462
1659 heftigsten Stürme, die Karl Gustav wagte, waren ver-Febr.
geblich gewesen. Doch lautete der Coppenhagensche
700 Friede, der nach Karl Gustavs Tod geschlossen wurde,
WMarkfast wörtlich eben so, wie der Roeskilder.
Hog. Manley Histor of the Wares in Denmark (lé57—60.)
London. 167o. fol.
40. Geschichte des unmittelbar darauf folgen-1660
den großen Dänischen Reichstags. Daß es der
letzte Dänische Reichstag seyn werde, hatte man weder am
Anfange noch am Schlusse desselben geglaubt; denn
die große Staats-Revolution, die auf diesem Reichstage vorgieng,
schien das seltsamste Resultat von Cabalen und Mißverständnissen
zu seyn.
Dringende Finanz, Bedürfnisse des Reichs hatten eine
Zusammenkunft der Stände nothwendig gemacht, und der
bitterste Zwist, der sogleich bei Entwerfung der neuen Steuer-Projecte
zwischen den freien und nicht freien Ständen ausbrach,
gab der Hof-Parthie eine herrliche Gelegenheit, der
königlichen Gewalt mehrere Realität zu verschaffen. Die
Geistlichkeit und der Bürger-Stand verloren nichts
dabei, wenn das Wahlreich in ein Erbreich verwandelt wurde,
denn sie hatten doch nie Antheil an der Wahl. Und eben
so wenig verloren sie auch, wenn die bisherige Capitulation
aufgehoben wurde; denn in den Capitulationen, und namentlich
in der neuesten, hatten doch vorzüglich nur die Herren
Reichs-Räthe für sich gesorgt. Sowohl bei dieser als bei
jener Veränderung mochte also leicht ein großer Theil des
Adels einwilligen, besonders wenn ein so schlauer Negociateur
das ganze Werk führte, wie der Cabinets-Seecretair
Christoph Gabel war, und zwei Männer so hohen Ansehens,
wie Bischof Sugning und Burgermeister Nansen