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Prinzipien herumzureiten verstehen. Die ganz natürliche und un—
ausbleibliche Folge solchen Zustandes ist die Bildung einer Schule
der Korruption, aus der Zöglinge hervorgehen, welche alles Das
für Gerechtigkeit ausgeben, was durch die augenblickliche Gewalt
und Macht zu decken ist. Wehe dem Rechtsstaate, dessen Schiff
in ein solches Fahrwasser gerathen ist! Uoch mehr Wehe aber
denjenigen Bürgern eines solchen Staates, welche mit irgend einem
der Machthaber des Rechtes wegen in Konflikt oder Meinungs—
verschiedenheit gerathemn: die müssen die herrschende „Gerechtigkeit“
bis zur Neige auskosten, damit sie für alle Seit kurirt sind und
nie mehr wider den Stachel löcken können! „Stirb, damit ich
leben kann,“ ist das ewige Gesetz der Natur, — man überträgt
es immer mehr auf das TLeben der einzelnen Menschen, ohne zu
bedenken, daß die Natur in erster Linie schafft und erhält, aber
nirgend das Drinzip hat, leiden und vorzeitig sterben zu
lassen, wie es die Menschheit untereinander durch Einrichtungen
und eigene Gesetze bezweckt, bezw. nicht zu verhindern trachtet,
welch letzteres doch allein naturgemäß und infolgedessen vernünftig
wäre. Tlaturgemäß und vernünftig soll auch jedes
Staatswesen — eine Dereinigung von Geschöpfen der Natur —
sein, es verstößt deshalb gegen die Lebensbedingungen und Grundlagen
eines solchen, wenn das Hrinzip der Gerechtigkeit als oberster
Grundsatz aufgestellt, aber den Mitgliedern des Staatswesens die
Mõglichkeit genommen wird, unbeschränkten Gebrauch davon zu
machen.
Wie es in dieser Zeziehung seit längerer Seit bestellt ist,
dazu soll der Inhalt dieses Zuches einen Kommentar liefern.
Bemerkt sei, daß es sich bei der Deröffentlichung durchweg um
aktenmäßiges Material handelt, dessen Originale im Besitz der
leidenden Derson sind. Bedenkt man, daß Derjenige, der diesen
„Kampf um die Gerechtigkeit“ — wie man es nennen kann —
volle fünf Jahre geführt hat, ein Mann in der Vollkraft des Lebens,