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allgemeiner  Basis  im  internationalen  Rechte  ableiten.  Ausgleichender
  Factor  soll  hiebei  die  internationale  Courtoisie  sein!?).  Abgesehen
  davon,  dass  es  unerträglich  erscheint,  die  Grundlagen
internationalen  Rechts  in  der  Courtoisie  suchen  zu  wollen,  die
überdies  nur  Sache  des  guten  Willens  des  einzelnen  Staats  wäre?),
bildet  auch  die  Territorialgewalt  des  Staats  keine  Rechtsgrundlage
  in  der  Frage  der  Statutencollision.  Es  ist  die  Möglichkeit
gegeben,  dass  unter  derselben  Territorialgewalt  in  deren  räumlichen
  Herrschaftssphäre  mehrere  verschiedene  Rechtsgebiete  neben
einander  bestehen.  Bei  der  Collision  dieser  Rechtsgebiete  hinsichtlich
  des  anzuwendenden  Rechts  müsste  man  bei  Zugrundlegung
  dieser  Theorie  zu  dem  widersinnigen  Zwiespalt  einer  in
sich  selbst  zerrissenen  Staatssouveränetät  gelangen.  Immerhin
sind  die  Anhänger  dieser  Theorie  noch  sehr  zahlreich  und  insbesondere
  fast  die  gesammte,  sehr  bedeutende  englisch-amerikanische
Schule  spricht  ihr  zu.

WHEATon'*)  im  Anschlusse  an  ULrich  Huserus  spricht  sich
besonders  zu  Gunsten  des  sog.  Territorialitätsprincips  aus  und
es  ıst  auf  dessen  Grundlage,  dass  er  die  Anwendung  der  lex  rei
sitae  für  Immobilien  verlangt,  da  sonst  die  Vitalitätsinteressen
jedes  Staats  gefährdet  würden.  PHILLIMORE  auf  der  andern  Seite
kann  sich  gleichfalls  nicht  von  dem  Banne  dieser  Anschauung

12)  PORTALIS,  Second  expose  des  motifs  du  titre  preliminaire  n.  14  et  15.
—  Foelix  traite  du  droit  international  prive  t.  I  S.  117  ff.  —  SCHÄFFNER,
Entwicklung  des  internationalen  Privatrechts  1841  S.  65.  Siehe  auch  KıLörper
in  Böhm’s  Zeitschr.  f.  intern.  P.-R.  Bd.  I  S.  19.

13)  LAURENT  a.  a.  O.  S.  261:  Or  la  courtoisie  n’est  pas  un  droit,  elle
depend  du  bon  vouloir  de  chaque  6tat...

14)  WHEAToN,  Elements  of  international  law  London  1880  $  81:  That
state,  where  this  real  property  is  situated,  cannot  suffer  its  own  laws  in  this
respect  to  be  changed  by  these  dispositions,  without  great  confusion  and
prejudice  to  its  own  interests.  Hence  it  follows,  that  the  law  of  a  place,
where  real  property  is  situated  governs  exclusively.  $  77.  Every  independent
State  is  entitled  to  the  exclusive  power  of  legislation  in  respect  to  all  real
and  personal  property  situated  within  its  territory.