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Man weiß es, wie sehr schon Leibnitz eine Sammlung
deutscher Koncilien gewönscht hat, man weiß, daß Pfaff
durch Publicirung eines Konspekrus zu Erfüllung dieses Wunsches
Miene zu machen schien, und daß es sowohl dem ersiern
als dem letztern nicht an Kräften gefehlt haben würde, durch
ihre Ausführung Deutschland Ehre zu machen. Leibnitz hatte
wohl außer dem Vorzug des größern Genies auch den Vorzug
einer größern Kenntniß der politischen Geschichte Deutschlands
gehabt, den Vorzug eines freiern Zutritts zu manchen
Archiven katholischer Stifter und Klöster, welche dem Theologo
antihontilicio verschlossen geblieben wären. Schannar,
der berühmte Fuldische und Wormsische Geschichtschreiber, legte
wirklich Hand an das Werk, und da ihm der Tod die Ausführung
so wie mancher anderen, also auch dieser historischen
Idee zernichtete, so wurde Herrn Harzheim, einem sonst schon
aus andern Schriften bekannten Jesuiten, aufgetragen, Schannats
Stelle zu ersetzen; bei dem Abdruck des fünften Bandes
starb auch Harzheim, und ihm folgte jetzt in seiner Arbeit.
sein Ordensgenosse Hermann Scholl; auch dieser erlebte das
Ende nicht, sondern mußke die Ausfertigung der zwei letzten
Bände dem P. Neissen überlassen. Bei jedem dieser neuen
Arbeiter scheint die Fähigkeit, ein solches Werk auszuführen,
immer geringer gewesen zu seyn, als bei dem vorhergehenden:
Schannat war unstreitig unter allen der beste, und zwischen
ihm und Harzheimen ist wirklich ein viel größerer Abstand als
zwischen Harzheimen und seinen Ordensbrüdern. Man kennt
überhaupt die Vorwürfe, welche der verblichenen Gesellschaft
Jesu in Ansehung der historischen Treue schon so oft gemacht
worden, man war um so aufmerksamer bei einem solchen
Werke, wo es sich so leicht zeigen konnte, ob sie in Sirmonds
oder Harduins Fußskapfen treten würden, und der größte
Theil des gelehrten Publikums wünschte zum voraus, daß
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