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nöthigen Abzeichen während des Gefechtes ab. Jeder Mann,
ohne Unterschied auf Namen und Stellung, wird, insofern er
sich auf dem Schlachtfelde auszeichnet, sofort avanciren. Sämmtliche
Musikbanden haben hinter der Front geeignete Stellungen
einzunehmen und uns zu dem Waffentanze unsere alten Helden-Märsche
aufzuspielen. Der Feind prahlt seit langer Zeit mit
seinem schnelleren Kleingewehrfeuer; aber, Leute, ich denke, das
soll ihm wenig Nutzen bringen; wir werden ihm wahrscheinlich
keine Zeit lassen, sondern ihm ungesäumt mit dem Bajonnet
und Kolben auf den Leib gehen. — Sobald mit
Gottes Hilfe der Gegner geschlagen und zum Rückzuge gezwungen
sein wird, werden wir ihn auf dem Fuße verfolgen
und Ihr werdet in Feindes Land Euch ausrasten und
diejenigen Erholungen inreichlichstem Moße in Anspruch
nehmen, die sich eine siegreiche, heldenmüthige
Armee mit vollstem Rechte verdient haben wirdl!“
(gez.) Benedek.
In Nordböhmen, an den südlichen Ausläufern der sächsischen
Schweiz und des Erzgebirges, zwischen Aussig und Teplitz, mit
der Festung Leitmeritz als Stützpunkt in Hinterhalt, hatte das
über Bodenbach und Altenberg abgezogene sächsische Heer vorläufig
Posto gefaßt, setzte aber bald seinen Rückzug weiter südlich
fort und schloß sich hier am 21. und 22. Juni bei Pardubitz
den Oesterreichern an. Führer desselben war der Kronprinz
Albert, dem der General von Fabrice als militärischer Rathgeber
zur Seite stand. Im westlichen Böhmen erwartete man
dem Anscheine nach ein bayerisches Hülfskorps, welches jedoch
nicht eintraf. Im Osten hatten sich einzelne österreichische Truppentheile
an den Pässen des Riesengebirges aufgestellt. Das
Hauptquartier Benedeks war Pardubitz, der Knotenpunkt zweier
Eisenbahnen.
Benedek hatte Milte Juni nicht weniger als 7 Armeecorps
unter seinem Befehle vereinigt; diese waren vertheilt auf das
Ostheer, welches zwischen Teschen und Krakau stand und damals