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seinem eigenen Herzoge mißfiel, daß er mit Platen und
Grote in einen Bund trat, dessen ruhmvollste Fruͤchte doch
die Hannöverschen Minister genossen, daß er unbekümmert
um die kleinen Erschütterungen, die sein eigenes Ansehen in
Zelle zu leiden schien, zu Wien thätigst mitwirken half.
Georg Wilhelm ward endlich völlig gewonnen, aber unter
den geneigresten Minisiern des Kaisers, selbst da Stratmann
zu begreifen anfieng, Königsegg milder sprach, blieb
immer noch der sonderbarsie Zwist, wie ein Churfürst gemacht
werden müsse, ob des Kaisers Machtvollkommenheit
doch wohl auch allein kräftig genug sey? ob die Churfürsten
gefragt werden müßten? ob man auch Einwilligung der
Fuͤrsten vorläufig noch suchen solle? Der kaiserliche geheime
Rath Fürst von Salm vertheidigte die Rechte der Fürsten.
Selbst Leopolds Schwager, Churfürst Johann Wilhelm von
Pfalz, sprach unpartheiisch für dieselbe. Stratmann wollte
nichts von Fürsten, nichts von Churfürsten hdren; des Kaisers
Recht, zu neuen Würden zu erheben, sey uneingeschränkt;
wenn es einst zur wirklichen Einführung in das Churcollegium
komme, mbchte man allein noch die Churfürsten fragen
*).
Man sprach zu Augsburg bei der Wahl des Rdmischen
Koͤnigs Joseph von dem neuen Hanndverschen Gesuche. Doch
kaum ward nur historisch gesprochen. Man erzählte und
hörte; man zweifelte und vermuthete, und niemand wollte
glauben, daß Ernsi August und Georg Ludwig wirklich abschworen,
daß dic längst angewandten Proselptenversuche in
*) Nach Pulendorl I. c. p. 230. ist es indeß gerade Stratmann,
der da meinte, die Sache müßte vor die Stände gebracht
werden.
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