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Wir  können  uns  bei  aller  bereitwilligen  Disposition  zum  Nachdenken
  des  Gefühls  nicht  erwehren,  dass  in  dem  aufwandvoll
Gesagten  zumeist  nichts  anderes  enthalten  ist,  als  die  Umsetzung
eines  Komplexes  mystisch  verbundener  Vorstellungen  aus  der
Form  des  Bildes  oder  der  unbewiesenen  Behauptung  in  die
eines  scheinbar  rationellen  Systems.  Ich  stimme  in  diesem  Punkte
vollständig  mit  der  der  Sachlage  treffend  angepassten  Bemerkung
SCHUPPE’s  !!)  überein,  der  auch  in  den  allgemeinen  Grundgedanken
der  Bausteine  nicht  eine  wirklich  allumfassende  philosophische
Grundauffassung  der  Welt  und  des  Lebens  erblickt,  sondern  „einfache
  Mittheilungen,  in  denen  nicht  die  Spur  einer  erkenntnisstheoretischen
  Prüfung  und  Analyse  der  verwendeten  Begriffe“  zu
entdecken  sei.

Auf  das  sociale  Leben  übergehend,  findet  Post  natürlich  auch
in  dessen  Elementen  die  morphologischen  Grundzüge,  welche  durch
das  ganze  Weltall  gehen  auf  das  Deutlichste  ausgeprägt.  Die
Ernährungsgesellschaften,  die  Fortpflanzungsgemeinschaften,  die
Völkerschaften  der  Thiere,  die  Geschlechter,  Stämme,  Völker  der
Menschen  mit  allen  von  ihnen  erzeugten  socialmorphologischen
Bildungen  zeigen  überall  den  gleichen  Aufbau,  wie  die  sonstigen
kosmischen  Individuen.  Die  Elementarorganismen,  auf  welche  die
socialen  Verbände  sich  gründen,  sind  die  biologischen  Individuen.
  Mehrheiten  derselben  sehen  wir  im  Völkerleben  organisch
vereinigt  zu  kosmischen  Theilsystemen  höherer  Ordnung  und  über
diesen  socialen  Verbänden  niederer  Ordnung  stehen  wieder  solche
höherer  Ordnung,  ganz  nach  dem  Strukturschema  der  Gliederung
des  Weltalls  im  Uebrigen  (8.  7).  Klingt  schon  hier  die  Bemerkung
  „ganz  nach  dem  Strukturschema*  doch  etwas  allzu  zuversichtlich
  und  befremdend  innerhalb  eines  rein  empirisch  fundirten
Systems,  so  wächst  unser  Bedenken  gegen  den  ausgedehnten
Gebrauch  unverarbeiteter  Begriffe  um  ein  Beträchtliches,  wenn
uns  gerade  an  entscheidenden  Stellen,  an  Punkten,  wo  das  Ohr
das  lösende  Wort  zu  empfangen  hofft,  allgemeine  Formeln  entgegentönen,
  deren  leichter  Fluss  und  konventionelle  Glätte  über  den
Mangel  ihrer  inneren  Fundirung  nicht  hinweg  zu  helfen  im  Stande
sind.  So  wenn  Verfasser  von  dem  „allgemeinen  physiologischen
Gesetze“  spricht  „welches  überall  im  Kosmos  zu  Tage  tritt“

11)  Die  Methoden  der  Rechtsphilosophie.  Zeitschrift  f.  vergl.  Rechtswissenschaft,
  V.  Bd.,  S.  234.