und ähnliche Ziele der größeren Idee vom
Gesinnungs= und Geslttungselnhelt ist Derzicht geleistet
und die kathollsche Kirche und Geistlichkelt wie das Zentrum
nur als politische, diplomatische Größe gewertet. Das
entsprach freilich dem Stande des inneren Lebens und der
Selbsterfassung der Nation, wie denn Bismarck mit Recht
bemerkt 70); „ich habe außerdei gefunden, daß eine solche
Reform, die in das geistige Gebiet übertrat, nur durchzuführen
ist, wenn sie durch die öffentliche Meinung der
Mehrheit der Nation mit zwingender Gewalt getragen
wird. Das war nicht der Jall.“ Der große Kugenblick
hat eben eine kleine, in materiellem Behagen aufgehende
Nation gefunden.
Es wird unsereinem schwer, die Derhandlungen mit
der Kurie unbefangen zu würdigen. In dem ersten Erlaß
an den Botschafter in Wien 77) vom 20. April 1880 zeigt
sich der Wunsch, das Zentrum durch päpstlichen Einfluß
von der polnischen und welfischen Fronde getrennt und
zum Nampf gegen den Sozialismus aufgeboten zu sehen,
ebenso stark als das Mitgefühl mit den von ihren Geistlichen
und Seelsorgern verlassenen katholischen Mitbürgern; die
Sistierung der polizeilichen und gerichtlichen Derfolgungen,
die herbeiführung einer friedliebenden Hraxis erscheint
abhängig von der Zuflösung des unnatürlichen Bundes
des katholischen Adels und der priester mit den Sozialisten.
Don da an benützt der gewalttätige Staatsmann den knechtenden
Einfluß der Kurie auf die von ihren Dienern geleitete
Partei auch in völlig weltlichen Angelegenheiten. Wiederum
begegnet die Erklärung 7) „Dem kirchlichen Bedürfris