Full text : Dokumente aus den russischen Geheimarchiven.

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dieses  aus  folgenden  drei  Hauptpunkten:  Hebung  der  Kampffähigkeit  des
Heeres,  Aufrechterhaltung  der  elementaren  Ordnung  im  Lande,  Bekämpfung
der  wirtschaftlichen  Zerrüttung.  Gestern  hat  ein  allgemeiner  Eisenbahnerstreik
begonnen.  Gegen  ihn  werden  Maßnahmen  getroffen,  und  zwar  zum  Teil  durch
die  Befriedigung  der  Forderungen  der  Eisenbahner,  zum  Teil  durch  Repressivmaßnahnıen.
  Der  Streik  ist  wohl  kaum  imstande,  größere  Ausdehnung  zu
gewinnen.  da  er  nicht  auf  Zustimmung  stößt.  Auf  die  Front  erstreckt  er
sich  nicht.
Terestschenko.
(Iawestija  vom  23.  November  1917.)

Geheimtelegramm  des  Ministers  des  Auswärtigen  an
die  Vertreter  in  Paris,  London,  Rom,  Washington,
Tokio  und  Stockholm.

Petersburg,  den  22.  Oktober  1917.  Nr.  4636.

Gestern  ist  das  Vorparlament  eröffnet  worden.  Die  erste  Sitzung  verlief
sehr  farblos  bis  auf  den  Skandal,  den  die  Bolschewiki  veranstaltet  haben,  indem
sie  die  Sitzung  mit  der  Erklärung  verließen,  daß  sie  an  einer  solchen  Versamnılung
  nicht  teilnehmen  wollen.  Es  hat  sich  herausgestellt,  daß  die  Vertreter
der  wichtsozialistischen  Gruppen  zusammen  mit  den  gemäßigten  Sozialisten,
den  Menschewiki  und  Sozialrevolutionären  eine  gewaltige  Mehrheit  bilden,  die
imstande  sein  wird,  die  Regierung  zu  stützen.  Die  Bolschewiki  bereiten  sich
zu  dem  am  12.  November  bevorstehenden  Kongreß  der  Arbeiter-  und  Soldatenräte
  vor,  auf  dem  sie,  wie  sie  sicher  annehmen,  die  Mehrheit  haben  werden.
‘Ein  sehr  lebhafter  Feldzug  wird  augenblicklich  in  «demokratischen  Kreisen  in
der  Frage  der  Pariser  Konferenz  geführt.  Nichtsdestoweniger  muß  betont
werden,  daß  in  der  Friedensfrage  sogar  unter  den  linken  Parteien  keine  Einmütigkeit
  herrscht.  So  stößt  zum  Beispiel  der  Auftrag,  den  der  Zentralexekutivausschuß
  des  Arbeiter-  und  Soldatenrates  Skobelew  erteilt  hat,  unter
den  Sozialisten  selbst  auf  scharfe  Kritik.  Gegen  die  Kandidatur  Skobelews
treten  mit  scharfen  Artikeln  die  »Nowaja  Shisne  und  der  bolschewistische
»Rabotschi  Putj«  auf.  Gleichzeitig  muß  der  eigenartige  Patriotismus  und  sogar
der  kriegerische  Geist  betont  werden,  den  augenblicklich  einige  der  äußersten
linken  Elemente  an  den  Tag  legen.  Diese  Stimmung  ist  haupt
sächlich  eine  Folge  der  Überzeugung,  daß,  wenn  wir
das  den  Sozialisten  wünschenswerte  Programm  des
demokratischen  Friedens  vorschlagen  sollten,  die
deutschen  Imperialisten  es  vielleicht  nicht  Annehmen
  und  wir  danu  genötigt  sein  werden,  schon
um  unserer  Verteidigung  willen  weiter  zu  kämpfen.
Dieser  Gedanke,  der  in  der  Presse  der  äußersten  Linken  unklar  ausgesprochen
wird,  hat  in  der  letzten  Zeit  uuter  den  Matrosen  Widerhall  gefunden.  Letztere