I. Abth. S. 29. Mafferpoligei, 295
Nad) der M.-E. vom 25. uni 1864 Bıff. 4 find Eol-
leftengelder, welche von Gemeinden der PBoft übergeben wer-
den, portofrei. 9
8. 29,
Walerpolizei.
szür Handhabung der Wafjerpolizei find insbejondere die
Beitimmungen des Gefeges vom 28. Mai 1862 über den Ufer-
Thuß, jowie die Beitimmung des Gejetes vom nämlichen Tage
über Benütung des Wafjers*) maßgebend ; die hauptjächlich
hieher gehörigen derjelben find nacdjjtehende:
a) Uferihuß:
a allen Uferfhuß-, Damm- und Teichbauten, welche
von Gemeinden, Privaten oder Genofjenfchaften ausgeführt
werden wollen, ijt die vorausgehende diftriftSpolizeiliche Ge-
nehmigung erforderlich (Art. 20).
An Flüffen, welche der Schiff» und Floßfahrt dienen,
bildet der Ufertchuß in der Negel eine Kreislaft, an fonftigen
fließenden Gewälfern aber eine Laft der Cigenthümer der be-
drohten Grundftüde, Gebäude, Triebwerfe oder Anlagen,
wenn nicht durch privatrechtliche Verhältniffe oder Herfommen
eine bejondere Verpflichtung bejteht (rt. 1 und 2).
Der Schu von Anlagen oder Gebäuden, weldye einem
Triebwerfe oder einer Be- oder Entwäfjerungsanftalt dienen,
liegt dem Eigenthümer derjelben ob, der Schub von Straßen
oder Eijenbahnen, welche fi) an einem Ufer hinziehen, dem,
welchen die Unterhaltung verjelben zufommt (Art. 7 und 6).
Auf Uferfchugbauten findet in der Negel da Gefeh vom
17. November 1837, die BYmwangsabtretung von Grundeigen-
tum zu Öffentlichen Zweden betr., Unmwendung.
Bereinigen fih mehr als drei Grundeigenthümer behufs
gemeinjchaftlicher Ausführung des Uferichußes zu einer Schuß-
genoffenichaft, jo müfjen fich die dazwilchen liegenden Ufer-
eigenthümer Die Herjtellung der nöthigen Borrichtungen an
ihren Ufern auf Koften der Genofjenjchaft gefallen Lafjen.
Die Bildung folder Genofjenichaften beftimmt fi) nad)
Art. 15 und 16 des Gefehes.
slußeorrectionen, jowie ale Vorrichtungen und Arbeiten,
welche in öffentlichen Tlüffen zur Beförderung der Scdiff-
oder Floßfahrt und zur Bejeitigung der Hindernifje derjelben
*) Bayerns Gel. u. Gel.-B. Bd. II. ©. 86 und 50.
Stadelmann, Hdb. für Tandgemeindevermwaltg. 5. Aufl. 15