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dies  nicht  etwa  als  ein  Verzicht  auf  die  exterritoriale  Stellung,
sondern  nur  als  eine  berechtigte  Maassgabe  der  Zulassung  zu  verstehen,
  wie  sie  auch  ohne  besondere  Stipulation  als  die  stillschweigende
  Voraussetzung  der  Zulassung  anzusehen  sein  würde.

Wir  würden  nunmehr  dazu  übergehen  können,  die  besonderen
Konsequenzen  aus  dem  Recht  der  Exterritorialität  der  Kriegsschiffe
  zu  ziehen,  wenn  dieses  Recht  sich  der  einmüthigen  Anerkennung
  aller  Autoritäten  zu  erfreuen  hätte.  Das  ist  jedoch
nicht  der  Fall,  und  zwar  haben  nicht  nur  einzelne  namhafte
Publizisten  die  Exemtion  der  Kriegsschiffe  in  fremden  Gewässern
von  der  dortigen  Jurisdiktionshoheit  negirt,  beziehungsweise  nur
mit  Beschränkung  anerkannt,  sondern  auch  staatlicherseits  ist
neuerdings,  und  zwar  in  England,  das  Prinzip  in  Frage  gestellt
worden.

Von  Publizisten  sind  namentlich  LAmPrEepı!®),  Azunı!')
und  PINHEIRO-FERREIRA!!)  für  die  Unterstellung  der  in  fremden
Hoheitsgewässern  befindlichen  Kriegsschiffe  unter  die  Jurisdiktionsgewalt
  des  fremden  Staates  eingetreten.  Beachtenswerther  als
deren  Auslassungen,  welchen  eine  juristische  Begründung  fehlt,
sind  die  offiziellen  Erörterungen,  die  in  England  aus  Veranlassung
  der  Frage  über  das  Asylrecht  von  Sklaven,  welche  sich  an
Bord  britischer  Kriegsschiffe,  während  die  letzteren  in  den  Häfen
von  Sklavenstaaten  lagen,  geflüchtet  hatten,  gepflogen  wurden.

 

 

118)  LAMPREDI,  Trattato  del  commercio  dei  popoli  neutrali  in  tempo  di
guerra,  8.  111  ff.  Derselbe  bemerkt  zur  Begründung  seiner  Meinung:  „nel
territorio  d’un  principe  non  havvi  ne  Juogo  n8  persona  sopra  cui  il  soviano  non
eserciti  il  sonmo  impero.“

114)  Azunı,  Sistema  universale  dei  principii  del  diritto  marittimo  dell
Europa,  I.,  S.  96  ff.,  woselbst  es  heisst:  „che  escluso  il  comando  militare,  il
quale  resta  intatto  per  la  qualitä  e  natura  della  nave  di  guerra,  s’  intenderä
per  ogni  altro  riguardo  sottoposta  la  stessa  nave  e  l’equipaggio  alla  giurisdizione
  del  Sovrano  del  porto.“

115)  PINHEIRO-FOREIRA,  Cours  de  droit  public,  IL,  S.  18  $  56:  „Apres
avoir  assimile  l’hötel  de  l’envoye  au  territoire  de  son  pays,  ils  (les  publicistes)
ont  cru,  et  avec  plus  de  raison,  il  faut  l’avouer,  que  les  vaisseaux  de  guerre
devaient  aussi  &amp;tre  consideres  comme  des  portions  detachees  du  territoire  auquel
ils  appartiennent,  et  que  par  consequent,  lorsqu’ils  sont  mouilles  dans  un  port
etranger,  les  malfaiteurs  du  pays  doivent  trouver  &amp;  leur  bord  un  asile  aussi
inviolable  que  dans  l’hötel  de  l’ambassadeur  ou  dans  le  pays  m&amp;öme  auquel  ces
vaisseaux  appartiennent.  Cette  application  de  leur  chimerique  fiction  aux  vaisseaux
  de  guerre  est  encore  plus  denuee  de  raison  que  lorsqu’il  s’agit  de  l’hötel
et  des  equipages  de  l’ambassadeur.“