Full text: Verfassung und Verwaltungsorganisation der Städte Königreich Sachsen (Vierter Band Erstes Heft)

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Heinze. 
  
  
  
  
  
  
Einwohnerzahl nach der 
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Einverleibter Ort Tag der Einverleibung din he Zählung vor Personen= 
der Einver= zählung vom 
leibung I. März 1903 
Gemeinde Trachenberge 1. Juli 1897 115, 68 1422 2288 
König-Albert-VPark . . . .. 1. August 1899 117,54 8 — 
Gemeinde Gruna. . . . .. 1. April 1901 176,56 ½ 594 4485 
» Näcknitz..... 1. Juli 1802 63,34 478 456 
» Seidnitz..... 1.,, » 284,07 2 299 2 908 
„ Sschertnitz 1.,, » 73,87 310 306 
„ Plaun 1. Jannar 1903 206,91 12 185 12 252 
„ Löbta J. „ „ 204,651 33447 34 955 
„ Naußlitz 1. „ » 128,48 4161 4378 
„ Wölfnitz 1. „ „ 60,00 710 710 
„ Cota 1. „ „ 160,79 12522 13 036 
„ Ubigaan 1.,, ,, 9-J,03 1786 1881 
» Mickten..... 1. » » 185,09 4 721 5258. 
„ Kadiz 1. „ „ 495,28 3 780 4.178 
„ Trachau . . . . . 1. „ „ 196,55 4520 5 416 
Die Eingemeindungen sind, nachdem sich die Verhandlungen mit 
Blasewitz (1900: 7345 Einwohner) zerschlagen haben, vorläufig ab- 
geschlossen. Blasewitz, im Osten der Stadt gelegen, wird bis auf den 
freien Zugang, den es von der Elbe her hat, völlig vom städtischen Gebiete 
umgeben und hängt mit der Stadt unmittelbar zusammen. Es dient 
namentlich Beamten und Rentnern als Wohnort, hat günstige Steuer- 
verhältnisse und fürchtet, daß diese sich durch eine Vereinigung mit Dresden 
verschlechtern würden. Für Dresden selbst ist die Eingemeindung gerade 
dieses Vororts wünschenswert. Angeregt worden ist gelegentlich die Ein- 
verleibung des gleichfalls durch zahlreiche Beziehungen mit Dresden ver- 
bundenen Villenvororts Loschwitz, doch steht dem die weite Ausdehnung des 
Loschwitzer Gebiets und seine bergige Lage im Wege. 
Mit Ausnahme von Blasewitz und Loschwitz sind die wichtigeren 
früheren Vororte heute sämtlich mit Dresden verschmolzen. 
Man ging dabei von der Ansicht aus, daß das von der Stadt Dresden 
unmittelbar beherrschte einheitliche Wirtschaftsgebiet auch möglichst eine poli- 
tische Einheit bilden und die künftige Entwicklung der Stadt in ihre Hand gelegt 
werden müßte. Hätte man das Stadtgebiet vom Herbste 1900 beibehalten, so 
hätte Dresden eine Einwohnerschaft von mehr als 480 000 nur auf Kosten 
seiner Wohnungsverhältnisse erreichen können. Es begann an geeignetem 
Gelände für Fabriken und städtische Anlagen zu mangeln. Zahlreiche
	        
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