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Wetter durchwogte ein buntes Leben die Elyfsäischen Felder. Die in Paris einquartlerten Mannschaften wandelten
in ihren verschiedenartigen Unisormen umher, auf den breiten Fahrstraßen rollten die Wagen unserer Generale —
auch der deutsche Kronprinz kam herein — und sprengten Offiziere hoch zu Roß; zahlreiche patrouillierende Reiter,
unter denen die schmucken bayerischen Ulanen mit ihren blauweißen Füähnchen die besondere Aufmerksamteit der
Frangosen erregten, durchzogen die Straßen. Dazwischen drängten sich in geschlossenen Trupps die Garden, die noch
rasch nach Paris geführt wurden, weil sie des Friedensschlusses wegen nicht mehr am folgenden Morgen einziehen
konnten. Ohne Gewehr, den Helm mit Grün geschmückt, zogen sie unter hellem Gesang einher. Auch
die Pariser Bevölkerung stellte ihren reichlichen Anteil zu
dem Gewühle. Männer wie Frauen kamen in Menge,
ihre Besieger zu sehen; sie wunderten sich über die von
der langen Kriegsarbeit verschlissenen Unisormen und die
Straffheit ihrer Träger. Wirtschaften thaten sich in genügender
Zahl auf, so daß nach langer Entbehrung ein
frohes Mahl eingenommen werden konnte. Auch Läden
wurden geöffnet.
Vergnügt betrachteten die Deutschen die herrlichen
Bauten, die sie umgaben. Deutscher Sinnesart machten
die Statuen auf dem Konkordienplatze einen grotesk-komischen
Eindruck. Die Bilder der Städte, welche die Deutschen eingenommen
und besetzt hatten, trugen schwarze Flöre um
das Angesicht. Die Statue von Straßburg verschwand fast
Der Einzug in Haris.
unter Trauerkränzen; Fahnen in den französischen Farben, Gedichte, Inschriften traurigen oder rachgierigen Inhalts
bedeckten sie. Am Abend durchhallte als großartiger Schluß ein Zapfenstreich aller Mufikchöre den weiten Raum.
Am Morgen des 3. März wurde der Rückmarsch angetreten. Der Triumphbogen war während der Belagerung
verbarrikadiert und mit Gräben umzogen worden, die Reliefs schützten Bretterverschläge gegen die
Granaten. Schon am ersten Tage hatten einzelne Reiter die Hindernisse nicht geachtet und waren über sie hinweggesprengt;
nachher machte man den Weg frei. So zogen jetzt die deutschen Sieger mit klingendem Spiel und
fliegenden Fahnen durch dieses französischen Siegen gewidmete Ehrendenkmal. „A Berlin!" hatten die Pariser