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innere  und  das  äussere  nannten.  Das  erstere,  d.  h.  das  staatsrechtliche,
  findet  im  Tit.  Dig.  50,8  „de  administratione  rerum
ad  civitates  pertinentium“  seine  Behandlung  und  wird,  insbesondere
  bezüglich  der  Haftung  des  Beamten,  von  wesentlich  anderen
Rechtsgrundsätzen  geleitet,  als  das  letztere,  d.  h.  das  zivilrechtliche
  Rechtsverhältniss,  welchem  die  folgenden  Betrachtungen  gewidmet
  sein  werden.

Das  römische  Recht  hat  die  zivilrechtliche  Verantwortlichkeit
  des  Beamten  im  Allgemeinen  einfach  dergestalt  geregelt,
dass  es  auf  die  Deliktsklage  gegen  Amtshandlungen  die  Grundsätze
  der  Deliktsklage  gegen  Privathandlungen  anwendete.  Das
öffentliche  Amt  bewirkte  hier  hinsichtlich  der  Strenge  der  zivilrechtlichen
  Haftbarkeit  grundsätzlich  keine  Modifikation  *®).

Was  zunächst  die  Sachbeschädigung  angeht,  so  haftet  daher
der  Beamte  wie  jeder  Private  nach  den  Grundsätzen  der  actio
legis  Aquiliae®).  Es  ist  uns  bezüglich  dieses  Punktes  in  fr.  12
und  13  (Mommsen:  fr.  13  und  14)  D.  de  peric.  et  comm.  rei
vend.  18,6  ein  Beispiel  berichtet:

„Leectos  emptos  aedilis,  cum  in  via  publica  positi  essent,
concidit:  si  traditi  essent  emptori  aut  per  eum  stetisset  quo
minus  traderentur,  emptoris  periculum  esse  placet  eumque  cum
aedıli,  si  id  non  jure  fecisset,  habiturum  actionem  legis  Aquiliae:
  aut  certe  cum  venditore  ex  empto  agendum  esse,  ut  is
actiones  suas,  quas  cum  aedile  habuisset,  ei  praestaret.“

Wegen  anderweitiger  Vermögensbeschädigung  wird  im  römischen
  Rechte  bekanntlich  uur  für  dolus  gehaftet.  Daher  ist
auch  der  Beamte  wegen  blosser  Vermögensbeschädigung  nur  für
dolus  verhaftet  °).

Dieser  Satz  ist  jedoch  in  Praxis  und  Theorie  unter  Hinweis
auf  fr.  6  (Momnsen  fr.  8)  D.  de  admin.  rer.  ad  civ.  pert.  50,8  bestritten
  worden”).  Dieses  fr.  6,  welches  folgendermaassen  lautet:

*)  MomMmsEn,  römisches  Staatsrecht  I  S.  673  ff.  674  und  A.  1.

6)  Vgl.  Buppe  und  ScHmipr,  Entsch.  des  Gr.  Mecklenburg  0.-A.-G.
Rostock  VI  (n.  F.  I)  n.  66,  S.  252  ff.

e)  Soum,  Institut.$  72  S.  242  g.  E.  Steht  auch  hier,  wie  bei  Kontrakten
  culpa  lata  dem  dolus  gleich?  Eine  bekannte  Streitfrage..  Vgl.
Fr.  Mommsen,  Beiträge  zum  Obligationenrecht  III  S.  358/359.

”)  S.  z.  B.  das  oberstricht.  Erk.  in  SEUFFERT,  Archiv  ete.  XX  n.  38
I,  166,  II,  54,  III,  326/327,  V,  135,  174.  SEUFFERT,  Lehrb.  des  prakt.