—  248  —

Stillstand  der  Weltgeschichte  bedeute.  Es  würde  höchstens  den
Erfolg  haben,  dass  zeitweilig,  so  lange  ein  ganz  bestimmter  Kreis
von  Staaten  als  Träger  eines  solchen  Rechtes  erschiene,  die
Weltgeschichte  bei  der  unablässigen  Ausgestaltung  und  Veränderung,
  welcher  sie  alle  irdischen  Zustände  unterwirft  und  so  auch
die  Schicksale  jeder  Staatengesellschaft  unterworfen  würde,  sich
einer  etwas  andern  Form  bediente,  als  derjenigen,  in  welcher
sich  bisher  das  internationale  Leben  zu  entwickeln  pflegte,
während  dabei  weder  von  einem  ewigen,  noch  auch  nur  von
einem  allgemeinen  Frieden  gesprochen  werden  könnte  oder  sollte.
Welche  dieser  Formen  als  die  bessere  anzusehen  ist,  das  zu  entscheiden,
  muss  dem  Geschmacke  jedes  Einzelnen  überlassen
bleiben;  die  Antwort  der  Jurisprudenz,  als  einer  lediglich  auf
den  Regeln  des  logischen  Denkens  fussenden  Wissenschaft  ohne
politische  Hintergedanken  und  Nebenzwecke,  kann  nicht  zweifelhaft
  sein.