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Lage  ist,  dem  Auswanderer  die  relativ  beste  Reisegelegenheit
nach  seinem  Endziele  zu  empfehlen.

Auch  muss  der  Auswanderer  sich  passend  für  die  Niederlassung
  im  fremden  Lande  ausrüsten,  wozu  ihm  eine  Gelegenheit
in  der  engeren  Heimat  besser  und  billiger  geboten  wird,  als  in
der  ihm  in  allen  Beziehungen  unbekannten  Seestadt.  Der  Unternehmer,
  weicher  beispielsweise  in  Stuttgart  oder  Karlsruhe  seinen
Wohnsitz  hat,  muss  notwendig  die  Bedürfnisse  und  Gewohnheiten
seiner  engeren  Landsgenossen  besser  kennen,  als  der  Unternehmer,
welcher  in  Bremen  oder  Hamburg  seinen  Sitz  hat.  Der  Geschäftsbetrieb
  weniger  grosser  Rheder  in  den  Seestädten,  welche
die  deutschen  Auswanderer  in  Massen  an  der  amerikanischen
Küste  absetzen,  wenn  sie  sich  nicht  weiter  als  um  dieses  Beförderungsgeschäft
  bemühen,  dient  nicht  den  nationalen  Interessen,
und  man  kann  in  diesem  Falle  nicht  sagen,  wie  es  in  den  Motiven
  (S.  16)  heisst,  dass  der  Geschäftsbetrieb  dieser  Unternehmer
  von  erheblich  wirtschaftlicher  Bedeutung  für  die  Gesamtzahl
  der  deutschen  Bundesstaaten  sei.

Die  süd-  und  westdeutschen  Auswanderer  werden  wegen
der  grossen  Ersparnis  an  den  Kosten  der  Eisenbahnfahrt,  die  für
einzelne  Landesteile  mehr  als  50°]o  beträgt,  in  der  Mehrzahl  lieber  an
einem  belgischen  oder  holländischen  Hafenplatze  sich  einschiffen.
Es  ist  nicht  einzusehen,  warum  die  Beförderung  und  die  damit
zusammenhängenden  Geschäfte  dieser  Leute  durch  Auswanderungsgeschäfte
  in  Bremen  und  Hamburg.  oder  gar  durch  deren  Filialen
in  Antwerpen  und  Rotterdam  besorgt  werden  sollen.

Ausser  diesen  materiellen  Gründen,  welche  gegen  die
Monopolisirung  einzelner  grosser  Rheder  in  den  Seestädten  sprechen,
kommen  auch  solche  von  nationaler  Bedeutung  in  Betracht.  Die
Unternehmer  in  den  verschiedenen  Landesteilen  bieten  viel  eher
die  Möglichkeit,  dass  der  Auswanderer  sein  eigentliches  Endziel
ungefährdet  erreicht;  und  soweit  sie  dem  Auswanderer  die  Ausrüstung
  liefern,  seine  Geldüberweisung  besorgen  oder  ähnliche
Vertrauensgeschäfte  für  ihn  abwickeln,  ist  anzunehmen,  dass  der
spätere  Kolonist  mit  seiner  alten  Heimat  durch  dieselbe  Vermittlung
  in  ständiger  Verbindung  bleiben  kann.  Dieser  Erfolg