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halten und so hatte ich kein Bedürfniß, mich seiner speriell zu erinnern,
wenn ich etwa an den „herrlichen“ Bastiat dachte.
Nun aber, von ihm angeredet, halte ich mich für verpflichtet, ihm zu antworten
und dem „Publikum von gesundem Menschenverstand“, an das er
sich wendet, in aller Kürze meine Meinung von Herrn Block's Angriffen
darzulegen — wohlgemerkt, nur meine Meinung; nicht zugleich die von
A. Wagner, Laveleye, Brentano oder gar die von H. Rösler.
Herr Block möchte mich „zurückrufen auf den richtigen Weg“, mich
warnen vor der „Irrlehre, daß man im Großen und Ganzen durch andere
Mittel als Fleiß und Sparsamkeit wohlhabend werden könne“. Herr Block
wollte sich damit wohl einen kleinen Scherz erlauben; denn er spricht ja im
Namen der Missenschaft. Nun habe ich nie gezweifelt, daß Fleiß und
Sparsamkeit die unentbehrlichen Tugenden find, durch die das Individuum
auf redlichem Wege reich werden kann. Aber niemals war es Aufgabe
der Wissenschaft nur dem Individuum gute Lehren zu geben, sondern diese
bestand allezeit darin, dem Zusammenhang der Dinge im Großen nachzuforschen.
Und der richtige Weg der Wissenschaft war und wird immer der
sein, alle aufgetauchten Probleme furchtlos und vorurtheilsfrei aufs Gründlichste
zu untersuchen, während Ablehnung eines Problems einfach Vogel-Strauß-Politik,
aber nicht Wissenschaft ist.
Deshalb habe ich z. B. gleich Anderen untersucht, was denn das
Sondereigenthum eigentlich ist, wie und warum es sich entwickelt hat, in
welcher Ausdehnung es heute gegenüber dem Gesammteigenthum besteht.
Ich habe gefunden, daß es für den Kulturfortschritt nothwendig und unentbehrlich
ift, weil nur, wenn es besteht, Fleiß und Sparsamkeit
der Individnen zur höchsten Entfaltung kommen
können. Wo ist da der falsche Weg der Wissenschaft, wo die gefährliche
Irrlehre? Ist es gefährlich und falsch, wenn ich die Thatsache zugestehe,
daß das Sondereigenthum nicht immer vorgeherrscht hat, auch heute nicht
unbedingt und in schroffster Ausbildung besteht und immer Einschränkungen
unterliegen wird, wenn ich der Meinung bin, daß z. B. Forstschutzgesetze
die Freiheit des Waldeigenthümers beschränken können, wenn ich mit
Hoffmann der Ansicht bin, der Eigenthümer habe moralische Pflichten, und
wenn ich es für wünschenswerth halte, daß möglichst Viele Eigenthum erwerben
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Mein Verbrechen besteht also darin, daß ich das Eigenthum überhaupt
untersuche, statt es mit gedanken= und wortloser Ehrfurcht vorauszusetzen.
Ich bin unbequem Denjenigen, die gewohnt find, eine Nationalökonomie zu
treiben, ohne über das Vermögensrecht nachzudenken. Bequemlichkeit war
aber nie ein Requifit der Wissenschaft. Ich bitte nicht, wie Herr Block,
das Publikum, sich ein paar auf den gesunden Menschenverstand berechnete
Argumente einleuchten zu lassen; ich bin so kühn, das Publikum, welches
urtheilen will, zu bitten, es möge meine Schriften ganz lesen und
dann erwarte ich ruhig das Urtheil, ob ich auf falschem Wege und gefährlich
bin oder nicht. Das Publikum, das den für gefährlich hält, der
„gedacht hat“, kümmert mich nicht. Ein verständiges Publikum wird
es auch nicht für unwissenschaftlich halten, wenn ich oft von Tendenzen
spreche, denn wenn es sich um Prüfung von Ansichten handelt, die nicht
sowohl innerlich falsch und unlogisch, als willkürlich in ihren Aus-