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Waadt,  Neuenburg,  Wallis  durch  den  Mangel  einer  Bestimmung
der  lex  domicilii  zu  huldigen  scheinen.  Für  den  Canton  Tessin
ist  es  zweifelhaft,  da  die  Wirkung  der  Rechtsgeschäfte,  sobald
sie  im  Cantone  hervortreten  müsste,  zur  Anwendung  der  Cantonsgesetze
  gemäss  art.  6  zwingen  müsste.

Das  schwedische  Civilrecht  verwirft  ebenfalls  die  lex  rei  sitae
für  das  Mobiliarsachenrecht.  Entgegen  der  Autorität  SAvıeny’s,
meint  SCHREVELIUS?®),  bestehe  für  das  schwedische  Landes-  und
Stadtrecht  der  Grundsatz,  dass  bewegliche  Sachen  nach  dem  Gesetze
  des  Domicils  des  Eigenthümers  oder  Besitzers  bemessen
werden.

Was  das  englische  Recht!)  betrifft,  so  ist  zunächst  hervorzuheben,
  dass  die  Ausdrücke  real  und  personal  property  für  das
interne  englische  Recht  eine  ganz  andere  Bedeutung  haben,  als
im  internationalen  Rechtsverkehre.  Real  property  ist  dort  ein
Ausdruck  für  Immobilien,  welche  beim  Tode  des  Erblassers  als
„tenements“  oder  „things  held“  unbedingt  auf  den  Erben  übergehen.
  Personal  property  ist  dort  ein  Ausdruck,  der  lediglich
den  Gegensatz  zur  real  property  anzeigt.  Die  real  property  ist
das  lehnbare  Eigenthum.  Personal  property  ist  alles,  was
nicht  lehnbar  ist.  Dieses  wird  wieder  unterschieden  in  chattel
reel  und  chattel  personnel.  Ersteres  bedeutet  wiederum  Immobiliarrechte,
  letzteres  Mobiliarrechte.

Diese  Unterscheidungen  liegen  dagegen  nicht  der  englischen
und  auch  nicht  der  nordamerikanischen  Theorie,  noch  Praxis  für
das  internationale  Recht  zu  Grunde.  Hier  schliessen  sich
erstere  wie  letztere  den  allgemeinen  Anschauungen,  wie  sie  allgemein
  allen  Rechten  unterliegen,  an.

In  letzterem  Sinne  ist  auch  der  in  der  englischen  und  nordamerikanischen
  Theorie  gebrauchliche  Satz  personal  property

 

70)  SCHREVELIUS  a.  a.  O.  8.  39.

?1)  LEHR,  elöments  de  droit  civil  anglais  a.  a.  O.  S.  130.  PHILLIMORE
a.  a.  O.  Bd.  IV  S.  428.