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configuration  erfahren  hat.  Warum  sollte  es  also  begrifflich  unmöglich
  gewesen  sein,  am  Eingange  dieser  Periode  unter  den  betheiligten
  Staaten  ganz  formell  die  Geltung  eines  Völkerrechtes
zu  statuiren,  welches  eine  Verschiebung  des  status  quo  grundsätzlich
  ausschloss?  Und  wer  möchte  demgegenüber  zu  bestreiten  wagen,
dass,  wenn  eine  derartige  grundsätzliche  Fixirung  stattgefunden
hätte  oder  noch  stattfände,  damit  der  friedlichen  Entwickelung
  der  Kulturwelt  um  Vieles  mehr  gedient  sei,  als  wenn  eine
solche  Fixirung  dauernd  unterbliebe?!  Man  braucht  wirklich  nur
das  Thema  probandum  genau  und  fest  in’s  Auge  zu  fassen,  und
kein  „gewiegter  Staatsmann‘  und  kein  Historiker,  der  mit  dem
ewigen  Wechsel  der  Verhältnisse  rechnet,  kann  dasselbe  als  etwas
in  sich  begriffliches  Verfehltes  oder  als  etwas  Schädliches  oder
als  überhaupt  praktisch  Undurchführbares  hinstellen.  Die  Frage
kann  höchstens  die  sein,  ob  es  in  einem  gegebenen  Augenblicke
aus  thatsächlichen  Gründen  möglich  sei,  ein  Staatensystem  zwischen
einer  bestimmten  Anzahl  von  Kulturstaaten  zu  gründen?  Und
diese  Frage  kann  vielleicht  für  heute  und  morgen  zu  verneinen
sein;  aber  das  ist  keine  besondere  historische  Weisheit,  sondern
lediglich  ein,  wenn  auch  nur  mittelbarer,  so  darum  doch  nicht
minder  zwingender  Beweis  mehr  dafür,  dass  es  an  sich  durchaus
angängig  ist,  ein  Völkerrecht,  im  wahren  Sinne  zu  schaffen,  und
dass  es  die  Pflicht  jedes  denkenden  Menschen  sein  muss,  auf  die
Verwirklichung  dieses  Gedankens  mit  allen  Kräften  hinzuarbeiten,
so  vielfach  auch  die  historische  Schule  dagegen  ankämpft  mit  dem
eigenthümlichen  Grunde,  dass  das  in  Wahrheit  nur  ein,  natürlich
immer  vergeblicher  Versuch  sei,  die  Weltgeschichte  zum  Stillstande
zu  bringen.  Die  Weltgeschichte  würde  auch  innerhalb  eines  festgefügten
  Staatensystems,  als  solchen,  sich  in  einer  Weise  bemerkbar
  machen,  welche  mässigen  Ansprüchen  hinlänglich  genügen
dürfte,  und  selbstverständlich  auch  jedes  derartige  System  gelegentlich
  über  den  Haufen  werfen;  allein  keine  menschliche
Schöpfung  kann  für  die  Ewigkeit  berechnet  sein,  und  Niemand