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zu  einem  zusammenfassenden  Urtheile,  zu  einer  geistigen  Beherrschung
  des  Stoffes:  die  angehäuften  Daten  können  bei  gutem
Gedächtniss  zur  Erweiterung  der  Kenntniss,  aber  an  sich  nie  zur
Erkenntniss  führen.  Die  Methode  übersieht  in  ihrem  Gewölke
von  Details,  dass  nicht  alle  Daten,  deren  sie  habhaft  werden
kann,  als  technisches  Material  schlechthin  dienen  können;  dass
sich  hierzu  eben  nur  diejenigen  eignen,  welche  neben  zahllosen
irrelevanten  als  materielle  Erscheinungsträger  eines  bestimmten
Rechtsgebietes  sich  darstellen.  Diese  als  wesentliche  Momente
der  verschiedenen  Lebenskreise  des  socialen  Organismus  hervortretenden
  Thatsachen,  sind  vermittelst  eines  objectiv  dialektischen
Verfahrens  aufzusuchen  und  darzulegen,  weil  nur  sie  allein  die
juristische  Seite  der  reinphysischen  Lebensverhältnisse  darstellen
und  sie  allein  die  Substanzürung,  die  Verwirklichung  der  Rechtsidee
  bezeugen.

Sodann  aber  verfällt  die  sociologische  Methode  bei  der  Betonung
  der  positiven  gegenüber  den  ideellen  Potenzen  naturgemäss
in  den  Fehler,  dass  sie  aus  einer  betrachteten  Kombination  von
mehrfachen  Erscheinungen,  beliebig  bloss  eine  als  für  sich  bestehend
  fingirt,  sich  hierdurch  die  Untersuchung  erleichtert,  dies
einzelne  Moment  ferner  ergründet  und  dann  meint,  es  sei  ihr  Ausspruch
  über  die  Natur  und  Wesenheit  dieses  isolirt  gedachten
Moments  auch  da  noch  giltig,  wo  von  dem  Konflikte  jener  Lebenserscheinung
  mit  den  übrigen  wieder  die  Rede  ist.  Sie  bedenkt
nicht  immer,  dass  das  aus  einer  Situation  herausgerissene  Moment,
durch  dieses  Isolirtwerden  eine  ganz  andere  Bedeutung  erhalte,
eine  ganz  andere  Natur  und  Wesenheit  annahm,  als  ihm  zur  Zeit
zukam,  da  es  noch  der  thatsächlich  immer  ungetrennt  bleibenden
Einheit  der  Phaenomene  zugehörte.  Wenn  ein  aus  einer  Kombination
  herausgerissenes  Glied  wieder  in  die  Kombination  zurückgedacht
  wird,  so  hat  sich  die  Natur  und  Wesenheit  jenes  Gliedes
durch  den  Zurücktritt  in  die  Kombination  nicht  etwa  so  geändert,
dass  nun  bloss  neu  hinzugetretene  Momente  hinzu  addirt  werden
müssten;  nein  es  hat  sich  die  ganze  Struktur  und  Natur  der  gedachten
  Thatsache  vollständig  verändert,  so  dass,!wenn  ihre  geistige
Verwerthung  beabsichtigt  ist,  die  Wiederaufnahme  des  ganzen
Denkprozesses  unter  den  geänderten  Umständen  zur  unerlässlichen
  Vorbedingung  wahrhaft  wissenschaftlicher  Arbeit  wird.

Ziuzugeben  ist  dabei,  dass  freilich,  alle  empirische  Wahr-