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ausschliesslich  beschäftigt:  auf  straf-  und  zivilrechtliche  Delikte,
welche  der  Beamte  in  Ausübung  oder  in  Veranlassung  der  Ausübung
  seines  Amtes  begeht  !°).

Für  die  Frage,  welche  Verwaltungsorgane  als  agents  du
(Grouvernement  zu  bezeichnen  seien,  hat  die  Judikatur  des  Kassationshofes
  nach  mancherlei  Schwankungen  ein  weitgefasstes  Prinzip
entwickelt:  Sie  zählt  zu  jener  Kategorie

„jes  individus  d&amp;signes  par  le  gouvernement  pour  exercer  une
portion  quelconque  d’autorite  publique“  !1).

Einen  etwas  präziseren  Ausdruck  hat  dieses  Prinzip  in  neuerer
Zeit  durch  die  Worte  des  Generaladvokaten  am  Pariser  Appellhofe
  erhalten:

„Il  faut  d’abord  que  le  fonctionnaire  recoive  son  titre  de  la
loi  m&amp;öme,  en  deuxiöme  lieu,  qu'il  y  ait  un  droit  d’initiative,
une  action  personnelle  et  non  un  simple  droit  de  surveillance
ou  de  döliberation,  enfin  qu’il  exerce  sa  fonction  au  nom  m&amp;me
du  Gouvernement“  12).

Hiernach  dürfen  drei  Momente  als  wesentlich  für  den  Begriff

des  agent  du  Gouvernement  bezeichnet  werden:

1)  Für's  erste  ist  erforderlich,  dass  der  agent  mit  einer
selbständigen  Ausübung  seines  Amtes  betraut  sei,  dass  die
Handhabung  eines  Theiles  der  Verwaltungsthätigkeit  seinem  selbständigen
  Ermessen  anheimgegeben  sei.  Die  der  blossen  Ausführung
  dienstlicher  Befehle  dienenden  Organe  —  ein  Erkenntniss
des  Pariser  Kassationshofes  führt  an  die  „simples  agents  d’ex&amp;-cution
  et  auxiliaires  des  veritables  d&amp;positaires  de  l’autorite
publique“  !3)  —  werden  der  Klasse  der  agents  du  Gouvernement
nicht  zugezählt  '%).

2)  Weiterhin  ist  für  den  aufgestellten  Begriff  wesentlich,
dass  der  agent  nach  aussen  hin  thätig  werde,  dass  seine
Functionen  sich  nicht  auf  die  Ueberwachung  des  inneren  Dienstes

10)  DatLoz  n.  29.  30.

11)  Dartoz.  n.  34  sub.  3.  Vgl.  das  Urth,  des  Pariser  Kassationshofes
v.  18.  April  1868  bei  DarLoz,  Recueil  periodique  etc.  1869  I”®  partie  8.  378.

12)  DanLoz,  Recueil  1868  IIm®  partie  S.  5.  FomekrscHh  S.  846/347.

18)  Ygl.  das  in  A.  11  soeben  zit.  Erkenntniss.

14  Hier  erlangt  die  von  LaBann  I  S.  390  aufgestellte  Behauptung,  dass
eine  Scheidung  höherer  und  niederer  Dienste  zwar  nicht  für  den  Beamtenbegriff,
  wohl  aber  für  die  Klassifizirung  der  Beamten,  für  das  Maass  von  Rechten,
  welches  ihnen  zukommt,  bestimmend  sein  kann,  einen  praktischen  Beleg.