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Cass??)  ward  in  Nordamerika,  wo  man  das  Pamphlet  sofort  nachdruckte,
  höchst  populär.  Vergnügt  rieben  sich  dort  die  das  öffentliche
  Leben  immer  ausschliesslicher  beherrschenden  und  zerrüttenden
  Sklavokraten  über  die  erstaunlichen  Nachrichten  aus
Paris  die  Hände.  Auch  in  Amerika  begann  man  mit  der  Gefahr
eines  Krieges  zu  spielen.  WELLINGTON  schrieb  damals  ?°):  „Jonathan
  is  looking  to  France  and  French  alliance;  and  strange  to
say,  France  looking  to  Jonathan!“

Die  englisch-amerikanische  Differenz,  —  nur  einer  unter  der
bedrohlichen  Reihe  allmählich  aufgelaufener,  unausgeglichener
Posten  —  welche  der  französischen  Weigerung,  den  von  ihr  geschlossenen
  Vertrag  zu  ratifiziren,  als  willkommener  Rückhalt
diente,  hatte  direkt  mit  dem  Durchsuchungsrechte  nichts  zu
schaffen.  Ohne  Ooncession  war  ja  ein  solches  zu  Friedenszeiten
nicht  praktikabel,  und  die  Amerikaner  liessen  keinen  Zweifel  darüber,
  wie  sie  dem  von  den  Grossmächten  beabsichtigten  Uebereinkommen
  den  Anschluss  entschieden  versagen  würden.  Von
neuem  erklärten  sie,  sie  könnten  unter  keinen  Umständen  das
Sternenbanner  britischen  Jurisdiktionsakten  unterstellen.  Dass  sie
freilich  im  Jahre  1824  das  gegenseitige  „Right  of  search“  zu  dem
philanthropischen  Zweck  zugestanden,  demnach  doch  nichts  böses
darin  gefunden  hatten,  davon  wollten  sie  jetzt  nichts  mehr  wissen.
Ingrimmig  sahen  die  Offiziere  der  Royal  navy  auf  der  afrikanischen,
westindischen  und  brasilianischen  Station  vollgeladene  Sklaven:
schoner  unter  amerikanischer  Flagge  höflich  grüssend  an  sich  vorüherziehn.
  Und  die  Frage  hatte  sich  erhoben,  ob  denn  die  Flagge
allein  einem  Schiffe  die  seerechtliche  Immunität  zusichern  dürfe,
ob  die  Flagge  allein  den  vollgültigen  Beweis  der  Nationalität  abgebe,
  ob  ein  dem  Durchsuchungsrecht  unterworfenes  Schiff  sich
dieser  legalen  Prozedur  durch  blosses  Hissen  einer  amerikanischen
Flagge  entziehen  könne?  —  Es  war  eigentlich  eine  gar  nicht  aufzuwerfende
  Frage.  Wenn  PALMERSTON  bei  dieser  Gelegenheit  die
Schiffsflagge  als  einen  blossen  „Leinwandfetzen“  bezeichnet  hatte,

22)  Es  ist  der  spätere  Staatssekretär  während  der  Präsidentschaft
Buchanan’s.  Auch  uns  Deutschen  ist  sein  Name  aus  den  Naturalisationsstreitigkeiten
  mit  den  V.  St.  in  unerfreulicher  Erinnerung,  vgl.  Hırra's
Annalen  1875  S.  824.  Fr.  Karp  in  den  Preussischen  Jahrbüchern  XXXV  666.

28)  Am  3.  September  184%.  Ich  entnehme  die  Notiz  Pauur’'s  Gesch.
England’s  III  41  N.  ***,

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