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Gegen  diese  Grundsätze  tritt  LAurent*)  energisch  auf.  Er
erklärt  dieselben  für  eine  derogation  &amp;  la  loı,  weder  begründet
in  der  Gesetzgebung,  noch  im  Gewohnheitsrechte,  sondern  geschaffen
  durch  die  Willkür  der  Gerichtshöfe.  Um  nun  aber  obige
Schwierigkeiten  zu  beseitigen,  macht  Laurent  de  lege  ferenda  den
Vorschlag'?),  dass  derjenige,  welcher  im  Auslande  contrahire,
sein  Personalstatut  zu  erkennen  geben  und  gegebenen  Falls  seine
Incapacität  geltend  machen  müsse.  Andern  Falls  soll  der  andere
Theil  Anwendung  des  Territorialgesetzes  verlangen  dürfen,  vorausgesetzt
  seinen  guten  Glauben.  Bei  Notariatsverträgen  wird  dem
Notare  die  Verpflichtung  Auferlegt,  die  Kenntnissgabe  des  Personalstatuts
  seitens  der  Parteien  zu  verlangen.  Diese  Anschauung
  hält  LAURENT  auch  in  seinem  Avantprojet  aufrecht;  allerdings
  wurde  sie  von  der  belgischen  Gesetzgebungscommission
verworfen.

Diese  Aufstellungen  sind  unhaltbar.  Der  Minderjährige,  der
Verschwender  würden  dadurch  die  heimathlichen  Gesetze  umgehen
  können,  der  gute  Glaube  des  anderen  Theiles  würde  dieselben
  verpflichten,  ohne  dass  doch  denkbar  wäre,  warum  gerade
die  bona  fides  dem  Dispositionsbeschränkten  die  volle  Freiheit
seiner  Verfügungen  gewähren  solle.  So  gut  die  bona  fides  jenen

 

18)  LAURENT  a.  a.  O.  Bd.  II  S.  89.

19)  LAURENT  a.  a.  O.  Bd.  II.  S.  90.  Il  n’y  qu’une  exception  au  principe
  des  lois  personnelles:  quand  le  statut  personnel  est  en  opposition
avec  une  loi  d’inter&amp;t  general,  c’est  celle-ci  qui  doit  recevoir  son  application.
—  Ibidem  S.  181:  Celui  qui  contracte  a  l’&amp;tranger  doit  faire  connaitre  son
statut  personnel,  et,  s’il  ya  lieu,  l’incapacite  dontil  estfrappe.  S’il  n’a  point
fait  cette  declaration,  les  tiers  qui  ont  trait6  avec  lui  pourront  demander
V’application  de  la  loi  territoriale,  pourvu  qu’ils  soient  de  bonne  foi.  Si  les
parties  dressent  un  acte  authentique  de  leurs  conventions,  le  notaire  doit
sous  3a  responsabilite,  exiger  qu’elles  declarent  leur  nationalite  et  leur  statut
national.  —  LAURENT  Avant-projet  art.  15:  L’etranger  qui  contracte  en
Belgique  doit  declarer  son  statut  personnel  et,  s’il  y  a  lieu,  l'incapacite  dont
jl  est  frappe.  S’il  ne  fait  point  cette  declaration,  les  tiers  qui  traitent  avec
lui  pourront  demander  l’application  du  statut  belge,  pourvu  qu'ils  soient  de
bonne  foi  etc.

Archiv  für  öffentliches  Recht.  VIII.  4.  35