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weil. Leure, daran Anstoß nehmen? Nur schweigen soll man,
aber nicht das Recht des Pabstes, Koͤnige und Fürsten zu
emsetzen, widerlegen?
Freilich bemerkten dagegen die Jesuiten, daß man doch
noch kein Beispiel habe, daß ein König oder Fürst von einem
Jesuiten ermorder worden sey: allein Bellar min, in einer
zu Rom und also unter der höchsten Ordensaufsicht gedruckten
Schrift 5), gibt darüber (c. 7) folgenden Aufschluß:
„Es ist keine Sache für die Mdnche oder andere Geistliche,
zu morden .. noch weniger ist es für sie, Könige meuchelmörderischer
Weise umzubringen. Auch die Päbste pflegen
es nicht auf diese Weise zu halten. Erst geben
sie nur väterliche Verweise, alsdann ercommuniciren sie, endlich
entbinden sie die Unterthanen vom Eid der Treue, und
entsetzen also den König nach Befinden seiner Würde und Ansehen.
Die Execution aber gehört für andere.“.
So ists denn sreilich begreiflich, wie der Jesuit Mariana
“s) vom Dominikaner Jak. Clement, dem Moͤrder
Königs Heinrich III. von Frankreich drucken lassen
konnte: Sic Clemens perüt æternum Gallise decus, ut plorisque
visum est, viginti quatuor natus annos, simplici juvenis
ingenio nequc robusto corpore, sed major vis vires
et animum consirmahat.
Und bald nachher setzt er noch hinzu: „Ach! es stände
gut um die Menschheit, wenn sich viele der mannhaften Seelen
sänden, die gerne Wohl und Leben aufgeben, um nur ihr Vav)
Traclatus de potestate summi pontilicis in rebus temporalibus
adversus G. Borclajum, Romac 1610.
#) In s. Werke: De Rege et Regis institutione — 1598.