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Datum  bezüglich  der  zu  Paris  abgeschlossenen  Separatverträge
über  den  Austausch  von  Postanweisungen  und  Briefen  mit  angegebenem
  Werth  dem  Reichstage  übergeben  werden.“

Der  Weltpostverein  hat  alle  Hoffnungen,  die  seit  den
Congressen  von  Bern  und  Paris  für  seine  schleunige  weitere  Entwicklung
  gehegt  wurden,  nicht  bloss  befriedigt,  sondern  weit
übertroffen.  Am  1.  April  1879  traten  noch  Neu-Fundland
die  Goldküste  von  Britisch  Gambia,  Tagos,  Sierra-Leona
  und  die  Falklands-Inseln  hinzu.  Am  1.  Juli  1879
folgten  eine  Anzahl  zu  den  Antillen  gehörender  westindischer
Inseln  Antiqua,  Dominica,  Montserrat  und  St.  Christoph,
  die  virginischen  Inseln  und  Bulgarien;  am
1.  Januar  1880  Venezuela;  am  1.  Juli  1880  Ecuador,  Uruguay,
  die  Bahama-Inseln;  am  1.  Oktober  1880  die  Republik
  Domingo;  am  1.  Februar  1881  Grenada,  St.  Lucia,
Tabago  und  die  Turks-Inseln;  am  1.  April  1881  Chile;
am  1.  Juli  1881  Columbia,  Haity,  Paraguay;  am  1.  August
1881  Guatemala;  am  1.  September  1881  Barbados  und  St.
Vincent,  am  1.  Januar  1882  Hawai  (Sandwichsinsel);  am
1.  Mai  1882  Nicaragua  und  am  1.  Jan.  1883  Costa-Rica.

Am  4.  Februar  1885  trat  zu  Lissabon  eine  neue  Üongresssitzung
  des  Postweltvereins  zusammen,  welche  am  21.  März
beendigt  wurde.  Während  dieser  Zeit  fanden  7  Plenarsitzungen
und  eine  grosse  Anzahl  von  Commissions-  und  Subcommissionssitzungen
  statt.  Nach  dem  Archiv  für  Post  und  Telegraphie
  vom  9.  Mai  1885,  welches  dem  Amtsblatte  des
Reichspostamtes  beiliegt,  handelte  es  sich  bei  dem  Congress
zunächst  um  den  weiteren  Ausbau  des  Weltpostvereins  und  um
Befestigung  und  Erweiterung  der  innerhalb  derselben  bestehenden
Vereinigungen  zum  Zwecke  des  Austausches  von  Briefen  mit  angegebenem
  Werthe,  von  Postanweisungen  und  von  Postpacketen.
„Dann  aber,  so  heisst  es  weiter,  galt  es  die  Prüfung  und  Beschlussfassung
  über  neueinternationale  Uebereink  ommen,
  wegen  Einziehung  von  Geldern  in  Folge  des
Postauftrages,  wegen  Besorgung  von  Zeitungsbezügen
durch  die  Post,  wegen  Einführung  von  Ausweisbüchern
und  endlich  wegen  einheitlicher  Organisation  der