NAummer 38
Role 1 Anze
Dienstag, 16. Februar 10185
11 Nahsc inendemehren 10 2 Minenwerfern, 1
Broncemsee, 1 Nevolverkanoneo und aus 2
Pionierparks zusammen, die neben dem verdliedensten
Gerät allein mehrere Tausend Handgranaten
enthielten. Außerdem siel eine grobe
Menge von Infanterie-Munition in die Hand
es Siegers. Die französischen Truppen gebhörten
der 40. Division an. Von dem Regiment
155 und einem Batailton des Regiments
161, die in vorderster Linie gestanden hatten,
dürsten nur schwache Reste übriggellieben sein.
Beteiligt waren serner die Regimenter 94, 150
und 360. Die deutschen Verluste betrugen 500
Unsere schwäbischen Truppen waren wunder-Tar
„drauf“gegangen, trotz des vorangeganenen
langen Liegens und Harrens in den
Schützengräten. Welcher Geifß diese Truppe, beseelte,
das wird am besten durch das Verhalten
des Olerleutnants Fischinger rom Regiment
Kaiser Wilhelm Nr. 120) bewiesen. Dieser
Ossfizier war bereite zweimal verwundet
n orden. Nack einem Lungenschuß im Dezem-=ber
zur Truppe zurückgekehrt, traf ihn ein
Granatsplitter in den Rücken. Diese leichtere
Verletzung wollt er im Schützengraben „auskurieren".
Als sich Aibpensellentzündung einsiellte,
kam er ins Lazarett. Dort erfuhr er
am Alend des 28., daß am näcksten Tage gestürmt
werden sollte. Nun hielt es ihn nicht
länger in der Krankenstube. Er sexte sich auf
das Pferd einer im Lazgarettorte befindlichen
Fuhrparklotonne, ritt nächtlicherweile los, traf
4 Uhr morgens, nachdem er 20 Kilometer zu
Pferde zurückgelegt hatte, im Schützengraben
ein und übernahm hier seine Kompanie. Nachdem
er diese mit hervorragendem Schneid und
Ersolg geführt und zum Gelingen des Sturmes
nickt wenig beigetragen hatte. kehrte er
wieder ins Lazarett zurück, wo er jeht (4. Februar)
nock krank liegt.
Schulbefrelungen an Vol's- und
Forkdildungsschulen.
München. 134. Febr.
Die Bestellur ig der landwirtsch ajtlichen Grundstüde
ist im Hinklid auf die Vollsernährung
während des Krieges im laufenden Frühjahre
von ganz besonderer Bedeutung, und es ist
michtig, daß die Ausnützung der verfügbaren
Flächen im weitesten Umfang und möglichst
gründlich ersolgt. Um die Heranziehung der
rolks= und fortbildungsschulpflichtigen Jugend
für solche Dienste zu ermöglichen, ergehen folgende
Anordnungen:
1. Die für die Entlassung aus der Volkshaupt-
und Volksfortbildungsschule vorgeschriebenen
Prüsungen sind mit tunlichster Beschleunigung
vorzunehmen. Abkürzung des sonst üblichen
Prüfungsverfahrens ist zulässig. Die
Prüflinge sind nach Bestehen der Prüfung aus
der Volkshauptschule oder aus der Fortbildungssckule
sogleich zu entlassen. Die Prüflinge
der -olkahaunt4chule. unterliegen fortan
der Fortbildungsschulpflicht
2. Die Lokal= und Bezirkssckulinspeltoren
werden ermäck igt, die Volkshauxt- und Volksfortbildungssckulpflichtigen,
deren Dienste bei
der Frühjahrefeld= und Gartenbestellung oder
zur Entlastung von hierbei in Anspruch genommenen
Arbeitskräften benötigt sind, nach
Bedarf rom Schulbesuche zu befreien.
: Sinkt durch die notwendigen Schulbefreiungen
die Schulerzahl einer Schule oder einzelner
Klassen so weit herab, daß ein ord
nungemäßiger S ulbetrieb sich nict mehr lohnt,
so können die Lolal= und Bezirksschulinspeltoren
die Aussetzzung des Unterrichts ganzer
Schulen oder Klassen vertügen.
Das Bedürfnis der Mithilfe von Schulpflichligen
bei der Frühjahrsfelorestellung wird je
——————
wurde beobachtet, so daß er Ceder durch
Klopfen oder sonst welche Knisse Nachricht von
der Außenwelt einvfangen konmie.
Da geschab in der Nacht, die dem Tage
solgle, an dem Vreilschwert den langen Brief für
Kluge abgeschuckt U###le. elwas gaus Eigentümiches.
Der Gzefangenenaufseher bemerlie. daß
sich das Zellentenster in bestmmtetz Zwischenräumen
eigentümlich erbellte und #ort begab
er sich zu dem Vorsieher der Ableilung, ihm
davon Mitleilung zu machen und deeser ließ ohne
Veriug Breitschwert pecken.
Eine aigentuml# he Spannung bemächtigte
sich des freiwilligen Poli#isten, als er von jener
seltsamen Erscheinung hörte und er lonnte nicht
schnell genug in die Kleider kommen, um die Beobachtung
des Aufsehers mit eigenen Augen zu
ehen.
r Es war dunkel in den langen Gängen des
Gesängnisses. Trübe brannten von zwanzig zu
zwanzig Schritt die Pelroleumlampen und war n
hier und da ein eigentämtiches Licht uf
blanken Waschbecken der Gefangenen, die an der
Wänden in ihren Henen hingen. WMeiche
A#uematten. bedeckten Fußboden,
eamten des ichenu 46 iriuschlos au jede
Zeche der beranschleichen gonny ten. einsiger
aut dem stillen Raum bebschmrn,
feste, A#gelmösnge, Schritt des Nachtpostens, der
mit geladenem Revolver in den Außengängen
langsam auf und ab patroullierte.
Drunten im Hof war's no — und
Lnsesbhe. 9 Mauern schlossen das Geverschr
schb von der Außen
33 u eboch gewachsene Sohn
bayerischen bini der mit selner blauen Unisorm,
den Oelm auf dem Konf, das scharf geladene
Gewehr unterm Arm, sohläfrig um das Zellen-
—.
12
nach den klimatischen Verhältnissen der ein.
zelnen Orte und je nach der Art der anfallenden
landwirtschaftlichen Arbeiten zeitlich sehr
verschieden sein. Doch darf angenommen werden,
daß die fraglichen Arbeiten bis 1. Mai, dem
Beginn des neuen Schuljahres bei den Landsckhulen,
in der Hauptsachr im ganzen Lande
beendet sein werden. Die den Lokal= und Bezirkeschulinspektoren
erteilte Ermächligung gilt
demnach nur bis zu diesem Teitpunkte. Von
da ab ist auf dem Lande ohnebin zumeist Halbschule,
so daß die Schulpflichtigen zur Mitbilfe
bei landwirtschaftlichen Arbeiten noch in
hinreichendem Maße verwendet werden können.
Sollte sich an einzelnen Orten dennoch ein Bedürfnis
für Schulbefreiungen in weiterem
Mahße über den 1. Mai hinaus ergeben, so
werden die Kgl. Kreisregierungen, Kammern
des Innern, ermäck tigt auf Ansuchen entsprechende
weitere Schulbefreiungen zu gewähren.
Die vorstehenden Anordnungen sind, soweit
veranlaßt, auch auf die gewerblichen Fortbildungeschulen
und auf die Berufssortbildungsschulen
sinngemäß anzuwenden.
Vof aab Feesndinscheichten.
München. 14. Febr. Der König ist, vom
westlichen Kriegsschauplatz zurücklehrend, mil
dem Kriegsminister und den Herren des persönlichen
Gesolges gestern abend mit Sonderzug
in Münckhen eingetroffen.
Berschledse#se Narhrichten.
Mailand, 14. Febr. Während in Tirol,
Kärnten und Oberitalien in den letzten Tagen
riesige Schneemassen niedergingen, so daß der
ganze Telegraphenverkehr gesperrt war, berrschte
im übrigen Italien Unwetler, das überall gron
ßen Schaden anrichtete. In Avezzano wurde ein
Barackenlager, in dem Ueberlebende vom Erdbeben
ein notdürftiges Unterkommen gefunden
hatten, von dem angeschwollenen Fluß weggerissen,
in Bisa, Bologna und anderen Ortenverursackten
gleichfalls Ueberschwemmungen
große Verheerungen. In Cadore sind 30 Dörjser
infolge Lawinenfalles isoliert. Nach einer
Meldung aus Cuneo in Piemont wurde in der
Gemeinde Tenda eine Baracke, in der sich eine
Anzahl Arbeiter befonden, von einer Lawine
begraben. Bisher zog man 15 Leichen heraus.
Die ungeheuern Schneemassen erschweren die
Bergungsarbeiten. Infolge Regengüsse sind
mehrere Flüsse, darunter der Arno, Reno und
Bisenzio im Steigen begriffen. Der Tiber, der
in Umbria über die Ufer getreten. ist und Felder
überschwemmt, zeigt auch in Nom ein starkes
Anwachsen. Mehrere Orte oberhalb und
unterhalb der Stadt sind überschwemmt.
Künchener Aeulplellen
München. 14. Febr. Der Kriegsausschuß
für Konsumenteninteressen in München ertlarle
sich nach eingehender Würdigung aller Gründe
der Brauereien und Besprechung mit den
beiden Wirte-Organisationen gegen die geplante
Bierpreiserhöhung und beschloß, dagegen
nachdrücklichst vorzugehen.
Grenzlande.
Kufstein, 14. Febr. Die serbischen Zivilgejangenen
soheinen sich hier einer besonderen
Verhätschelung zu erfreuen. Der „Tir. Grenzbole“
bericktet: „So unglaublich es auch llingen
mag, aber es ist Tatsache! Droben auf
der Dur kann man jetzt täglich den lerbischen
Fabrikbesitzer beim Slilauf sehen. Er wird
unter solchen Umständen wohl selbst daran
zweifeln, daß er sich in Kufstein noch in Gegesängnis
herumschritt, bemerkle wohl auch den
eigentümlichen Lichtschein, der gespenstergleich über
die Zelleufenster binhuschte, aber über Lichtschein
stand nichts in seiner Instruktion und wenn die
Glocke ein Uhr schlug, kam der auffuhrende Gefreite
mit der Ablösung und der Posten dachte
vielmehr an ieine vier Stunden Schlaf, die ihm
bevorstanden, als an die Gesangenen, die a do
nicht ausbrechen konnten, ohne daß er es bemerkt
und mit der unsehlbaren Sicherheit des oberbayriseyen
u###pünen das Verderben bringende
Gewchr aus den *8 abgeschosseu hätte.
Breitschwerts ugen glühten und der Ableilungschef
fragte)!
P e
17 ae Doktor war nicht geneigt, Antwort
zu geben, scnttete ruhig den Kopf und ging
weiter. An der ersten inneren Korridortür, die
die nächtlichen Wanderer erreichten, stand der Aufseher
militärisch stramm und zmeeldeter
„Korridor sieben nichts
Darauf verschwand der ege. im Schloß
und das eiserne Giner öffnete sich, um die drei
Männer in das Innere, in die nächste Verbindung
mit den Gesangenen zu brin 2
ist wach,“ flüsterte r Aser. Doktor
Breitschwert zu, „sehe er hat o gelegt,
eß er bequem das u seiner Melie brobicchurn
re: gut,“ antwortete Breitschwert und
verließ ohne ein Wort zu sprechen, seinen Beobachtungsposien.
o wollen Sie denn Ichind
möchte auf den Boben des Gefängnisses,
wenn Sie mich begleiten wollen, damit ich aus der
Dachluke sehen ka
Der Es lr schüttelte den Kopf, aber es
war ihm von seiner vorgesetzten Bebörde die
fangenschaft befindet; er hat ja ein Leben herrlich
und in Freuden, viel besser als unsere armen
österrtichischen Staatsangehörigen im
feindlichen Auslande, die die unglaublichsten
Drangsale und Entkehrungen zu erdulden haben!
Erst kürzlich kam in Passau wieder ein
Trupp solcher geprüfter Menschen an, die als
Oesterreicher in englischen und russischen Kon
zentrationslagern die ärgsten Leiden zu ertragen
hatten. Und bei uris in Tirol treiben die
Herren von der slawischen Fürstenmörderbande
Wintersport! Die Herren Serben (natürlich
nur die, welche über Mittel versügen, die anderen
stehen unter strenger Aussicht und müssen
arbeiten), bewegen sich frei in der Stadt
und im Wirtshaus, als wären sie Wintersportsgäste.
Sie scheuen sich nicht, sich mit den
verwundeten Soldaten in ihrer Muttersprache
zu unterhalten, und man sieht sie sogar in Ge
sellschaft junger Mädchen. Diese Justände sind
im höchsten Grade ärgerniserregend und verlangen
nach Abhilfe. Jedenfalls werden die
Namen der nichtswürdigen Frauenzimmer, die
wieder in Gesellschaft von Serben gesehen werden,
der Oeffentlichkeit preisgegeben.“ In
einem Nacksatz berichtet dann das gleiche
Blatt: Diesenigen Zioilgefangenen, die sich hier
"frei bewegen konnten, in Gasthösen oder Pri
vatquartieren wohnten und sich durch freches,
ungebührlia Benehmen auszeichueten, wurden
nun wieder auf der Festung interniert.
Kes cire Drrran
Uiesersfelden, 15. Febr. Ein seltenes Fest
feierte am 15. Februar Frau Babette Guz, die
seit 25 Jahren im Dienste der Familie von
Bippen steht. Direkt aus der Fabrik kam sie
als junges Mädchen in dieses Haus und hat
sich durch große Geschicklichkeit und Fleiß zu
einer hervorragenden Köchin. ausgebildet.
Möchte sie der jungen Generalion ein leuchtendes
Beispiel der Anhönglichkeit sein. Besonders
in diesen schweren Jeiten ist ein Zusommenhalten
und Sichfügen in alle Lebenslagen
u. ein sparsam geführles Häuswesen besonders
nötig.
Vernau, 14. Febr. Der französische Soldat
Dopidot aus Mulins, der sich in deutscker
Gefangenschaft in Bernau am Chiemsee
lefindet und, wie bereits gemeldet, gegen das
ehrenwörtliche Versprechen der Rücklehr vom
Deutschen Kaiser die Bewilligung zum Besuch
einer unterdessen in Südfrankreich verstorbe-=nen
Mutter erhalten hatte, ist am Mittwoch
wieder in die deutsche Gesangenschaft zurückgekehrt.
—
colalnachtichten.
Rosenheim, 15. Febr.
Auszeichnungen im Felde. Der Kal.
Reallehrer Herr Dr. Seemann von Rosenheim
ist mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden.
Vor einigen Wochen wurde ihm bereits
der Militärverdienstorden 4. Kl. verliehen. Unser
herzlich ster Glückwunsch!
Auf dem Felde der Ehre gefallen
st, wie schon berichtet, Herr Journalist Betz,
Schwiegersohn des Bern Salinamtslassiero
Schiller in Rosenheim. Wie der Kommandeur
des Bataillons, in welckem der Gefallene stand,
den Angehorigen mitteille, war die Verzögerung
der Todesmeldung darauf zurüdzuführen, daßz
erst jetzt die Vervollständigung der einschlägigen
Papiere möglich wurde. Vor einigen
Tagen trafen auch die Nachlaßgegenstände des
Gefallenen bei der Familie Schiller ein.
Beschlagnahme der Habervorräte.
Der Bundesrat hat durch Beschluß vom 13.
Februar die Beschlagnahme der gesamten Habervorräte
vom 16. Februar ab verfügt. Nur
ganz geringe Bestände von weniger als einem
Doppelzentner bleiben von der Beschlagnahme
frei. Ferner wird trotz der Beschlagnahme Landwirten
und Pierdehaltern die Verwendung des
erforderlichen Saatgutes und eines zur Erhaltung
ihrer eigenen Pferde unbedingt nöligen
Miweesiguantune, das vorläufig auf drei
Doppelzeniner für jedes Pferd für den Zeitraum
bis zur nächsten Ernte bemessen ist, gestattet
bleiben. Um die Pferde allmählich an
die Verminderung des Hafersutters zu gewöhnen,
soll für die Uebergangszeit vorerst bis
zum 1. März noch ein Zuschlag von einem
Kilogramm für den Tag und das Tier ge
währt werden. Da cs den Landwirten nötig
sein wird, statt des Habers, der ihnen zu-Zunslen
der Heeresverpflegung entzogen wird,
lostspielige Ersatzfuttermittel zu kaufen, um
ihren Tierbestand durchhallen zu könncn, so ist
gleichzeitig eine entsprechende Erhöhung der
Höôchstpreise für Haber, und zwar um 50 M.
für die Tonne, beschlossen worden.
lusmahlung von Vrotgetreide.
Die Regierung erließ solgende Anordnung:
Bei der Herstellung von Roggenmehl und von
Weizenmehl ist das ganze Mahlergebnis ohne
das Auszugemehl, falls solches besonders gejogen
wird, und ohne die Kleie von den Müllern
zu einer einheillichen Mehlsorte so zu mischen,
das das Ergebnis der einzelnen Mahlgänge
nicht mehr unterscheidbar ist. Zuwider
handlungen gegen diese Anordnung werden mit
Geldstrafe bis zu 1500 Markl oder mit Gefängnis
bis zu drei Monaten bestraft.
Privatpakete nach dem Feldheere
im Einzelgewicht bis 10 Kilogramm sind vom
22. Februar bis auf weiteres dauernd zur Annahme
durch die Post zugelassen. Eingeschriebene
Paletsendungen und Paletsendungen mit
Wentangalt sind von der Annahme ausge
schlossen. Die näheren Bestimmungen Bicrüber,.
iowie über den gleichzeitig zugelassenen Fracht
gutverkehr nac dem Felde werden demnächn
bekannt gegeben.
Ueber die Personenkontrolle am
Kufsteiner Bahnthof lausen sortwährend
Klagen von Reisenden ein, die sich über die ihnen
zuteil gewordene unfreunolicke und unhöfliche
Behandlung bei der Kontrolle besckweren. Dies
sollle, so schwierig auch die Ausübung dieser
Amtspflictt sein mag, an einem Grenzbahnhos##
wie Kusstein nicht vorkommen. Wie unangenehm
der scharfe Paßzwang au unserer Grenze in der
Bevölkerung #upfunden wird, zeigt ein dieser
Tage im „MA. T. Anz.“ erschienenes „Eingesendet“.
Es heißt da u. a.: „Sind wir denn min
Deutsckland im Krieg? ? So fragt man sich unwillkürlich.
Es ist doch ausgeschlossen, daß jeder
einzelne, vornehmlick aus der ländlichen Bevölkerung,
in der Lage L sich einen Paß zu verschaffen.
Nic ier v§Gd5# e. ru zicg, da so
viele Arbeit. eln, die Itunden;
oder #lagelang Mege zu macken um Pbotgraphen,
zur Bezirlshauptmannsckaft. Viele
Familien haben ihre allernächsten Verwandten
Aben über der (Grenze; es ist ihnen nicht erlaukt,
dieselben ohne Paß auszusuchen. Wird
drüben jemand krank und versucht der Verwandte,
vielleicht das cigene Kind über die
Crenze zu kommen, so ist es traurig genug für
ihn, hören zu müssen: „Es tut mir leid, so
gut ch Sie kenne, so gern ich Ihnen alles glaube.
es ist mir nicht erlaubt.“ Soll rasch ein Arzt
zur Stelle sein. der nächsie ist jenseils der
GErenze: man darf nicht hinüber. Es bricht
ein Brand aus und die Nack bargemeinde über
der Grenze? Darf sie kommen und helfen?
Ja, wir an der Grenze, an der reichedeutschen
Grenze, wir sind so halb und halb Internierte.“
Welche Kälber und Schweine dürfen
jeht nicht geschlachtet werden?
Das Schlachten (gewerbliche und Hausschlacklung)
von Kälbern im Alter von weniger als-
m————————
Weisanc geworden, unbedingt aue Wünsche Breitschwerts
zu erfüllen und deshalb führte er den
seltsamen Mann auch auf den Voden des Zellengesängnisses.
Breilschwert hob ein Dachsenster aus und
blickte scharf in die Nacht binaus, bis er einen
leuchtenden Punkt auf dem Tach eines anderen,
ziemlich entfernt licgenden Hauses bemerlt hatte,
der in Luregelimäßtigen Zwischenräumen erschien
und wieder verschw
* nen Se, 3 e lönnen Sie mir
sagen, k cta dieser Lichtschein domiziliert ist2
u nicht, aber wir lönnen ihm ja nachgehen.“
as können wir sreilic, jedoch scheint es mir
kur 5##b# nicht opportun. Bitle, leuchten Sie mir
och einen Moment.
Breitschwert zog sein Notizbuch aus der Tasche
und machte, mit den Augen auf dem verschwindenden
und wieder berscheinenden Lichlpunkt, Striche
und Punlte a s Papier und blieb so wohl
eine halbe Sausdd bis der Lichtschein vollkommen
verschwunden war.
„So, ich danke schön,“ sagte Breitschwert,
verließ ohne ein Wort zu sagen, seinen Standort
und eilte in langen Sprüngen die krrppell siunnen
Der Abteilungsvorsteher rief i#
„Aber lieber Tostor, wollen Sern mir u he4 eine
lleine nlärung «
Breitschwert Hrte- ihn nicht mehr, er hatte
bereits den Hof erreicht und war an dem schweigenden
Posten augelommen, der ihm die Mündung
seines Gewehrs vor die Brust hielt und ihn nicht
weiter ließ.
„Mein Sohn, du siehst doch, daß du einen
Beamen §r dir * und keinen Verbrecher.=n
a sag'n — wanns net stad
bleibe u, a 1 Sh#a eins naufs.=Du#
bist ja ein sehr braver Bursche, aber du
weißt nichl, das für mich jede Minnte kostbar ist.“
do 5 Ee alaab i schon, aber furt lommens
och net
Glullicherweise erschien jetzt der Abteilung
dirigent und machte dem biederen bayeris chen
Inianteristen klar, daß der Oerr Doktor lein Verbrecher,
sondern ein Mitalicd der Giebeimpolien“
sei und er ihn ungestort zichen lassen möge, woram
der * ruhig Kehrt5 machte und seinen Pa.
trouillengang sorliehtle
Wollen Sie mir nicht eine lleine Aufllärung
geben? Sie lönnen sich doch denken, daß ich mid
firberhaft intereisiere.
„Nun, Sie verflehen doch.
Gesan genen vermitielst eines
richt von außen erhalt. ze nach dem der Stral!
langer rder lurzer anbielt, wmurde der Anedru
von Auchstaben errei. Ich neimne an. es sind
die einsathen zeichen der NMeieten Iclegraphit
und habe darum auck die langeren Lichtesselte durck
Syiche, die lurzeren durch Runlie marliert. O#
ich recht habe, weiß ich nicht, jedensalle birte #:
scharf zu brobahten und leinen der Cejangenen
auch nur ahnen zu lassen, daß dieser raffinierle
Versländigungsmittel von uns enldeckt ist.“
„Tonnerwetter, sind Sie ein scharfsinnigc#
Mann
hn gehört gar lein Scharssinn. B
braucht lediglich zu beobachten und sich in
Seele der Verbrecher zu hesieken. das idn
als wahrscheinlich zu booreisen, das i½mu#arl:
als unwahrscheinlich abzulehnen.“
iIi#uorlli#se 10|/ W/.1
das einer Shre
Scheinmersers Nach
—..
nicht 1
scheinig
beschan
ist kein
zugelas
bei den
die ach
Zahnst
hals d.
Ein
preife
der Infleischw
beobach
viehma
Scklach
um 16
Die Fo
Erschein
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Schweir
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