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treten, an die Moͤglichkeit einer Eierstocks= oder Mutterröhren-Schwangerschaft
denken und auf die schleunige Herbeirufung eines
Arztes dringen; vollends, wenn zu den Schmerzen sich die Zeichen
einer inneren Blutung gesellen. Um die Blutung möglichst zu mäßigen,
ordne sie vorläufig eine vollkommen ruhige Lage an, bedecke
den Unterleib mit eiskalten Umschlägen, oder einer mit
Eisstückchen gefüllten Blase und mache bei großer Schwäche von
den im §. 169. genannten Belebungsmitteln Gebrauch.
S. 202.
Aeußerst selten erweist sich der vom Eierstocke oder der Mutterröhre
gebildete Fruchtsack hinreichend ausdehnungsfähig, um ein weiteres
Wachsthum des Eies zu gestatten, wie es bei der Bauchhöhlen-Schwangerschaft
die Regel ist. Bei dieser liegt die Frucht
mit ihrer Umhüllung Anfangs gewöhnlich im kleinen Becken
hinter der Gebärmutter, die dadurch nach vorn in die Höhe gedrängt
wird. Es entstehen alsdann dieselben Beschwerden, wie bei
einer Zurückbeugung der schwangeren Gebärmutter, von der dieser
Zustand hauptsächlich nur durch den Nachweis des Gebärmutteergrundes
über den Schambeinen bei der dußeren Untersuchung sich unterscheiden
läßt (s. o. §. 150.). Auch für die Erkenntniß der Bauchhöhlen-Schwangerschaft
in den späteren Monaten, wenn die Frucht
sich schon größtentheils obkrhalb des kleinen Beckens befindet, und
die äußerlich fühlbaren Kindestheile und Bewegungen, so wie der
hörbare Herzschlag des Kindes an dem Borhandensein einer Schwangerschaft
nicht mehr zweifeln lassen, bleibt es das wichtigste Zeichen,
wenn man vor dem Kinde, etwa in Handhöhe über dem einen
oder dem anderen Schambeinaste, den Grund der leeren Gebärmutter
fühlt und bei gleichzeitiger innerer Untersuchung sie in dieser
Lage zwischen beide Hände nehmen und bewegen kann.
8. 203.
Bisweilen entwickelt sich die Frucht in der Bauchhöhle bis zu
ihrer völligen Reise, ohne daß das Befinden der Frau wesentlich
gestört wird. Am Ende der Schwangerschaft stellen sich Wehen ein,
welche aber die Geburt nicht fördern. Die Hebamme findet den