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stitutions  precedentes,  enleve  les  &amp;lecteurs  aux  influences  locales  en  &amp;loignant
  le  scrutin  de  leur  habitation,  et  les  force  &amp;  voter  pour  des  candidats
presque  tous  inconnus  qui  leur  sont  presentes  par  les  comites  de  chaque
parti“  (l.  c.  1086).  —  Das  durch  das  Gesetz  vom  15.  März  1849  in  den
Details  geregelte  Wahlverfahren  erhielt  sich  jedoch  nur  kurze  Zeit  hindurch
  in  Rechtskraft,  da  die  Verfassung  vom  14.  Januar  1852  zum  individuellen
  Wahlverfahren  zurückkehrend  im  Art.  36  die  Listenwahl  ausdrücklich
  aufhob!?):  „Les  deputes  sont  &amp;lus  par  le  suffrage  universel  sans  scrutin
de  liste.“  Diese  Form  der  Stimmenabgabe  bildete  fortan  einen  wichtigen
Bestandtheil  für  das  Öffentliche  Recht  des  zweiten  Kaiserreichs  mit  dessen
Untergang  sie  selbst  wieder  ihre  gesetzliche  Geltung  verlor.  Denn  die
Regierung  der  nationalen  Vertheidigung  stellte  mittelst  der  Decrete  vom
15.  September  1870  und  vom  29.  Januar  1871  (Art.  3)  die  Wahlverfassung
der  zweiten  Republik  wieder  her,  so  dass  die  am  13.  Februar  in  Bordeaux
versammelte  Assemblee  Nationale  aus  Listenwahlen  nach  Anordnung  des
Gesetzes  vom  15.  März  1849  hervorgehen  konnte  '®).

Die  umfassende  Reform  des  französischen  Verfassungsrechts  vom  Jahre
1875  kehrte  bezüglich  der  Deputirtenwahlen  wieder  zum  System  der  Decrete
vom  2.  Februar  1852  zurück  durch  die  Bestimmung  des  Gesetzes  vom  30.  November
  1875  (Loi  organique?®)  sur  l’Election  des  deputes)  Art.  14:  —  Les
membres  de  la  Chambre  des  deputes  sont  &amp;lus  au  scrutin  individuel.  Chaque
arrondissement  administratif  nommera  un  depute.  Les  arrondissements  dont
la  population  depasse  100,000  habitants  nommeront  un  depute  de  plus  par
100,000  ou  fractions  de  100,000  habitants.  Les  arrondissements  dans  ce  cas
seront  divises  en  circonscriptions  dont  le  tableau  sera  etabli  par  une  loi  et
ne  pourra  &amp;tre  modifi&amp;  que  par  une  loi?').  —  Wesentlich  gegen  diese  Bestimmung
  des  Gesetzes  vom  80.  November  1875  richtet  sich  nunmehr  wieder
das  neueste  Gesetz  vom  16.  Juni  1885,  indem  dasselbe  wieder  an  die  Stelle
der  Individualwahl  die  Listenwahl  treten  lässt.

Nachdem  wir  im  Vorstehenden  den  geschichtlichen  Wandel  des  Rechtsinstitutes
  nach  dem  Quellenmateriale  des  französischen  Staatsrechts  aufgezeigt
haben,  lassen  wir  das  die  neueste  Entwickelungsphase  begründende  Gesetz
nachstehend  im  Originalwortlaute  folgen.

18)  Faustın  H£uıE  p.  1170.

#)  Poupra  et  Pierre  l.c.  p.  329.  He£uıe  p.  1360.  Das  ergänzende  Gesetz
vom  10.  April  1871  s.  bei  Trıpır.  Les  codes  frang.  (1881)  p.  1577.

#0)  Die  Bezeichnung  loi  organique  im  Titel  einiger  Gesetze,  welche  in
Verbindung  mit  den  Verfassungsgesetzen  des  J.  1875  publieirt  wurden,  conferirt
den  so  bezeichneten  Gesetzen  keinerlei  Eigenschaft,  welche  sie  juristisch  von
anderen,  jenen  Zusatz  nicht  führenden  Gesetzen  zu  unterscheiden  vermöchte.
In  keinem  Falle  kommen  bei  ihnen  die  die  Aufhebung  oder  Modification  erschwerenden
  Bestimmungen  in  Betracht,  welche  nach  heutigem  französischen
Staatsrecht  den  Bestand  der  lois  constitutionnelles  zu  sichern  bestimmt  sind.
S.  Art.  8  des  Gesetzes  (Loi  constitutionnelle  sur  l’organisation  des  pouvoirs
publics)  vom  25.  Februar  1875.  —  TRIPIER  p.  6.  —  Faustn  H&amp;ue:  „ce  titre
(de  loi  organique)  qui  est  une  reminiscence  de  la  constitution  de  1848,  n’a
aucune  consequence  juridique.*  1.  c.  p.  1435.

#1)  Trıpıer  p.  1752.