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den  Schutz  seiner  Flagge  zu  nehmen;  es  würde  dies  einen  Missbrauch
  der  dem  Kriegsschiffe  erwiesenen  Gastfreundschaft  involviren
  und  die  Verweisung  desselben  aus  den  Hoheitsgewässern
Seitens  der  Territorialmacht  vollkommen  rechtfertigen  '°°).

Die  Territorialbehörde  darf  aber,  wenn  ihrem  Ersuchen  um
Auslieferung  nicht  entsprochen  wird,  die  letztere  nicht  mit  Gewalt
  durchzusetzen  suchen’).  Anders  freilich  liegt  das  Verhältniss,
  wenn  etwa  in  dem  Falle  einer  Revolution  der  Kommandant
eines  fremden  Kriegsschiffes  das  letztere  zu  einem  Schlupfwinkel
für  die  Aufständischen  hergeben  wollte.  Es  wird  alsdann  der  in
ihrer  Integrität  bedrohten  Regierungsgewalt  die  Befugniss  einer
Zwangsaktion  gegen  ein  derartiges  völkerrechtswidriges  Verhalten
nicht  versagt  werden  können.  Das  ist  aber,  wie  bereits  oben  (TI)

150)  yon  Bar  a.  a,  OÖ.  $  154;  ORTOLAN,  a,  a.  O.  I,  S.191  und  293  ff.  —
Die  Queens  Regulations  setzen  im  Act.  422  fest:  „l.  Ships  in  the  ports  of  a
foreign  country  are  not  to  receive  on  board  persons,  although  they  may  be
British  subjects,  seeking  refuge  for  the  pourpose  of  evading  the  laws  of  the
foreign  country  to  which  they  may  have  become  amenable,  2,  During  political
disturbances  or  popular  tumults  refuge  may  be  afforded  to  persons  flying
from  imminent  personal  danger.  In  such  cases  care  must  be  taken  that  the
refugees  do  not  carry  on,  from  Her  Majesty’s  Ships  correspondence  with  their
partisans,  and  the  earliest  opportunity  must  be  taken  to  transfer  them  to  some
place  of  safety.  3  Except  in  extreme  cases,  passages  should  not  be  given  to
the  subjects  of  foreign  Governments.  4.  Whenever  circumstances  may  permit,
Naval  Officers  should  communicate  with  Her  Majesty's  Diplomatie  or  Uonsular
  Servants  on  the  spot,  before  taking  steps  for  the  reception  of  refugees  on
board  their  Ships.*  Fast  genau  dieselben  Vorschriften  enthält  das  ital.  Regl.
im  Anl.  29,  mit  dem  Zusatz:  „ma  una  volta  T’asilo  concesso  esso  &amp;  inviolabile
e  va  difeso  come  l’onore  della  bandiera  nazionale*;  im  Anl.  454  ist  ausserdem
verordnet,  dass  politische  Flüchtlinge,  denen  eine  Zuflucht  bewilligt  ist,  keinerlei
Kommunikation  mit  dem  Lande  haben  sollen,  damit  das  Schiff  nicht  kompromittirt
  werde.

161)  Cauvo,  droit  intern,  I,  $  617  bemerkt:  „Du  principe  qui  en  toute
circonstance  exempte  les  navires  de  guerre  de  P’action  "des  autorites  ainsi  que  de
la  jurisdietion  civile  et  criminelle  des  tribunaux  du  pays  etranger  ou  ils
mouillent,  il  r&amp;sulte  que  pönetrer  &amp;  leur  bord  par  force  est  une  violation  de
pavillon,  qui  pent  entrainer  les  plus  graves  eonsöquences  et  justifier  une  rupture
de  relations  entre  deux  Etats.“  —  FieLo,  a.  a.  0.  $  205  (Anm.  2)  hebt  hervor:

„le  droit.  d’asile,  d’une  nation  ne  s’etend  pas  seulement  a  son  territoire  mais

a  tous  les  autres  lieux  places  sous  son  empire  exolusif“  und  kommt  biernach
zu  dem  Schluss:  „on  ne  pourrait  forcer  un  navire  de  guerre  &amp;  livrer  un  fugitif.“
S.  auch  von  Bar  a.  a.  O.  8  154,  während  Fr.  von  MARTENS  a.  a.  O.  8.  256
ein  unbegrenztes  Asylrecht  nicht  anerkennt.