Innerlich  und  Aeusserlich.  V.  Schwäche  der  modernen  Persönlichkeit.  VI.  „Ristorische
  Gerechtigheit.“  VI.  Zerstörende  Macht  der  Historie.  VIII.  Der  Glaube,

Epigone  zu  sein.  IX.  Durch  Jlistorie  erzeugte  Ironie  und  Cynismus,  Ed.
v.  Hartmann.  X.  Protest  gegen  die  historische  Jugenderziehung  des  modernen
Menschen.

Wie  aus  der  Inhaltsangabe  ersichtlich,  wendet  hier  Nietzsche
sein  Augenmerk  hauptsächlich  der  Verderblichkeit  der  modernen
historischen  Bildunz  zu.  Er  weist  nach,  warum  „Belehrung  ohne
Belebung,  warum  Wissen,  bei  dem  die  Thätigkeit  erschlafft,  warum
Ilistorie  als  kostbarer  Erkenntniss-Teberfluss  und  Luxus  uns  ernstlich
verhasst  sein  muss,  —  deshalb,  weil  es  uns  noch  am  Nothwendigsten
felılt,  und  weil  das  Ueberflüssige  der  Feind  des  Nothwendigen  ist“.
—  Eine  derartige  Betrachtung  gab  es  noch  nicht,  weder  in  unserer
noch  in  auswärtiger  Litteratur.  Ihre  ausführliche  Schätzung  erfährt
sie  ebenfalls  in  Karl  Hillebrand’s  „Zeiten,  Völker  und  Menschen“
Bd.  II.  pag.  311—338.

Drittes  Stück:

Schopenhauer  als  Erzieher.
Preis  3  Mark.

Inhalt:  I.  Das  Wesen  des  Meuschen  unerziehbar:  Erzieher  sind  nur  Befreier.
  II.  Schopenhauer  als  Erzieher  durch  seinen  Charakter;  III.  durch  die
Art,  wie  er  seine  Gefahren  übersteht;  IV.  durch  sein  Vorbild  als  Mensch.  Der
Mensch  Rousseau’s,  Goethe’s  und  Schopenhauer’s..  Jleroischer  Lebenslauf.
V.  Pflichten  aus  dem  Ideni  des  Schopenhaner’schen  Menschen  erwachsend.  Der
Grundgedanke  aller  Kultur.  VI.  Bewusstes  Wollen  der  Kultur:  deren  Ziel  Erzeugung
  des  Genius.  Wodurch  diese  verhindert  wird.  VII  Bedingungen  zur
Entstehung  des  philosophischen  Genius.  VIIL  Verhalten  des  heutigen  Staates
zu  Philosophie  und  Jhilosophen.  Forderung,  der  Philosophie  jede  staatliche
und  akademische  Anerkennung  zu  entziehen.

Dieses  Werk  bringt,  bei  Anlass  der  Würdigung  Schopenhauers
als  eines  der  grössten  Erzieher,  alle  jene  Elemente  zur  Sprache,
welche  das  Moralische  der  wahren  Kultur  ausmachen.  Es  enthält
sozusagen  die  Ethik,  den  Lebenskanon  aller  Hochgesinnten  und  ist
mithin  selber  ein  Buch  von  höchster  erzieherischer  Richtung,  dergleichen
  keines  zuvor  existirte.  —  Auch  diesem  Buche  widmet  Karl
Hillebrand  einen  Essay  in  seinen  „Zeiten,  Völker  und  Menschen.“
Bd.  Il.  pag.  353  —366.

Viertes  Stück:

Richard  Wagner  in  Bayreuth.

I  und  II.  Aufl.  Preis  3  Mark.

Inhalt:  I.  Gesinnung  der  Theilnehmer  am  bayreuther  Ereigniss.  II.  Das
Dramatische  im  Werden  Wagners.  III.  Seine  Treue  gegen  sein  höheres  Selbst.
IV.  Wagner  als  Kulturgewalt.  Tragische  Gesinnung.  V.  Die  von  Wagner  gefundene”
  Beziehung  zwischen  Musik  und  Leben.  VI.  Bedeutung  der  Wagner’schen
Kunst  für  unsere  Kultur,  VII  Der  dithyrambische  Dramatiker  Wagner.  VIII.  Wie
Wagner  zum  Ditlyrambiker  wurde.  Das  „Volk.“  Schöpferische  Vereinsamung,