Sache.  VIII.  Zusammenkunft  mit  Rob.  Mayer.  IX.  Nach  der  Zusammenkunft
bis  zum  Tode.  X.  Nach  dem  Tode.  Xl.  Einzigkeit  und  Ueberlegenheit  der
Mayer'schen  Schöpfung.

Robert  Mayer,  der  deutsche  Galilei,  der  zweite  Begrinder  der
Physik,  hat  dureli  seine  Entdeckung  des  mechanischen  Kraftwerthes
der  Wärme  und  seine  darauf  basirende  universale  IEmtwiekelung  des
Gesetzes  von  der  Erhaltung  der  Kraft  die  höhere  Naturwissenschatt
in  eine  neue  Phase  schoben,  indem  er  sie  um  ein  Grundprinzip  von
unabschbarster  Folgenwichtigkeit  bereicherte.  Er  zeigte,  dass  die
Ursache  der  Wärmeerscheinungen  neben  der  Fallkraft  und  der  Be:
wegung  eine  dritte  Form  der  mechanischen  Kraft  sei,  und  dass  sich
Wärme  in  mechanische  Kraft  und  diese  sich  wiederum  in  Wärme
umsetzen  lasse,  wobei  gemäss  dem  Grundsatze  causa  aequat
effeetum  (die  Ursache  ist  gleich  der  Wirkung,  erhält  sich  in  der
Wirkung)  ein  bestimmtes  Grössenverhältniss  zwischen  Wärme  und
mechanischer  Kraft  existire  und  eine  bestimmte  Menge  Wärme  eines
Gewichtstheiles  einer  bestimmten  Menge  mechanischer  Kraft  desselben
  Gewichtstheiles  äquivalent  sci,  lass  also  unter  aller  Formverwandlung
  die  Kraft  in  ihrer  Quantität  unvermindert  erhalten
bleibe.  Aber  nicht  nur  durch  diese  Entdeckung,  sondern  auch  durch
deren  originale  Anwendung  auf  Physiologie  und  kosmische
Physik  erscheint  Rob.  Mayer  als  einer  der  genialsten  Torscher
aller  Zeiten  und  seinem  Vorgänger  Galilei  durchaus  ebenbürtig.  —
In  obigem  Buche  schildert  Dihring  die  fundamentale,  epochemachende
  Bedeutung  dieses  unsterblichen  Verdienstes  in  jeder  IIinsicht,
  sodann  die  Schicksale,  welche  Robert  Mayer  schmachvoll
dafür  zu  erleiden  hatte,  mit  jener  freimüthigen  Beredsamkeit,  derentwegen
  man  Dühring’s  Entfernung  von  der  berliner  Universität  fir
gut  befinden  und  ihn  in  den  Verruf  eines  „Sozialdemokraten  bringen
zu  miissen  glaubte.  Der  berihmte  Gelehrte  hat  seinen  Gegenstand
mit  Wärme  und  in  fesselndster  Weise  behandelt.  Seine  meisterhaften
Darstellungen  sind  durchaus  populär  gehalten,  sodass  das  Buch  als  ein
Volksbuch  im  edelsten  Sinne  jedem  Gebildeten  empfohlen  werden  kann.

Ueber  die  Christlichkeit  unserer  heutigen  Theologie.
Streit-  und  Iriedensschrift.
Von  Prof.  Dr.  Franz  Overbeck,
Preis  3  Mark.

Inhalt:  Vorwort.  1.  Verhältniss  d.  Theologie  zum  Christenthum  überhaupt.
  Das  Christenth,  wurde  den  Alexandrinern  ein  wissenschaftl.  Problem,
d.  I.  sie  stellten  es  als  Religion  in  Frage:  Entstehung  der  christl.  Theologie,
Antike  u.  moderne,  allegor.  u.  histor.  Interpretation  der  Mythen  u.  Dogmen.
Naturwissenschaft  u.  Glaube  bei  jetzigen  Theologen,  —  1.  Die  apologetische
Theologie  der  Gegenwart,  hinsichtl.  ihrer  Welt-  u.  Lebensbetrachtung;  ihr  histor.
u.  naturhistor.  Beweis  für's  Christenth.  Sünde,  Elend,  Tod,  Hölle  u.  Himmel
in  ihrer  Auflassung.  Der  Wunderbeweis.  Ihre  Meinung  über  Beziehung  v.
Christenth.  zu  Bildung  u.  Politik.  Ihre  kritischen  Maassstäbe.  Wirkungslosigkeit