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werden diese Fragen behandelt, wie auch in der Vereinsschrift, die
allen Mitgliedern zugeht, in der wöchentlich an ca. 400 Zeitungen
versandten „Sozialen Korrespondenz“. Für seine 18.000 Bezirks-Geschäftsführer
und örtlichen Vertrauensmänner ist ein „Landprogramm“
aufgestellt. An der Zentrale besteht eine soziale Aus.
kunftsstelle, die unentgeltlich auf alle Anfragen, die Bezug haben
auf Gründung und Leitung von Organisationen und alle Veranstaltungen
für wirtschaftliche und soziale Bedürfnisse kostenlos Auskunft
erteilt. Sie wurde 1907 in ca. 2500 Fällen um Rat angegangen.
Aehnlich wirken die Volksbureaus, von denen ungefähr
30 in vorwiegend ländlichen Bezirken tätig sind. Bauernamwälte
sind auf Anregung des Volksvereins angestellt und unterstützt
worden. Auch werden soziale Kurse und Konferenzen für
größere Bezirke zur Anleitung für die soziale Arbeit veranstaltet.
Es werden Flugblätter, die unentgeltlich zur Verteilung kommen,
5. Pfennigheste und größere Abhandlungen herausgegeben. Ein
Verzeichnis steht Interessenten zur Verfügung. Insgesamt find
seit der Gründung bis 1. Juli 1907 94¼ Millionen Schriften verbreitet
worden. Als Halbmonatsschrift für katborische Jünglinge
wird „Die Wacht“ h,herausgegeben, der für katholische Jungfrauen
„Der Kranz“ entspricht. Für gebildete Kreise erscheint
die „Soziale Kultur“. Mitgliederbestand fast 600 000. (Beitrag
pro Jahr 1 Mk.)
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Vorbemerkung: Landrat Siegert in Uslar (in der unten genannten
Schrift „Die Wohlfahrtspflege im Kreise“):
„Nicht pro domo möchte ich reden, wenn ich fage, daß in erster Linie
auf dem Lande der Landrat zu folcher Tätigkeit berufen ist. Seine
ganze Amtsstellung weist ihn darauf hin, das Wohl des Kreises nach
Kräften zu fördern. Die Erledigung der durch Gesetz, Auftrag der vorgesetzten
Behörden, oder infolge Erfuchens oder Antrages an ihn gelangenden
Dienstgeschäfte macht ja nur einen Teil — ofi den klleineren
Teil seiner Amtstätigkeit aus, der schönfte und befriehigendste Teil
urseres Berufs ist das auf eigenster Initiative beruhende Bemühen und
Wirken für unferen Kreis. Wir sind in der engenehenenn Lage, uns, ohne
daß wir als Eindringlinge erscheinen, an der Mehrzahl, wenn nicht an
allen öffentlichen gemeinnützigen destrebungen und Interesfen im Kreise
u beteiligen und biefen nützlich zu sein ir können anregen, Genossensbafien
gründen, in landwirtschaftlichen Vereinen wirken, wenn das Bertrauen
der Landwirte uns in leitende Stellung beruft, Beihilfen von
Staat, Prooinz und Kreis für dic verschiedensten Zwecke erlan und
unsere ganze Wirksamkeit wic die Tätigkeit der Kreiskommunalverwal.
tung durch gemeinnütziges Streben erärmen as beleben.
*25p725#
An der Spitze des Kreises stehend. der Landrat von elnheit.
lichem Gesichtspunkte aus die ke in ihren verschiedensten
Betätigungen in den einzelnen Ortschaften des Kreises anregen, leiten,
unterstützen oder gemeinsame Vohlfehrkgrinrichtungen kür den ganzen