228  IV.  Kapitel.  Wirkungen  der  Kartelle  und  Trusts.

L  Kartellkampagnen:

1891/92  Preis  des  Pilezuckers  .  .  .  69,34
1892/93  »  n  .  74,24
1805/96  »  n  »  .  65,50
1896/97  ”  »  ”  .  64,83
1897/98  n  ”  ”  .  72,—!)
1898/99  5»  n  r  .  72,—
1899/00  ”  ”  ”  .  84,—  2)

OD.  Kartellose  Kampagnen:
1888/89  Preis  des  Pilezuckers  .  .  .  73,68

1889/00  „  »  „  .  64,84
1890/91  »  »  n  -  59,54
1893/94  »  n  j  .  62,88)
1894/95  »  n  »  .  57,70

Ähnliche  Resultate  ergibt  die  Untersuchung  der  Differenz
zwischen  den  Preisen  des  rohen  und  raffinierten  Zuckers;  dieselben
  betrugen  in  Kartelljahren  ı7—20,  in  kartellosen  aber,
und  zwar:

1889/go:  15,36
1890/91:  12,92
1894/95:  11,72

Ganz  ähnlich  die  Schwankungen  der  Petroleumpreise.  Das
Kartell  löste  sich  am  30.  April  1901  auf;  vorher  stand  der  Preis
des  raffinierten  Öls  in  den  Jahren  ı900  und  ıg01  auf  42  Kronen.
Nach  Auflösung  des  Kartells  tritt  sofort  der  Preisfall  ein;  man
notiert  am  ı.  Mai  1901  36  Kr,  am  ı.  Mai  ıgo2  35  Kr,  am
ı.  Mai  1903  31  Kr.;  nach  Abschluß  des  neuen  Kartells  (November
  ı903)  schnellen  die  Preise  auf  die  ursprüngliche  Höhe  —
42  Kr.  —  zurück.

1)  Im  vorhergehenden  Jahre  stieg  die  Steuer  mit  4  Kronen.

”)  Nenerliche  Steuererhöhung.

®\,  In  diesem  Jahre  stand  das  Kartell  formell  noch  aufrecht,  aber  seine  Auflösung
  war  offenkundig,  Im  Geschäftsjahr  1888/9  bestand  zwar  kein  Kartell,  aber
das  Inkrafttreten  des  für  die  Zuckerindustrie  besonders  günstigen  Gesetzes  vom
Jahre  ı888  gab  zu  einem  plötzlichen  Aufschwung  Anlaß,