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Wirkung  der  englischen  Absperrungsmaßnahmen  sich  verstärkt  äußerte.
Offenbar  war  zu  fenem  Zeitpunkt,  genau  wie  im  ersten  Anfang
des  Krieges,  neben  wirklicher  Knappheit  auch  eine  gewisse  spekulative
Aufschlagsfreudigkeit  an  dem  raschen  Hochgehen  der  Preise  beteiligt,
und  soweit  das  der  Fall  war,  hat  die  darauf  folgende  und  dadurch
veranlaßte  Höchstpreisgesetzgebung  den  Aufschlag  zumteil  zurückdämmen
  können.  Die  Lebenskosten  betrugen  für  eine  fünfköpfige
Familie  in  der  Woche  —  freilich  unter  der  Vorstellung,  daß  allgemein
  der  Lebenszuschnitt  und  die  Ernährungsweise  der  Friedenszeit
  beibehalten  wird,  während  in  Wirklichkeit  durch  größere  Sparsamkeit
  und  Bevorzugung  billigster  Lebensmittel  ein  gewisser  Ausgleich
  eintrat  —  im  Zahre  1013:  2½  Mark,  in  den  ersten  sieben
Monaten  1014:  25,  im  August  infolge  der  Angstkäufe  und  Verbehrsstockungen
  25  ½),  dann  steigt  die  Lebenshaltung  nach  einer
kleinen  Absenkung  von  20,41  auf  20,14  Mark  im  September  1914
—  z.  T.  die  Folge  der  ersten  lokalen  Höchstpreissetzungen  —  von
Monat  zu  Monat  um  fast  1  Mark  bis  auf  29,65  Mark  im
Januar  1915,  darauf  in  beschleunigtem  Tempo  bis  Juni  1915
auf  37,36  Mark,  langsamer  bis  September:  auf  39,93  Mark,
wieder  stärker  im  Oktober  auf  41,90  Mark.  Dieser  Sprung
trifft  mit  der  Bewegung  für  Schaffung  mäßiger  „Konsumpreise-"
zeitlich  zusammen  und  ruft  sie  überall  hervor.  Die  Bewegung
erreicht  rasch  in  gewisser  Weise  ihr  Ziel.  In  den  Monaten
November  1015  bis  Januar  1016  bleibt  der  Preis  durchschnittlich
  tatsächlich  unter  den  Oktoberpreisen  mit  38,86,  30,33,  41,20
Mark.  Die  Absenkung  vom  Oktober  zum  November  um  mehr
als  3  Mark  war  besonders  auffällig.  Auch  moralische  Einflüsse,
die  Achtung  und  Verfolgung  des  Preiswuchers,  werden  dabei
mitgespielt  und  den  Handel  aus  seinen  friedensmäßigen  Bahnen
des  unbedingten  Gewinnstrebens  etwas  abgelenkt  haben.

Schwächen  der  Hoöchstpreispolitik.  Als  dann  aber  die
Ergebnisse  der  schlechten  1017er  Ernte  in  Deutschland  und  Osterreich-Ungarn
  offenbar  wurden,  da  vermochte  die  Wirkung  der  Höchstpreise
  den  gänzlich  veränderten  Vorratsverhältnissen  gegenüber  nicht
standzuhalten.  Sprungweise  ging  der  Preis  des  Lebensunterhalts
von  41,26  im  Januar  auf  43,40,  48,4),  71,00  (April)  in  den
nächsten  Monaten,  und  auch  die  daraufhin  scharf  zugreifende
Rationierung  konnte  die  Aufwärtsbewegung  nur  verlangsamen,
nicht  zurückktegen.  Im  Mat  bis  Juli  standen  die  Calwer'schen
Zahlen,  die  für  die  Preisbewegung  weit  mehr  als  für  die
Lebenskosten  kennzeichnend  sind,  auf  72,23,  72,61  und  53,47

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