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Brikettvereinigung  (mit  28  Mitgliedern  und  einer  Jahresproduktion
von  ı1l/,  Millionen  Tonnen)  auf  und  wurde  in  das  Rheinisch-Westfälische
  Kohlensyndikat  inkorporiert.

Mehrere  lokale  Syndikate  wurden  zwischen  den  Braunkohlenwerken
  abgeschlossen,  von  welchen  wir  den  „Hessischen
Braunkohlenverkaufsverein“  (gegr.  1905;  6  Mitglieder)  hervorheben.


In  der  Kohlenindustrie  sind  ferner  6  Handelsgesellschaften
tätig;  die  bekanntesten  sind  die  „Rheinische  Kohlenhandel
und  Reederei  G.  m.  b.  H.“  (gegr.  1903;  39  Mitglieder),  die
„Westphalia“  (1896;  3ı  Mitglieder)  und  „Glückauf“  (1896;
8  Mitglieder).  Das  Zentralorgan  ist  bei  sämtlichen  eine  G.m.b.H.

Ein  interessantes  Licht  auf  die  Kartellbewegung  wirft  die
neueste  Geschichte  der  „Hibernia-Bergwerksgesellschaft“.
Im  Jahre  ı873  gegründet,  gewann  sie  seit  ı887  durch  Einschmelzung
  ähnlicher  Unternehmungen  stets  an  Bedeutung.  So
hat  sie  z.  B.  im  Jahre  1903:  3540972  M.  für  neue  Einrichtungen
investiert  und  vergrößert  stets  ihren  Betrieb.  Im  Juni  ı900  hat
sie  17000000  Quadratklafter  Bergwerksgebiet  angekauft,  so  daß
sie  derzeit  über  ein  Bergwerksgebiet  von  84000000  Quadratklafter
  verfügt  und  in  der  Jahresproduktion  des  „Rheinisch-Westfälischen
  Kohlenkartells“  mit  5416500  Tonnen  teilnimmt.


Die  deutsche  Regierung  hielt  es  unter  diesen  Umständen
für  angezeigt,  dieses  Bergwerksunternehmen  anzukaufen  und
wollte  die  Verstaatlichung  auf  5°/,iger  Grundlage  durchführen.
Dieses  Bestreben  begegnete  jedoch  lebhaftem  Widerspruch;
mehrere  deutsche  Finanzinstitute,  unter  ihnen  auch  die  Dresdner
Bank  gründeten  die  Gesellschaft  „Herne“  zum  ausschließlichen
Zweck,  die  Aktien  der  Hibernia  anzukaufen  und  dem  Verkehr
zu  entziehen.  Die  im  Herbst  1904  abgehaltene  Generalversammlung,
  bei  welcher  von  dem  ganzen  Aktienkapital  (53  500000  M.)
Aktien  im  Nominalwert  von  32356400  M.  vertreten  waren
(also  nicht  den  Statuten  gemäß  ?/,  des  Gesamtkapitals),  verwarf
  den  FExpropriationsantrag  der  Regierung  mit  großer
Majorität.  Nach  dem  Mißerfolg  dieser  Aktion  wurden  neue
Verhandlungen  eingeleitet  und  auch  ein  Plan  tauchte  auf,  nach
welchem  der  preußische  Staat  —  welcher  übrigens  mit  seinen
Kohlenbergwerken  keineswegs  eine  für  das  Publikum  günstigere