Aunim̃er 93
Vollsische Aundschan,
Das Gemeindebeamtengeseß.
Das Gemeindebeamtengesetz wird in der Kammer
der Reichsräte in der Vollsitzung am Samstag,
29. April, zur Beratung stehen. In den
letzten Wochen haben im vereinigten ersten und
dritten W dieser Kammer längere Berajjungen
des Gesetzentwurfes stattgefunden. Dabei
wurde eine Reihe von Artikeln gestrichen.
namentlich auf dem Gebiete der Difsziplinarbestimmungen.
1-.
Verschledene Nacheichten,
Wien, 18. April. Im Militär-Rekonvaleszentenheim
in Rudolfeheim hat gestern der Insanterist
Fichtner in einem Anfall von Wahnsinn
eine Schreckenstat verübt. Er schoß zwei
Stunden lang herum und lötele dabei sechs Personen
und verletzte fünf schwer. Um 31= Uhr
vormitlags gab Fichiner aus seinem Dienstgemehr
auf die im Wachzimmer anwesenoe
Mannschaft zahlreiche Schüsse ab, von denen
mehrere tödlich trasen. Hierauf schoß er zwei
-iunden lang zum Fenster hinaus, ohne daß
c der militärischen Bereilschaft oder der Feuerwehr,
die aus drei Schlauchlagen Wasserstrahlen
gegen ihn richtele, gelungen wäre, #Um beizulommen.
Er verichoß im ganzen 14 Magazine,
bis er endlich von der Feuerwehr entwaffnel
und gefesselt ruerden lonnte. Gelötet wurden
im Wachzimmer ein Felduebel, ein Zugführer
und ein Soldat. Alle anderen Opfer des Irrfinnigen
wurden bei dem Fersuch inn unschäd
lich zu machen, geloltel. a die Kugeln des
Fichlner in eine beiuchte ZSna ze cinichlugen.
musile der Strahenverleln te wWahrend zmei -Stun.
den unterbleiben. Fickhiner unrde schließlich verlebt
auf die Psychiatrüce Staltion rerbrachl.
Wien, 18. April. Dieser Tage ist in Wien
infolge schwerer Erlallung ein alteres alleine
hendes Fraulein geitorben. Als kürzlich ein An
Uurm auf die Kolonialläden staltsand. um sich
mil Kassee und Zucker zu versorgen, siellte sich
bei schlechtem Wetier auch die betreisende
Dame an, um sich grünolich einzudecken. Dabei
erlältele sie sich und ging nunmehr mit Tod ab.
In der Wohnung fanden sich etwma 80 Kilogramm
Zucer, welche da- beiressende Fräulein
fur sich allein vorgelauft hatte. Das ist ein Beweis,
wie unvernünftig und rücksichtslos manche
Leute sind aus lauter Angit, daß die Lebensmittel
ausgehen köônnten.
Bern, 13. April. Der „Seklolo“ melder
aus Bari: In der Katbedrale der Stadi Anrria
brach eine heftige Feuersbrunst aus, die
das denlmürdige, im Jahre 1046 begonnene
Bauwerk sast vollständig zerstörte. Auch der
Vischofspalast scheint verloren zu sein.
Mailand, 18. April. Laut hiesigen Blätler
uurde aus dem Wertsachenbureau des
Mailänder Hauptbahnhofes von einem 19 jähr.
Angestellten, der flüchtig ist, ein Diebstahl von
338 000 Lire verübt.
Münchener Neuigkeilen
München. 18. April. Wie im Magistrat
mitgeteilt rurde, hat ein Spender 20 000 Mk.
schenlungsweise überlassen zum Ankauf billiger
Lebensmittel für Minderbemittelle.
München, 17. April. „Erinnerungen aus
jungsten Tagen“ betitelte sich ein gehaltreicher
Vortrag, den der Präsident des Oberkonsistoriums,
Dr. v. Bezzel, im Erangelischen Verein
Et. Lulas vor zahlreicher Zuhorerschaft hielt.
Der Vortragende reiste auf zahlreiche Bitten aus
dem Felde und der Heimat am 22. März uber
Köln-Aachen nach dem vestlichen Kriegsschauplatz.
Die Eindrücke, die er von der Bevölkerung
in Brüssel erhalten hatte, waren wenig erbaulier
noch erquickender Art; es schien sich ein
Nachlleben zu entwickeln, das den Namen Brüssels
als des „Klein-Paris“ vollkommen rechtsertigte.
In den französischen Gegenden war die
Aufnahme freundlich und gütig, in den Quartieren
trug sie den Charakter einer meist erzwungenen
und daher mäßig sichtbaren Freundlichkeit.
Bei der besseren französischen Bevölkerung zeigte
sich durchwegs eine Abneigung gegen die Republik
u. starke royalistische Gesinnungen. Der Unmut
gegen die Advokalenherrschaft ist sehr verbreitet.
Auch ein ernster religiöser Sinn war zu
beobachten, ein Sinn, der sich nicht darin genugen
ließ, die Vorschriften der Kirche zu ersullen,
der auch auf tiefe innere Fragen einzugehen
gewillt war. Ein Gedanke aber beseelt
und erfüllt alle, der Gedanke nach Rache, der
seit Jahrzehnten ein gefahrlicher Agitationsshloff
war. Das niedere Volk ist irreligiös, hält
sich sern von der Kirche, ron dem Einfluß der
Geistlichkeit und dem Einfluß der Schule. Arbeit
ist auch nicht die gröhte Tugend der Franzosen.
Es ist ein eigenarliges, leichtlebiges Volk.
* 0 * schilderte darauf seine Eindrücke bei unsächn
Feldgrauen und über die deutschen Maßeen
in den besetzten Gebieten. Er gewann
Einblick in mehrere Kasernen, darunter eine auf
Kähnen eingerichtete, und war erfreut, zu sehen,
wie gut und trefflich unsere Leute untergebracht
lsind. Auffallend mar ihm die Unmtstelhare
der Freude der Leute, zu kochen. Auch in
Schützengräben und Ws durfte der Hiit
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ner Einblick tun. Er konnte sich hiezu erst entschließen,
als ihm Geifslliche mitteilten, daß die
Leute seinen Besuch erwarten und für Grüße
aus der Heimat sehr zugänglich und dankbar
ind. Mit Ben underung und Ehrfurcht sprach
der Vortragende von den korperlichen und inneren
Leistungen unserer Leute. Diese Schützengräben
kann man sich nicht ernst, eng und fjauber
genug vorstellen. An mancher Schiehscharte war
das fränlische Bauerngärtchen angelegt; irgend
eine Blume war neben dem Tode hingepflanzt.
Dieser Ernst der Pflicht und diese Ausdauer und
Geduld war auch in den Lazaretten zu beobach
ten. Während der Franzose meist wehleidig und
empfindlich ist, trägt der Deutsche den Schmerz
nicht nur mit sloischem Gleichmut, sondern mit
dem ganzen Ernist seiner Pflicht. Redner war es
eine freudige und mundersame Aufgabe, den
Gesunden und Kranken das Wort Gottes zu
predigen. In der Frühe, bevor die Leute in die
Schuhengräben gezogen sind, hat er eine kurze
Morgenandacht von 10 Minuten gehalten; mit
einem Segenswunsch und Händedruck hat er
sich dann von ihnen verabschiedet. Er hat nie
den Dam an die Soldaten zurücktreten lassen.
In seinen kurzen Ansprachen hat er das Wort
eines Offiziers befolgt: Kommet nicht zu uns,
um uns Buße zu predigen, kommet und bringet
uns die freudige Botschaft.
Nedner wurde vom Kronprinzen Rupprecht
mit großer Freundlichkeit und Güte empfangen,
ebenso von Prinz Franz, der als Brigadekommandeur
mitten unter seinen Truppen sich des
gemütlichen bayerischen Tones nicht entschlagen
hat, und weiters von Prinz Adalbert. Auch im
Großen Hauptquartier wurde er vom Keiser
eipfangen. Er fand den Kaiser hochgemut und
frohgestinumt. Aus den Gesprächen des Kaisers
gemann er den Eindruck: so spricht ein Mann
und so handelt ein Führer, der den Mut eines
guten Gewissens hat, hier ist nichts von gesieigertem
Enthusiasmus zu fühlen, nichts von
gekünftelter Ruhe, sondern die Einfachheit der
Ueberzeugung, daß der gerechten Sache der Sieg
solgen wird. (M. N. N.)
— Vachrichler.
Bamberg, 18. April. Durch den Frost in
der Nacht auf Montag, der auf den Höhen bis
zu 3 Grad erreichte, haben neben den anderen
Obstbäumen vor allem die Nußbaumanlagen
im Fränlischen großen Schaden gelitten. Soweit
bis jetzt Meldungen vorliegen, sind die
durch die warme Märzsonne bereits weiler fortgeschrittenen
Nußbaumanlagen um Scheßlitz
rum, an den Hängen von Roschlaub, Pausdorf,
Schlappenreuth, Würgau. Pünzendorf und
Zeckendorf sehr schwer in letzter Nacht milgenommen
worden, so daß auf eine völlige Mißernte
hier gerechnek- werden muß. Nur die geschützt
an den Häusern siehenden Bäume haben
weniger Schaden gelitten. Ebenso sind die groben
Nußbaumgärten im Stübiger Tale sowie
auf den Höhen bei Dörnwasserlos, Wattendorf
ufu. ohne Schaden davongekommen. Auch
ini Staffelsteiner Lande, dem eigentlichen jräntischen
Nußbauernbezirk, somie in der Lichten.
seljer Gegend, haben die Bäume durch den
Frost und starken Reif der letzten Nacht schuer
gelitten, wenn auch etwas weniger als bei Scheßltz.
Um einen Begriff von dem durch starlen
Abschlag infolge Mililärlieferungen etwas verringerten
Nußbaumbestand im Fräntischen zu
geben, genüge, daß einzelne „Nußbauern“ alljährlich
über 100 Zentner, manche Dörfer 400
bis 500 Zentner Walnüsse auf den Markt bringen.
Da die Preise für Nüsse, infolge des aus
ihnen hewinnbaren wohlschmedenden Oeles, in
den letzten zwei Jahren ums Doppelte gestiegen
lind, ist der Schaden sehr groh, der unseren fränischen
Nußbaumländern durch eine Miherute
erwächst. 4
Grenzlande.
Salzburg. 18. April. Auf dem Schlachtoieb-=markt
beschlagnahmte die Militärbehörde sämtliches
aufgetriebene' Vieh. Die zahlreichen Händler
aus Ungarn ufm. erhoben ein großes Geschrei.
doch waten alle Ausgänge miltitärisch
besetzt. Dann bekamen die hiefigen Fleischhauer
von der Militärbehörde genügend Vieh zugewiesen
und dieses wurde hierauf zum Höchstpreis
von 3.18 Kronen das Kilogramm rertauft.
Dadurch sind Mittel geschaffen worden,
um den das Vieh verteuernden Zuischenhandel
auszuschalten.
Innsbruck. 13. April. Bei Jerzens im
Ligtale ist ein großes Stuck der Kiywand abebrochen.
Der Felssturz machie die Talstraße
Inpassteakar. Eine größere Anzahl Schafe wurde
getötet.
Bad Aibling, 18. April. Nach kurzem Leiden
starb das im Altet von 82 Jahren slehende
Fräulein Anna Beck. Sie war die älteste Tochter
des Bezirfsarztes Tr. Desiderius Beck, des
einstigen Gründers unseres heurigen Bades.
Am Montag rurde bei dem Oekonomen und
Fuhrwerksbesizzer Franz Zehetmaier hier ein
Einbruch verübt, wobei den Tätern vier Uhren,
einige Uhrketten und Schnucksachen in die Hände
fielen. Man vermutet, daß dieser Diebstahl
von jungen Bürschchen verübt worden ist.
Stefanskirchen, 18. April. In einem Stadel
im Walde bei Reikering fand die Gendarmerie
von Rosenheim dieser Tage eine aus Niederbayern
stammende Dienstmagd, welche schon
seit zwei Tagen dort weilte und einem Kinde,
einem Knaben, das Leben geschenkt hatie. Die
Gendarmerie sorgte für die Unterbringung von
Mutter und Kind. Die Dienstmagd war zuleczt
in der Gegend von Sölhuben in Stellung.
prien, 18. April. Der Kirchenbauverein
Prien verfügt jetzt uber einen Fonds von Mi.
60 284, welcher Betrag das Sammelergebnis
von 13 Jahren darstellt. Das erzbischöfliche
Ordinariat hat die Ausarbeitung eines Kirchenaiweiterungoplanes
zwecks Feststellung des Ko-#enpunktes
einverlangt. Dabei haben sich der
Kardinal und das Generalkonservatorium für
Seilenschiffe entschieden, da der Raumgerinn
dadurch größer wird wie durch eine Kirchenverlängerung.
Dieser Erweiterungsbau würde
90 000 Mk. erfordern. Mit der inneren Einrichtung,
der Erneuerung der ganzen Kirche und
der Aufstellung einer neuen Orgel werden sich
die Kosten um 50 000 Mk. auf 140 000 Mk.
erböhen. Turch Heranziehung des Kuliuszehentbaufonds,
durch mancherlei Leistungen der
Pfarrgemeinden usw. ständen alles in allem
so viele Mittel zur Verfügung, daß noch 15 1000
Mark aufzubringen wären. Tiese Summe könnte
in drei bis fünf Jahren aufgebracht werden.
Demnächst soll ein Modell der Kirche mit dem
Erweiterungsbau aufgestellt werden.
Prien, 18. April. Die Villa des Postschaff.
neks Franz Mühlbauer dabier ging läuflich in
den Besitz der Freiin v. Brachel auf Frauenchiemsee
über.
Traunstein, 18. Aptil. Der Magistrat in
Traunstein bewilligte den Arbeitern eine Zulage
von täglich 15 Psg., für die Ehefrau und
jedes Kind unter 16 Jahren von 10 Pfg.
Mühldorf a. J., 18. April. Der verstorbene
Reichsrat v. Auer hat zugunsten der Gemeinde
Egglkosen 100 000 Mark als Stiftung für Er.
richtung einer Kinderbewahranstalt, sowie einer
ambulanten Krankenpflegestation teslamentarisch
permacht.
Boññer-tãg, 20. April 1816
Resenheim, 19. April.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Geoug Elas, Hausbesitzerssohn aus Bad Aibling,
Soldat im 227. Preuß. Res.-Inf.-gt.
Auszeichnungen im Felde. Ter Artillerie-Unteroffizier
Karl Laur aus Prien wurde
mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der
Krone und mit Schwertern ausgezeichnet.
Todeserklärung verschollener
Kriegsteilnehmer. Der Bundesrat beschloß
den Erlaß einer Verordnung, die die To
deserklärung der im gegemwärtigen Kriege verschollenen
Kriegsteilnehmer im Anschluß an die
Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches re
geli. Tie Todesertlärung kann beantragt wer
den, wenn von dem Verschollenen ein Jahr
leine Nachricht eingegangen ist. Unter dieser
Voraussetzung itt sie schon rährend des Kriegezuiässig.
Das Verfahren richtet sich nach der
Zivilprozeßordnung, deren Vorschriften in eini
gen Punkien ergänzt murden, wobei neben einer
zweckmäßigen Vereinfachung auf Verstärkung der
Bürgschaften für eine richtige Entscheidung Be
dacht genommen ist.
Siegesgeläute. Im Amteblan der Erz
diözese München-Freising mird ein Erlaß der
Regierung von Oberbayern vom 3. April 191,
veröffentlicht, wonach der König berei un
lterm 8. November 1915 die Gesuche des erzb.
Ordinariats und des Obertonsioriums um Ge
nehmigung eines festlichen Geläutes bei beden.
tungsvollen Wassenerfolgen zustimmend bean:
wWortet hat. Bei Beflaggung der Stiaatsgebäuc-=sind
die Kuchen unmittelbar davon in Kennn:
zu senen, von mehreren Kirchen desselben Orte
soll das Geläute u omoglich gleickzellig vorge
nommen werden.
Gendarmeriedienst. Auf Ansuche:
murde der Gendarmeriewachtmeister Franz Re:
ter in Prien ab 1. Mai in den Ruhestand ver
sjetzt. Verset murde der Gendarmeriewacht
meister Georg Ben von Anger nach Prien und
der Gendarm Jofef Winzlmeier von Pörnback.
Bl. Pfaffenhofen, auf Ansuchen auf die Kl.
Gendarmerie-Hauptstation Aibling.
Karfreitag. Der Karfreitag itt in lath.
liichen Orten kein Feiertag im Sinne der Genm#erdeordnung.
Es ist hiernach erlaubt, die Ge
schäfte Sffen zu halten. In dielen i#t es dem
freien Uebereinkommen der Inhaber mit der
Angestellien überlassen, ob leytere, soweit sie
sich zur erangelischen Konseision bekennen, fei
haben. Die meisten Geschäfte handeln hiernach.
Anders verfahren die Behorden. Der Post
dienst ist in Rsenlei oc folgt geordnet: Am
Karfreitag sind die Poitschalter dahier wie an
Sonn= und Feiertagen geoffnet, d. i. von 7 bis
8 und 10 bis 12 Uhr vorminags. Auch findet
an diesem Tage im Stadtbezirte nur eine ein.
malige Zuftellung ron Polktsendungen statt, und
zuar vormittags. Im hbiesigen Landbesiel:
bezirte rubt die Zunellung im allgemeinen gan;
bzw. sie hat wie an Sonntagen zu erfolgen.
Heringsverkauf. Der Kriegsausschuß
der Siadt Rosenbe: in hat fur die kommenden
Fasttage eine gloßere Partie Heringe ange
kauft, nelche in den einschlagigen hiesigen Geschäften
zum Preise von 2, Pfg. für drei Stuck
von heute ab zu haben find. Heringe sind ein
sehr nahrhaftes Essen und lassen sich auf viele
Arten zubereiten. Sehr beliebt sind sie zu Kar
toffeln oder als Heringsalat, wozu an Stelle
des Oeles ebmas Milch verwendet werden kann.
Viktualienmarkt. Am Gründonners.
lag werden 2 Zentner Schmalz in Halbpfund-Ballen
aus den Beständen der Stadt am Vil
luclienmarkt abgegeben. Um rmeiter bei der
detzeitigen Knapphen an Erzeugnisien der Milch
u itischaft dem gesteigerten Feubedurfnis in den
Familien nährend der Kartage Rechnung zu
tragen, uurde eine großere Menge Margarine
bester Zualilät erworben. Auch hiervon werden
am Gründonnerstag 3 Zeniner auf dem Wochenmartt
verkauft.
Zur Lage der Penisionisten. Zu denjenigen
Kreisen, die unter der jenigen Teuerung
am schmersten leiden. geboren die bayerischen
Pensionisten, besonders die Altpensionisten. E
mag deshalb für die Beteiligten von Intereis##
sein, wmie sich Finanzminier v. Breunig zu
dem von der libderalen und sozialdemokratischen
Fraliion gestellten Antrag auf Gewährung vont
Ausbesserungen bezu. Teucrungsbeihilfen an die
Alipensionisten und deren Hinterbliebenc in der
Landtagesitzung vom 2. März 1. J. dußertc.
Er bemertte: „Eine weitere Frage hat der Ab
gcordnete Loweneck berührt, das ilt die Frage,
ob nicht auch den Altpenjionären eine kräfngere
Oilfe gewährt werden müsse. Ich habe ber
fruherer Gelegenbei#t in diesem hohen Hause schon
beltont, daß es mir in meiner Stellung als Fi
nanzminister ganz besonders schmer fallt. die
sen Alltpensionären gegenüber nicht mit anderen
Mitteln rechnen zu konnen, als ich es bisher getlan
habe, sondern sie auf den Weg der Inanspruchnahme
der Unterstutzungen verweisen zu
mussen, von denen ich aber ausdrücklich erklür!
labe, daß sie gar nicht den Charakter von Unterstügungen
tragen sollen, sondern den Charalter
und auch den Namen von förmlichen Bei-
hilfen belommen. Ich glaube also, daß durch
Erneiterung der Fonds, die hiefür vorhanden