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letztere  Materie  hat  den  gesetzgebenden  Körper  wiederholt  beschäftigt  und
führte  zu  einer  Reihe  von  Vorschlägen,  welche  im  Wesentlichen  in  der  Absicht
  gipfeln:  die  einzelnen  Abgeordneten  verfassungsrechtlich  an  die  von  ihnen
anlässlich  ihrer  Wahl  gegebenen  Versprechungen  und  Zusagen  zu  binden.  So
beantragt  der  Vorschlag  vom  11.  November  1881  (Annexe  No.  58):  Il  sera
nomm&amp;  dans  la  prochaine  r&amp;union  des  bureaux  une  Commission  de  vingtdeux
  membres  chargee  d’examiner  et  de  resumer  les  promesses,  professions
de  foi,  et  programmes  qui  ont  preside  aux  elections  legislatives  de  1881,  et
de  presenter,  dans  le  plus  bref  delai  possible,  un  rapport  ä&amp;  la  Chambre  sur
la  nature  et  la  portee  des  reformes  reclamees  par  le  pays.  Die  hierauf  ein
gesetzte  „Commission  charg&amp;e  de  depouiller  les  professions  de  foi:  et  les  programmes
  &amp;lectoraux“  hat  sodann  in  mehrfachen  Berichten  lediglich  eine  Uebersicht
  jener  Schriftstücke  und  ihres  gesetzespolitischen  Inhaltes  in’s  Auge  gefasst).

Die  eingreifendste  Aenderung  betraf  die  Form  der  Stimmenabgabe,  die
Technik  der  Wahl  der  Abgeordneten,  welche  zu  denjenigen  staatlichen  Einrichtungen
  gehört,  die  im  Laufe  der  verfassungsgeschichtlichen  Entwicklung
Frankreichs  den  grössten  Schwankungen  ausgesetzt  sind.  Die  Listenwah.
bedeutet  die  Zusammenfassung  beträchtlicher  Bruchtheile  der  gesammten
Staatsbevölkerung  zur  ungetheilten  gleichzeitigen  Wahl  mehrerer  Volksvertreter,
  oder  wenn  wir  vom  Territorium  ausgehen:  —  eine  derartige  Vertheilung
  der  Wahlen  (zur  Volksvertretung)  auf  das  Gesammtstaatsgebiet,  dass
grössere  (Grebietstheile  —  Departements  —  als  geschlossene  Wahlkreise  erscheinen,
  mit  der  Wirkung,  dass  jeder  wahlberechtigte  Bewohner  des  Departements
  soviel  Candidaten  zu  nominiren  berechtigt  ist,  als  gesetzmässig  Abgeordnete
  auf  den  ganzen  Wahlkreis  entfallen.

Die  Institution  ist  ihrem  Wesen  wie  ihrem  Namen  nach  dem  öffentlichen
  Recht  Frankreichs  von  den  ersten  Anfängen  der  constitutionellen  Verwaltung
  her  bekannt.  Schon  das  Gesetz  vom  22.  Dezember  1789  (sur  les
elections  et  sur  les  administrations  döpartementales)?)  operirt  mit  den  beiden
entgegengesetzten  Wahlmethoden  und  lässt  die  Abgeordneten  aus  Einzelwahlen
  (au  scrutin  individuel  et  successif),  die  Administrateurs  du  departement,
aus  Listenwahlen  (au  scrutin  de  liste)  hervorgehen;  ein  Gegensatz,  der  sich
auch  noch  im  Gesetz  vom  28.  Mai  1789  —  sur  la  reunion  de  la  premiere
Legislature®)  aufrechterhält,  während  die  Wahlen  zum  Convent  wieder  ausschliesslich
  individuell  vollzogen  wurden’).

LANEYRIE,  Etude  sur  la  reprösentation  proportionnelle  en  Portugal  l.  c.  p.  329—339.
—  Bruwaert,  Les  debats  des  assemblöes  legislatives  des  Etats  Unis  de
l’Amerique  du  Nord,  relatifs  a  la  reprösentation  proportionnelle.  Bull.  1.  c.
p.  477—581.  —  SEVERIN  DE  LA  ÜHAPELLE,  Le  scrutin  de  liste.  —  ÜCAMPAGNOLE,
De  la  repr&amp;sentation  proportionnelle.
®)  Chambre.  Expose  des  motifs  annexes  1883  p.  294,  rapport  sommaire  p.  1214
*)  S.  Chambre:  Expose  des  motifs  annexes  1881  p.  1634,  rapport  sommaire
p.  1798,  prise  en  consideration  J.  off.  vom  8.  und  12.  Februar  1882;  rapport
annexe  au  proces-verbal  de  la  seance  du  23  Fevrier  1882  (No.  466).  Discussion
J.  off.  vom  7.  März  1882.  Schlussbericht  der  Commission:  annexes  1883  p.  45.
8)  Faustın  H£LıE,  Constitutions  de  la  France,  S.  72  fg.  *)  H£uız  1.  c.p.  263  fg.
”)  Loi  sur  l’&amp;lection  de  la  Convention  nationale  du  11  aoüt  1792  art.  5.
Faustm  Hiuıe  1,  c.  p.  329  fg.