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letzteres hätte in dem Sinne aufgefaßt werden können. daß England die volle
Vernichtung Deutschlands wünsche und Rußland und die anderen Verbündeten
im Schlepptau nach sich ziehe.
Darum gibt die Regierung von Großbritannien durch ihren Botschafter in
Madrid folgende Antwort: »Die Regierung Seiner Majestät wäre bereit, eine
Mitteilung zu erhalten, die die Regierung von Deutschland ihr bezüglich des
Friedens zu machen wünschen würde; sie würde diese Mitteilung zum Gegenstand
einer Beratung mit ihren Verbündeten machen. Dies wäre wörtlich zu
übermitteln.e Angesichts der dringenden Notwendigkeit die äußerste, allergrößte
Vorsicht in den Beziehungen zu unserem Feinde zu beobachten, der vor
keinerlei gewissenlosen Verdrehungen der Worte und Grundsätze Halt macht.
ist der Antwort Englands eine besonders kurze Fassung verliehen worden. Bei
der Beratung über diese Antwort in der heutigen Versammlung der Botschafter
hei Balfour kamen wir einstimmig zum Entschluß, daß Deutschlands Ziel - - das
ganze Manöver schreiben wir Kühlmann zu — darin besteht, die Verbündeten
zu einer Beratung über Friedensbedingungen mit Deutschland zu verleiten.
Der gegenwärtige Versuch Deutschlands bestätigt meine im Telegranım vom
7.120. 9, Nr. 761. geäußerten Befürchtungen. Wir stellten fest. daß man
Deutschland erklären müsse: wenn durch die gegenwärtige kurze Mitteilung
die Angelegenheit in Fluß kommen sollte, dal3 wir cine genaue Angabe seiner
Kriegsziele erwarten, und daß wir in keinem Fall auf Separatverhandlungen
eines unserer Verbündeten mit Deutschland eingehen werden, desgleichen auch
nicht auf Kollektivverhandlungen, ehe wir entschieden haben, ob die gesamten
Kriegsziele Deutschlands für uns annehmbar sind. Einstimmig wurde festgestellt,
daß jetzt, mehr als je, eine volle Eintracht unter den Verbündeten nötir
sei. Deutschland wandte sich zweifellos aus dem Grunde an Eingland, weil
Eugland gegenwärtig unstreitig die vorherrschende Stellung im Bündnis einnimmt.
Unter dem Eindruck des von England kürzlich in Mesopotamien
errungenen Sieges und der großen Erfulge an der Westiront hat sich in der
Stimmung der Armee und des Landes zweifellos ein großer Umschwung
zugunsten der Überzeugung vom Eudsieg vollzogen. Alle
Aussagen weisen im Gegenteil darauf hin, daB der Geist der deutschen
Truppen entsprechend gesunken ist. Während der Diskussion äußerte ich die
Überzeugung, daß Rußland gemeinsam mit den Verbündeten den oben dargelegten
Standpunkt vertreten wird, d.h. daß vor Eintritt in irgendwelche Verhandlungen
mit Deutschland. wir in Kenntnis gesetzt werden müssen, was es
anstrebe, und daß wir danach unter uns in Erwägung darüber einzutreten haben,
ob Deutschlands Ziele eine für uns annehmbare Grundlage der Verhandlungen
bilden. Da dieser Schritt Deutschlauds und unsere bierdurch bervorgernfene
Beratung ein großes Geheimnis darstellen, erklärte ich Balfour währen« der
Sitzung, daß ich meiner an Sie gerichteten Mitteilung einen besonders vertraulichen
Charakter verleihen werde, und daß unsere Regierung bei den außerordentlich
schwierigen Verhältnissen des gegenwärtigen Augenhlicks ohne
Zweifel doch wohl begreifen werde, wieweit eine Bekanntgabe dieses Geheim-