  der  Hand
eines  Besitzers  in  die  Hand  eines  andern  überging.  Nun
kauft  der  Reiche  Alles  mehr  aus  der  ersten  Hand;  er  erhält
also  Alles  weit  minder  beschwert.  Er  zahlt  hoͤchstens  einmal
jene  vierzehn  Procente,  und  sehr  oft  selbst  nicht  einmal.

*)  Gallard  sagt  von  Spanien,  1.c.  p.  252:

CQuanlos  inselices  habia  duc  no  probaban  en  tocdo  el  anno
la  carne,  por  non  poder  sulrir  su  coste?