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trotz  der  primitiven  Organisation  seine  Aufgabe  erfüllen  konnte.
Das  Verkaufskontor  war  schon  bei  der  Gründung  das  Bankhaus
  J.  H.  Stein  in  Köln.  Ursprünglich  waren  6  Betriebe
beteiligt.  Später  sind  noch  einige  Werke  beigetreten,  andere
stellten  die  Fabrikation  wieder  ein,  so  daß  derzeit  das  Weißblechverkaufskontor
  5  Mitglieder  und  Betriebe  umfaßt  (Dillingen,
Hayingen,  Rasselstein,  Hüsten,  Nachrodt.,  Der  Hauptzweck  der
Vereinigung  war  die  Beseitigung  des  Wettkampfes  und  die  Bekämpfung
  des  englischen  Imports.  Der  Vertrag  läuft  immer
ein  Kalenderjahr  weiter,  wenn  er  nicht  bis  Mitte  des  Jahres
gekündigt  wird.  Organe  der  Vereinigung  sind:  Generalversammlung,
  Ausschuß,  Geschäftsführer.  Die  Geschäftsführung  verteilt
die  Aufträge  monatlich  auf  die  Werke  nicht  nach  bestimmten
Quoten,  sondern  unter  Berücksichtigung  der  Wünsche  der  Besteller,
  der  Frachtverhältnisse  und  des  Umfanges  der  letztjährigen
Lieferung  der  Werke.  Für  etwaige  Übertretungen  kann  eine
Strafe  von  ıoo  M.  per  Kiste  bestimmt  werden.  Die  jährliche
Produktion  (siehe  Ausweis  der  kontradiktorischen  Verhandlungen
Heft  9  S.  155),  welche  im  Jahre  ı887  ı3800  t  im  Werte  von
4,7  Millionen  M.  ausmachte,  stieg  sukzessive  und  betrug  im  Jahre
1904  47700t  im  Werte  von  14,2  Millionen  M.  Die  Preise  zeigen
eine  sinkende  Tendenz  (Heft  9  S.  182),  hauptsächlich  infolge
Vervollkommnung  der  Fabrikation:  im  Jahre  1873:  82,60:.M.,
1895:  29,23  M.,  1900:  39,80  M.,  seitdem  schwanken  die  Preise
zwischen  32—36  M.  Für  die  Festsetzung  der  Preise  kommen  hauptsächlich
  die  in  England  und  Nordamerika  geltenden  Notierungen  in
Betracht,  welche,  trotzdem  die  Preise  des  wesentlichen  Rohmaterials,
des  Zinnes,  steigen,  eine  sinkende  Tendenz  aufweisen  (HeftgS.ı84).
Eine  Tatsache  ist  es,  daß  die  deutsche  Produktion  stets  hinter
dem  Bedarf  zurückgeblieben  ist,  und  daß  die  Preise  stets  höher
gehalten  werden  konnten  als  die  englischen  Notierungen,  zuzüglich
  Zoll-  und  Transportkosten.  Die  Konvention  ist  nur  für
das  Inland  abgeschlossen,  da  der  Export  ganz  unbedeutend
(Heft  9  S.  59)  erscheint.

Unter  den  mit  der  Eisenindustrie  zusammenhängenden  Syndikaten
  ist  das  Walzdrahtkartell  von  hervorragender  Bedeutung.
Am  ı7.  Juli  1897  ist  das  deutsche  Walzdrahtsyndikat  in
Hagen  entstanden,  welches  sich  nur  auf  das  Inlandsgeschäft
erstreckte.  Am  31.  Dezember  ı901  löste  sich  das  deutsche  Walz-Baumgarten-Meszlöny.

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