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Durch die Kälte gefrieren auch die Dünste in der Luft
und fallen als Schnee herab. Er fliegt herunter, als wenn
jemand im Himmel sein Bett machte und dabei viele Federn
verlöre. Die Schneeflocken sind die Federn für das Bett der
Erde. Sie schläft darin mit allen ihren Blumenkindern. Nun
sind sie vor Kälte geschützt. Der Winter hat auch seine
Freuden. Die Kinder suchen auf der Eisbahn ihre Lust, und
Schneebälle fliegen hin und her. Auch fällt in diese Jahreszeit
das schöne Weihnachtsfest, auf das sich alle Kinder herzlich
freuen.
Hessisches Lesebuch.
Der Sang verstummt, die Art erschallt,
das Schneefeld glänzt, das Waldhorn schallt,
der Schlittschuh eilt, der Schneeball fliegt,
die Flut erstarrt, der Winter siegt.
August Hoffmann von Fallersleben.
105. Was der Winter alles kann.
Der Winter ist gar geschickt. Die Dächer streicht er weiß
an, und dem Schornstein setzt er eine weiße Kappe auf. An die
Dachrinne heftet er Vorhänge aus zackigen Spitzen. Die Mauern
überzieht er mit glänzenden Tapeten. Uber Nacht bemalt er die
Fenster mit den schönsten Blumen. Bäume und Sträucher verzuckert
er. Auf die Straße legt er einen weichen Teppich. Den
Feldern webt er eine dichte Decke. Ohne Leim leimt er Stein und
Bein zusammen. Uber Flüsse und Teiche baut er feste Brücken in
einer einzigen Nacht. Den Kindern auf der Straße aber malt er
Wangen und Nasen rot an.
Friedrich Göbelbecker.
106. Der Blumen Schlaf.
Wo sind all die Blumen hind
Schlafen in der Erde drin,
weich vom Schneebettchen zugedeckt,
stille nur, daß sie niemand weckt!