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bis auf 20 Prozent gestiegen. Dazu die unaufhörlichen Ner—
venaufregungen ohne die nötige Ruhe. Das alles mußte
schließlich auch den kräftigsten Körper aufreiben. Daher war
die unbeschreibliche Freude über das Ende des Elends wohl
erklärlich. Und wie lohnte der Erfolg die Mühe! Drei Mar—
schälle, 50 Generale, 6000 Offiziere, 175,000 Mann, 500
Feldgeschütze und 100 Mitrailleusen fielen mit der Festung in
unsere Hände. Dazu ein unendliches Material an Festungsgeschützen
und Armee-Ausrüstungsgegenständen.
Bei den Vorposten in Saulny hatte bereits am Abend
des 27. das Zuströmen der französischen Soldaten begonnen,
die flehentlich um Brot bettelten, bleiche, abgezehrte und schlecht
bekleidete Gestalten. Im Morgengrauen des 28. aber bedeckten
sich die Felder von den Scharen der aus Metz strömenden Besatzung,
die nach etwas Eßbarem suchten. Nur mit größter
Energie konnten sich die Posten ihrer erwehren. Alles irgend
Entbehrliche wurde ihnen gespendet, besonders die berühmte
Erbswurst, die unseren Leuten so zuwider war, daß sie dieselbe
nur im höchsten Notfalle verzehrten, war das Ziel ihrer
Wünsche und wurde sofort roh gegessen. Einen sehr bemerkbaren,
rühmlichen Unterschied in Haltung und Benehmen zeigten
die Garden, von denen sich überhaupt nur wenige einfanden.
Wie ein Lauffeuer hatte sich die Nachricht vom Falle von Metz
in der Umgegend unter der Bevölkerung verbreitet. In Scharen
strömten sowohl die Landleute nach Saulny, um nach Metz zu
gelangen, wie von Metz heraus. Bei unseren Posten aber staute
sich der Strom trotz flehentlicher, mit dem größten Aufwande
französischer Lebendigkeit vorgetragener Bitten, bis endlich der
Befehl eintraf, den freien Verkehr zu gestatten und die Barrikade
und die sonstigen Hindernisse zu beseitigen.
Am 29. mittags begann der Ausmarsch der Besatzung
von Metz, das III. Korps hatte das IV. (I'Admirault) in Empfang
zu nehmen. Von unserem Regiment waren dabei nur
die 7te und 8te Kompanie beteiligt, die im Replis bei Saulny
gestanden hatten. Es soll ein ergreifender Anblick gewesen sein,
die endlosen Reihen defilieren zu sehen, teils in guter, würdiger
Haltung, teils lärmend und betrunken. Spät am Abend erreichten
die letzten erst ihren Biwaksplatz bei Amanvillers, wo