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Die Quelle, aus der der Mehrwert angeeignet werden kann, wird
gefunden, wenn man davon ausgeht, daß die Warenwerte als gesellschaftlich
notwendige Arbeitszeit durch Arbeit geschaffen werden, infolgedessen
ist der Warenwert nur Arbeit, die vergegenständlicht ist, d. h.
also die Arbeit und mit ihr die Arbeitskraft ist schlechthin auch eine
Ware und infolgedessen der Besitzer der Arbeitskraft ein Warenbesitzer.
Diesem Warenbesitzer für die Arbeitskraft weniger zu zahlen,
als fie einbringt, ist nach Marx die Quelle des Mehrwerts.
In Wirklichkeit verhält es sich aber mit der Quelle des Mehrwerts
etwas anders und zwar liegt die Möglichkeit des Mehrwerts allein
darin, daß die Gesellschaft mehr Werte zu produzieren vermag und
auch produziert, als sie nach den gleichzeitigen gesellschaftlichen Ansprüchen
verbraucht. ÜUber diesen Mehrwert soll nun in irgend einer
Weise durch Verteilung so verfügt werden, daß er den Anreiz zur
Steigerung bietet, und dieses kann bei der Ungleichheit der Menschen
im Wollen und Können nur dadurch geschehen, daß er im Prinzip als
Zugkraft dem zukommen soll, der ihn verursacht hat und der ihn verdient.
Hierzu ist der Eigentumsbegriff Voraussetzung und die daraus
hervorgehende Kapitalbildung ist gegenwärtig das alleinige Mittel zum
Zweck. Die Möglichkeit der praktischen Durchführung dieses Prinzips.
liegt nun darin, daß der gesellschaftliche Verbrauchswert einer Ware
größer ist als der gesellschaftliche Erzeugungswert plus Vertriebskosten.
Do die Arbeitskraft aus einem lebenden hochentwickelten Organismus
stammt, so wird ihre Wertgröße durch die dauernde Erhaltung
bestimmt, d. h. durch ihre Erhaltung, Fortpflanzung und Ausbildung.
Anderseits beruht in ihrer Größe auch der dauernde Reichtum eines
Landes; in dieser Hinsicht enthält ihre Wertbestimmung auch ein historisches
und moralisches Element. Schließlich hängt ihr Wert als Ware
und zwar innerhalb bestimmter Grenzen von Angebot und Nachfrage
ab.
Das gegenwärtige Verhältnis des Arbeiters mit seiner Arbeitskraft
zum Kapitalisten mit den Produktionsmitteln ist das Produkt
einer langfristigen ökonomischen Entwicklung, deren wirtschaftlicher Zweck
darin besteht, die Arbeitskraft durch weitgehende Arbeitsteilung am
besten auszunutzen.
Zu der Werte erzeugenden Arbeit gehören also die zweckmäßige
Tätigkeit des Menschen, der Arbeitsgegenstand und die Arbeitsmittel.
Im handwerksmäßigen Kleinbetriebe gehören die Produktionsmittel
noch dem Arbeiter. Hingegen im Großbetriebe, in denen die Arbeitsteilung
am vollkommensten durchgeführt ist, und dem die Fortschritte
hauptsächlich zu verdanken sind, werden größere und große Mittel be-