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trolrechte,  zu  setzen  !?).  BuxrTon  wollte  von  beiden  Vorschlägen
nichts  wissen.  Er  sprach  das  grosse  Wort  aus:  der  Negerhandel
kann  nur  an  seiner  Quelle,  nur  in  Afrika  selbst  verstopft;  er
muss  durch  legitimen  Handel  ersetzt  werden.  Freie  Negerkolonien
nach  dem  Muster  von  Sierra  Leone  und  Liberia  sind  anzulegen,
  das  erniedrigte,  gesunkene  Afrika  muss  durch  Pflug  und
Evangelium  allmählich  ceivilisirt  werden.  Nicht  Verträge  und  internationaler
  Zwang,  sondern  Beförderung  von  Handel  und  Ackerbau
  zeigen  den  Weg,  um  aller  Sklavenausfuhr  über  See  ein
Ende  zu  machen.  Es  waren  erhabene  Ziele,  welche  die  von
BuxTon  beseelte,  von  England’s  Krone,  Parlament  und  Publikum
mit  Enthusiasmus  aufgenommene  neue  Agitation  sich  setzte.  Nur
freilich  mit  der  Grossartigkeit  derselben  stand  die  Kleinheit  des
vorgeschlagenen  und  in’s  Werk  gesetzten  Mittels  in  lächerlichem
(Gegensatz.  Das  klägliche  Scheitern  der  durch  die  „African  institution*
  im  Jahre  1839  angeregten  Nigerexpedition  —  ein
deutscher  Naturforscher  VOGEL,  Schicksalsgenosse  seines  berühmten
Namensvetters  EDUARD  VOGEL,  ging  dabei  zu  Grunde  —  brachte
die  Bewegung  bald  zum  Stillstand.  Aber  das  Ziel  war  einmal
gesteckt.  Einer  späteren  Zeit  ist  es  vorbehalten  gewesen,  auch
den  entsprechenden  Weg  zu  finden;  und  die  Protokolle  der  Berliner
  Conferenz,  wie  ihre  Beschlüsse  —  wir  haben  sie  oben  kennen
gelernt  —  bewegen  sich  offensichtlich  in  dem  BuxTon’schen  Gedankenkreise.


Zu  dem  Misserfolg,  den  die  neue  von  den  Engländern  als
nationales  Unternehmen  betriebene  Agitation  zur  Civilisirung
Afrika’s  alsbald  beklagte,  gesellte  sich  nun  aber  ein  weit  empfindlicheres
  Fiasko  im  Bereich  der  internationalen  Asgitation,
welche  inzwischen,  aller  der  skeptischen  Kritiken  ungeachtet,  auf
den  gewohnten  Bahnen  ihren  ruhigen  Fortgang  genommen  hatte.

18)  Es  knüpften  diese  Vorschläge  sich  an  das  seit  dem  spanisch-britischen
Regime  von  1835,  s.  o.  III  N.  67,  und  seinen  Nachahmungen  eingeschlagene
Verfahren,  die  auf  gekaperten  spanischen  Sklavenschiffen  gegriffenen  Neger  als
freie  Arbeiter  mit  siebenjährigem  Dienstzwange  (apprentices)  nach  Englisch-Westindien
  zu  bringen.  Nachdem  die  „apprenticeship“  allgemein  aufgehoben
worden  war,  schlug  eine  von  der  Regierung  angeregte  parlamentarische  Enquete
1842  vor,  jenes  System  durch  förmliche  Organisation  afrikanischer  Aus-.wanderung
  nach  Amerika  zu  erweitern.  Vgl.  die  interessante  Kritik  in  den
ebengenannten  Aufsätzen,  p.  966  ff.  und  1353.  HAUTEFEUILLE,  Droits  et  devoirs
  des  nations  neutres  3.  &amp;d.  I  p.  XXVIN.  1.