Staat und Schule. 257
Die Entstehung und Entwicklung der gewerblichen Fortbildungsschulen
in Württemberg, 1873.
Pfaff, Versuch einer Geschichte des gelehrten Unterrichtswesens in Württemberg
in älteren Zeiten, 1842; Bäumlein, Die niederen evangelischen Seminarien
Württembergs in — Schwaben, wie es war und ist, herausgegeben von Ludwig
Bauer, 1842 S. 107 ff.; K. A. Schmid, Das höhere Schulwesen in Württemberg
(Mittelschulen, Sekundarschulen) in der Pädagog. Encyklopädie X S. 528 ff.
Camerer, Beiträge zur Geschichte des Stuttgarter Gymnasiums, 1834;
Ott, Festrede zur Feier des 50jährigen Jubiläums des Gymnasiums Ehingen, 1875.
Sodann folgende Schulprogramme mit Nachrichten über die Geschichte der betreffenden
Anstalten:
Gymnasium in Stuttgart 1838 (Klumpp), 1864, 1867 und 1868 (Holzer),
1877 und 1879 (Lamparter), 1881 (Oesterlen);
Karlsgymnasium in Stuttgart, 1881 (Planck);
Seminar in Urach, 1846 (Köstlin) und 1870 (Widmann);
Seminar in Maulbronn, 1859 (Bäumlein);
Seminar in Blaubeuren, 1861 (Sigwart);
Gymnasium in Ehingen, 1835 und 1858 (Oswald);
Gymnasium und Realschule in Ellwangen, 1861 und 1862 (Leonhard)
Gymnasium in Hall, 1878;
Karlsgymnasium in Heilbronn, 1858 und 1863 (Finckh);
Gymnasium in Ulm, 1858 und 1863 (Kapff).
K. H. Stirm, Dr. th., Das Volksschulwesen in Württemberg, Sonderabdruck
aus der Pädagogischen Encyklopädie, 1873;
Denkschrift zur Eröffnung des evangelischen Schullehrerseminars in Nagold
1881; darin: Die evangelischen Staatsschullehrerseminare Württembergs nach ihrer
geschichtlichen Entwicklung und ihrem derzeitigen Bestande. In amtlichem Auftrage
dargestellt von Seminarrektor G. F. Pfisterer.
K. Wolff, Denkschrift zu der 50jährigen Jubelfeier des Catharinenstifts in
Stuttgart, 1868.
1. Geschichte.
Auf dem Gebiete des Schulwesens bethätigte sich die staatliche Fürsorge
in Württemberg zuerst, hier aber gleich in hervorragender Weise,
durch die Gründung der Universität Tübingen. Der hochsinnige Graf
Eberhard im Bart war es, der mit Beirath seiner Mutter Mechtild, einer
pfälzischen Fürstin, im Oktober 1477 zu Tübingen eine hohe gemein Schul
und Universität eröffnete, in der edlen Absicht: „zu graben den Brunnen
des Lebens, daraus von allen Enden der Welt unversieglich geschöpft möge
werden tröstliche und heilsame Weisheit zu Erlöschung des verderblichen
Feuers menschlicher Unvernunft und Blindheit.“ Ein untheilbarer Körper,
mit dem Rektor als Haupt und dem Senat oder summum consilium zu
Berathung der gemeinsamen Angelegenheiten an der Spitze, bestand die
Universität aus 4 Fakultäten: der theologischen, der juridischen, der medizinischen
und der im Anfang den andern nicht völlig gleichberechtigten
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