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diese,  die  ganze  Gresellschaftsordnung  mit  Erdrückung  bedrohende
Monstrosität  kann  bei  den  Kartellen  nicht  aufgefunden  werden.
Das  Leben  des  Kartells  ist  im  Prinzip  an  die  Zeit  gebunden,
Zweck  des  Trusts  eine  Vereinigung  für  immer;  das  Kartell  ist
ein  gleichartiges  Vorgehen  mehrerer  bei  Aufrechterhaltung  gewisser
  Selbständigkeit  der  einzelnen  Mitglieder;  der  Trust  eine
einzige  Organisation,  welche  die  selbständige  Individualität  seiner
Bestandteile  vernichtet.  Das  Kartell  wird  durch  das  Bewußtsein
der  nach  seiner  Auflösung  eintretenden  Konkurrenz  im  Zaum
gehalten,  der  gut  eingeführte  Trust  hat  sich  davor  nicht  zu
fürchten,  er  hat  dieselbe  für  immer  vernichtet.  Je  mehr  sich
allerdings  das  Kartell  dem  Trust  nähert,  d.h.  je  enger  seine
Organisation  die  Mitglieder  miteinander  vereinigt,  um  so  imminenter
ist  auch  die  Grefahr,  daß  es  auch  dessen  Macht  zu  erlangen  fähig
sein  könnte;  aber  die  erwähnten  zügelnden  Motive  wirken  auch
bei  den  vollkommensten  Kartellen  in  vollem  Maße,  und  es  steht
einem  Überhandnehmen  der  Kartellbewegung  über  das  ganze  gesellschaftliche
  und  staatliche  Leben  auch  die  konservativere,  ruhigere
Art  der  europäischen  Wirtschaftsorganisation  und  die  energischere
Polizeiordnung  der  europäischen  Rechtssysteme  im  Wege.

Als  in  den  Vereinigten  Staaten  die  Notwendigkeit  der  Unterwerfung
  der  Trusts  unter  eine  gesellschaftliche  Kontrolle  in  Rede
kam,  gab  ein  Leiter  einer  Riesenunternehmung  dem  Schriftsteller
  Jenks!)  die  Antwort:  „We  control  conditions“,  d.  h.  die
Trusts  sind  in  der  Lage,  die  Vorbedingungen  der  gesellschaftlichen
  Kontrolle,  die  verborgensten  Fäden  der  Gesetzgebung  und
Verwaltung  in  den  Händen  zu  halten.

Endlich  verhindert  der  Trust  künstlich  das  Geltendwerden  des
Gesetzes  der  natürlichen  Auswahl.  Die  Wirkung  dieses  Gesetzes
besteht  auf  wirtschaftlichem  Gebiet  darin,  daß  der  Wettkampf,  ein
Probestein  der  Eignung  der  Unternehmungen  für  die  Produktion,
den  unvermeidlich  vernichtet,  dem  es  nicht  gelingt,  die  wirtschaftlichste
  Form  der  Produktion  zur  Geltung  zu  bringen.  So  entscheidet
  z.  B.  der  Wettkampf,  in  welchen  Produktionszweigen  der
Großbetrieb  am  Platz  ist,  und  in  welchen  der  Kleinbetrieb  Hoffnung
  auf  mehr  Erfolg  hat.  Wenn  nun  der  Trust  mit  seiner  wirtschaftlichen
  Übermacht  sich  auf  seine  Gegner  legt,  so  verhindert

)A.20.S.  zıı.